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Mo, 28. April 2003

"quasi una fantasia" - Juden und die Musikstadt Wien

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Wien in Zusammenarbeit mit den Wiener Festwochen

Von 14. Mai bis 21. September 2003 zeigt das Jüdische Museum Wien eine umfassende Ausstellung, die sich mit einem wesentlichen Aspekt der Geschichte der Musikstadt Wien auseinandersetzt - dem Anteil der Juden am Wiener Musikleben, sei es als aktive Künstler oder als Publikum. Dies wird anhand einiger Zahlen deutlich: 1881 geht das Ringtheater in Flammen auf. Über 900 Menschen kommen ums Leben, fast die Hälfte von ihnen sind jüdischen Glaubens. Jüdisch sind 1895 auch fast ein Drittel der Studenten in manchen Konservatoriums-Klassen. Musik ist für die Kinder der Einwanderer zu der Sprache der Assimilation geworden. Bald prägen jüdische Komponisten, Interpreten und Mäzene die Musikkultur Wiens entscheidend mit. Manche wie Mahler und Schönberg stoßen die Tür in die Moderne auf, andere wie Kálman oder Oscar Straus schreiben mit ihren Operetten den Mythos der Musikstadt fest.

"quasi una fantasia" wird im Rahmen der Wiener Festwochen 2003 präsentiert. Die Festwochenausstellung beleuchtet die eingangs skizzierten Entwicklungen, zeigt aber auch die Grenzen der Musik als Sprache der Assimilation auf. Sie dokumentiert die Vertreibung und Ermordung jüdischer Musiker zwischen 1938 und 1945, fragt nach deren Schaffen im Exil und fordert zu einem kritischen Rückblick auf die Musikstadt Wien seit 1945 heraus.

Begleitet wird die Schau von einem umfangreichen Musikprogramm an einigen prominenten Musikhäusern (Konzerthaus, Musikverein, Schönberg Center) und im Jüdischen Museum Wien selbst, wo die Ausstellung auch nach dem Ende der Festwochen bis 21. September 2003 fortgesetzt wird. Das detaillierte Musikprogramm und ausführliche Informationen zur Ausstellung sind auf der Homepage des Jüdischen Museums unter http://www.jmw.at/ zu finden.

"quasi una fantasia" - Juden und die Musikstadt Wien ist von 14. Mai bis 21. September 2003 im Jüdischen Museum zu sehen. Das Jüdische Museum Wien (A-1010 Wien, Dorotheergasse 11) ist Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, an Donnerstagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Eintritt: EUR 5/EUR 2,90 ermäßigt. Schulklassen in Begleitung eines Lehrers haben freien Eintritt und eine kostenlose Führung. Ein umfangreiches pädagogisches Begleitprogramm zur Ausstellung ist in Vorbereitung (Auskünfte unter
Tel.: +43-1-535 04 31-311 bzw. 312). Zur Ausstellung erscheint im Wolke-Verlag ein reich illustrierter Katalog mit ca. 200 Seiten und 10 Fachbeiträgen namhafter Autoren sowie Musikbeispielen auf Audio-CDs.

Juden und die Musikstadt Wien - ein oft von Klischees überfrachtetes Thema

Jüdische Komponisten, Künstler und Mäzene haben die Entwicklung der Musikkultur und das Image der Musikstadt Wien in den letzten beiden Jahrhunderten entscheidend geprägt. Diese Blüte der Musikstadt Wien erfuhr durch den Nationalsozialismus eine entscheidende Zäsur, die in der Vertreibung und Ermordung jüdischer Komponisten, Musiker, Förderer und Musikliebhaber kulminierte, und deren Folgen für die Entwicklung der Musikstadt Wien bis zum heutigen Tage spürbar sind. Dies ist das Spannungsfeld, in dem sich die Ausstellung "quasi una fantasia" im Jüdischen Museum Wien bewegt.

Die Ausstellung beginnt am Vorabend der Moderne (1870) und zeigt, wie Musik zu der Sprache der Assimilation wurde. Obwohl die Juden aus den Ländern der k.u.k. Monarchie erst 1867 das gänzlich freie Recht auf Niederlassung in der Stadt Wien erhielten, rekrutierten sich schon bald viele Besucher und Förderer des Konzertlebens und der Oper zu einem großen Teil aus den jüdischen Bewohnern. Auch bei den professionellen Musikern findet man viele Juden: In manchen Meisterklassen stammte 1895 beinahe jeder dritte Student am Konservatorium aus einer jüdischen Familie. Deutlich wird dies bei der Opferbilanz eines singulären Ereignisses in der Kulturgeschichte Wiens: Als 1881 bei einer Vorstellung von "Hoffmanns Erzählungen" das Ringtheater abbrannte, waren unter den 900 Todesopfern mehr als 400 jüdischen Glaubens.

1897 wird Gustav Mahler Direktor der Wiener Hofoper, seine Direktion ist ein Markstein der Moderne in der Musik. Bald werden Komponisten wie Alexander Zemlinsky sowie Arnold Schönberg und seine Schüler das Projekt der Moderne fortsetzen. Die Ausstellung wird zeigen, dass Juden zwar in der Bewegung der Moderne eine wichtige Rolle einnahmen, andere hingegen - und sie waren sicherlich zahlenmäßig überlegen - behaupteten sich in konservativen oder populären Positionen, wie etwa in der Operette.

Ein wesentliches Kapitel wird der Verfolgung und Vertreibung jüdischer Musiker gewidmet sein. Viele von ihnen setzten in den USA und anderen Exilländern ihre begonnenen Karrieren unter teilweise sehr schwierigen Bedingungen fort. Ihre Flucht, aber auch ihr Leben und Schaffen im Exil, wie auch ihre weitere Verbindung zur Wiener Musikkultur, stehen hier im Mittelpunkt.

Ein kritischer Rückblick auf das Wien nach 1945 beschließt die Ausstellung. Hier ist nicht nur die Renaissance von Gustav Mahler und der Triumph Leonard Bernsteins ein Thema, sondern auch die Tatsache, dass man sich kaum um die Rückkehr der Vertriebenen bemühte, dafür aber Dirigenten wie Karl Böhm oder Herbert v. Karajan, die unter den Nazis groß geworden waren, das Musikleben in dieser Stadt bestimmten. Eine zentrale Rolle innerhalb der Ausstellung wird der heute nur noch in Fachkreisen bekannte Musikwissenschaftler und Gründer des Wiener Instituts für Musikwissenschaft Guido Adler (1855-1941) einnehmen: Er führt gleichsam als "Erzähler" durch die Ausstellung.

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Di, 15. April 2003

Wiener Stadtregierung stellt Weichen für die Zukunft

"Wiens Maastricht-Überschuss in Höhe von 340 Mio. Euro, die Neuordnung der städtischen Unternehmen, der Arbeitsmarkt sowie Maßnahmen zur Internationalisierung der Wiener Unternehmen und die Stärkung neuer Wirtschaftsfelder, wie der Creative Industries, zählten zu den Schwerpunktthemen der Wiener Regierungsklausur in Wildalpen", erklärte Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Dr. Sepp Rieder am Freitag gegenüber der Rathauskorrespondenz

Laut dem provisorischen Rechnungsabschluss für das Jahr 2002 erzielte Wien einen Maastricht-Überschuss von 340 Mio. Euro, was deutlich über dem Maastricht-Soll von 336 Mio. Euro lag. Im Gegensatz dazu wird für Österreich ein gesamtstaatliches Defizit über dem Maastricht-Limit erwartet. Als Gründe dafür nannte Rieder die negative Entwicklung der Lohnsummen aufgrund der gestiegenen Arbeitslosigkeit sowie das Vorziehen von Steuereinnahmen im Jahr 2001 zur Erlangung eines "virtuellen Nulldefizits".

Trotz des erzielten Maastricht-Überschusses war es Wien im Jahr 2002 möglich, 145 Mio. Euro zur Schuldentilgung zu reservieren. Aufgrund des derzeit ungünstigen Frankenkurses werden diese Mittel in einer Rücklage "geparkt". Wien hat damit weiterhin die geringste Pro-Kopf-Verschuldung aller Bundesländer. Generell wurde das Schuldenmanagement Wiens vom Rechnungshof ausdrücklich gelobt.

Wien bewies auch 2002, dass Sparen und eine aktive Investitions- und Wirtschaftspolitik kein Gegensatz sind. So investierte die Stadt 1,351 Mrd. Euro, um 7,7 Prozent mehr als 2001. Die so genannten nachfragewirksamen Investitionen beliefen sich auf 3,36 Mrd. Euro, um 4,8 Prozent mehr als 2001. Zusätzlich investierten die städtischen Unternehmen 978 Mio. Euro. 2003 werden diese Unternehmen sogar 1,14 Mrd. Euro investieren.

Erneut forderte Rieder eine bessere Zusammenarbeit über die Bundesländergrenzen hinweg in Sachen Arbeitsmarktpolitik. Wien biete bei 20 Prozent Bevölkerungsanteil 25 Prozent der österreichischen Arbeitsplätze, 15 Prozent der Wiener arbeiten im Wiener Umland, jedoch 20 Prozent der Wiener Arbeitsplätze stehen Nicht-Wienern zur Verfügung.

Diese Fakten belegen, dass der Wiener Arbeitsmarkt der offenste und leistungsfähigste Österreichs ist, gleichzeitig aber auch der empfindlichste. Deshalb müsse die Zusammenarbeit in Sachen Arbeitsmarkt auf die gesamte Vienna Region, sowohl organisatorisch als auch inhaltlich, ausgedehnt werden.

Schwerpunkte Internationalisierung der Wirtschaft und neue Stärkefelder
Die Ausrichtung der Wiener Wirtschaft auf MOEL hatte zur Folge, dass das Wirtschaftswachstum in Wien im Jahr 2002 um das Doppelte des Österreichschnitts stieg. Trotzdem müssen die Bemühungen zur Internationalisierung der Wiener Wirtschaft gesteigert werden, so Rieder. Dazu bedürfe es auch der intensivierten Förderung neuer Stärkefelder, wie etwa der Creative Industries.

Neuordnung der städtischen Unternehmen
Im Zentrum der Neuordnung der städtischen Unternehmen stehen der WWFF und die Wien Holding. Die Wien Holding wird in Zukunft noch mehr Zentrum der wirtschaftlichen Aktivitäten der Stadt werden. Unternehmen, wie die Telekabel Wien oder die Gesiba, werden hier künftig beheimatet sein.

Strategisch noch größere Bedeutung wird der Wiener Hafen erlangen, indem künftig auch eine Donauraum-Entwicklungsgesellschaft integriert werden wird. Ebenfalls in der Wien Holding organisiert werden wird eine zentrale städtische Immobilien-Besitz- und -Entwicklungsgesellschaft sowie eine Stadtentwicklungsgesellschaft, in der nach Fertigstellung der Messe Wien Neu unter anderem die Messe-Besitzgesellschaft und andere Stadtentwicklungsgesellschaften zusammengeführt werden sollen.

Im Bereich des WWFF wird, so Rieder, künftig der Kontakt mit der Industriellenvereinigung weiter verstärkt werden. Darüber hinaus wird der klassische Förderbereich eine eigene Sparte des WWFF darstellen. Weiters sollen die Agenden des bestehenden Zentrums für Innovation und Technologie (ZIT) ausgeweitet werden und eine eigene Gesellschaft zur Entwicklung der Creative Industries gegründet werden.

Quelle: APA

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Sa, 12. April 2003

Viel mehr als ein neues Markenzeichen

"Beständigkeit bedeutet Fortentwicklung", ist das Team der Wien Holding unter der Leitung des neuen Direktoriums überzeugt.
Knapp ein Jahr vor dem 30. Geburtstag sendet das Unternehmen daher verstärkt Signale in zukunftsrelevante Bereiche wie Public Private Partnership, Früherkennung und Förderung erfolgversprechender Markttrends und deren Mitgestalter sowie die kreative Nutzung aller Chancen durch Osterweiterung und Globalisierung.

Kraftvoller Ausdruck dieser Strategie dynamischer Innovation ist nicht zuletzt die Trademark "w!enhold!ng", deren energischer Auftritt die Unternehmenspräsenz sowohl in den traditionellen als auch in den neuen Medien prägt.

Gestaltet von den Kommunikationsberatern treAngeli corporate consultants (Corporate Design und Online-Medien) und der Graphikagentur Diezl (Logo/Trademark), unterstreicht die aktuelle Präsentation Renommee, Leistungen und Verpflichtung des erfolgreichen und zukunftsorientierten Konzerns.

Dabei werden alle Kommunikationsschienen effizient genutzt: In traditionellen Medien sticht das neue Logo hervor, die neuen Medien werden effizient und durchgängig zu Information und Kommunikation eingesetzt.
Dass Webauftritt und eMail modernsten Anforderungen genügen, ist ebenso selbstverständlich wie die Integration der internen Kommunikation. 

Unternehmensinformation, innere PR, Kundenkontaktmanagement, nicht zuletzt aber die weitreichenden Möglichkeiten der Projektkommunikation und -dokumentation werden immer mehr zu einem zentralen Teil zukunfts- und zielorientierter Unternehmenskultur - nicht zuletzt deshalb, weil sie Mündigkeit und Eigenverantwortung aller Beteiligten voraussetzen und unterstützen.

Diese Kommunikationsmöglichkeiten werden wir den MitarbeiterInnen des Konzerns Wien Holding bieten - selbstverständlich im Bewusstsein ihres Einsatzes zum Nutzen aller.

[wcb]

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Fr, 11. April 2003

Wien Holding sichert Standort des Jüdischen Museums

Als vor zehn Jahren, am 18. November 1993, im Palais Eskeles das Jüdische Museum der Stadt Wien eröffnet wurde, hatte die Stadt Wien mit dem Eigentümer Dorotheum einen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen. Nunmehr, zehn Jahre danach, nutzte die Wien Holding die Gelegenheit, das zum Verkauf anstehende Palais von den Eigentümern der Dorotheum GmbH & Co KG zu erwerben. Damit ist der Standort des Jüdischen Museums endgültig abgesichert.

Das Jüdische Museum der Stadt Wien residiert nach zwei Jahren der provisorischen Unterbringung in den Räumlichkeiten der Israelitischen Kultusgemeinde seit November 1993 im Palais Eskeles.

Vom Sommer 1995 bis Ende Februar 1996 wurde das Palais nach den Plänen des Architektenduos Eichinger oder Knechtl umgestaltet. Der Entwurf des Architektenduos wurde seinerzeit aus mehreren Projekten ausgewählt, da er die attraktive Gestaltung mit der Glaskuppel über dem Auditorium, ein schlüssiges Konzept für einen Bookshop und eine Cafeteria sowie die öffentliche Zugänglichkeit der gesamten Bestände in Form eines Schaudepots vorsah. Die Gestaltung der permanenten historischen Ausstellung im zweiten Stock des Palais lag in den Händen von Architekt Martin Kohlbauer.

Das Jüdische Museum präsentierte mittlerweile neben seinen ständigen Ausstellungen mehr als 80 Ausstellungen zum Thema jüdische Kultur und Geistesgeschichte mit sehr großem Erfolg. Seit Oktober 2000 verfügt das Museum auch noch über die Außenstelle auf dem Judenplatz mit der Ausgrabung der mittelalterlichen Synagoge, die anlässlich der Errichtung des Schoa-Mahnmals ausgestaltet wurde.

Die Wien Holding als Konzernmutter kann damit gewährleisten, dass sämtliche Investitionen, die bisher im Museum getätigt wurden, in vollem Umfang für die Öffentlichkeit erhalten bleiben und das Museum seine Planungen ohne Rücksicht auf zu erneuernde Mietverträge gestalten kann.

Das Jüdische Museum Wien (A-1010 Wien, Dorotheergasse 11) ist Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, an Donnerstagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet.
Eintritt: EUR 5/EUR 2,90 ermäßigt. Schulklassen in Begleitung eines Lehrers haben freien Eintritt und eine kostenlose Führung.
Details zum Angebot des Museums finden Sie auch im Internet unter http://www.jmw.at/ .

Aussendung/Informationen:

Mag. Elisabeth Miksch, Direktorin der Wien Holding GmbH
Peter Hanke, Direktor der Wien Holding GmbH
1010 Wien, Universitätsstraße 11
Tel. 408 25 69-0

DI Georg Haber, kaufmännischer Direktor des Jüdischen Museums
1010 Wien, Dorotheergasse 11
Tel. 535 04 31-122

Quelle: jmw

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