
"Mit der Einbringung der Hafen-Gruppe, der Kabel TV-Gesellschaft und der TINA-Gesellschaft in die Wien Holding setzen wir den ersten Schritt zur Neustrukturierung der Wirtschaftsbetriebe der Stadt Wien", erklärte Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp RIEDER anlässlich der Unterzeichnung der Verträge zur Einbringung der Wiener Hafen-Gesellschaften und anderer Betriebe in die Wien Holding am Mittwoch im TechGate. Die Stärkung der Wien Holding als Dachorganisation sowie die Nutzung von Synergien ähnlich ausgerichteter Organisationseinheiten stehen dabei im Mittelpunkt. "Eine der Grundlagen für diese Entscheidung sind die geänderten ökonomischen Rahmenbedingungen, hier vor allem die bevorstehende EU-Erweiterung. Die Wien Holding mit ihren neuen Beteiligungen wird verstärkt als Plattform zur Entwicklung von Wirtschaftsprojekten in Richtung EU-Beitrittsländer in Mittelosteuropa agieren", so Rieder.
Die am Mittwoch unterzeichneten Verträge fixieren die Einbringung der Wiener Hafengruppe (Wiener Hafengesellschaft m.b.H. und Töchterunternehmen), der Kabel-TV-Wien-Ges.m.b.H, sowie der TINA Vienna - Transport Strategies Ges.m.b.H. in die Wien Holding.
Basis für diese Transaktionen ist der Gemeinderatsbeschluss vom 23.04.2003, der den Magistrat ermächtigt, bereits bestehende unmittelbare und mittelbare Beteiligungen der Stadt Wien an Unternehmen in der Rechtsform juristischer Personen des privaten Rechts in die Wien Holding GmbH zu übertragen.
Wiener Hafen-Gruppe
Die Wiener Hafengesellschaften stellen heute ein hochqualifiziertes, den Schiffs-, Bahn- und Lkw-Verkehr verknüpfendes Logistikzentrum mit umfassender technischer Ausstattung und einem breiten, marktorientierten Dienstleistungsservice für die Wirtschaft und die Bevölkerung der Region Wien dar.
Als flexibles und umsetzungsorientiertes Wirtschaftsinstrument der Stadt kann die Wien Holding GmbH eine bestmögliche Umsetzung der Aufgaben gewährleisten, und insbesondere sozialpolitische Zielsetzungen mit betriebswirtschaftlicher Verantwortung vereinbaren helfen. Die Gesellschaft wird daher als Sacheinlage in die Wien Holding eingebracht.
Die Region mit und um Wien liegt aufgrund ihrer günstigen geopolitischen Lage an einer der wesentlichsten wirtschaftlichen Nahtstellen Europas. Vor allem die bevorstehende EU-Osterweiterung mit ihrer zu erwartenden stärkeren ökonomischen Verflechtung der wirtschaftlichen Zentren Ostösterreichs mit den benachbarten Ballungsräumen bietet der Region die Chance, in diesem neuen Europa ein Zentrum erster Ordnung zu werden.
Ziel ist es, den Wiener Hafen insbesondere im Hinblick auf die EU-Erweiterung zu einer schlagkräftigen Unternehmenseinheit zu formen. Der Wiener Hafen wird so zum strategischen Aushängeschild der Stadt Wien für die zukünftigen Donauraumagenden.
Einbringung der TINA Vienna in die Wien Holding GmbH
Die Stadt Wien hat frühzeitig die Notwendigkeit der aktiven Teilnahme an den europäischen Verkehrsplanungen erkannt und die Führung des Sekretariats für den TINA Prozess angestrebt. So konnte im Jahr 1997 die TINA Vienna mit dem Ziel der Erarbeitung der TINA Studie gegründet werden. Somit wurde es möglich, nicht nur ein international anerkanntes Kompetenzzentrum der europäischen Verkehrsinfrastrukturplanung zu etablieren, sondern auch ideale Rahmenbedingungen für die intelligente Entwicklung des Verkehrsknotens Wien im Rahmen der transeuropäischen Netze zu schaffen.
Ziel der Einbringung der TINA ist es, ein flexibleres Agieren am freien Markt zu ermöglichen. Neben der Fortführung der bisherigen Unternehmensziele sollen in Zusammenarbeit mit den auf die Donauraumagenden (EU-Beitrittsländer) ausgerichteten Unternehmensbereiche des Wiener Hafens die Interessen der Vienna Region verstärkt wahrgenommen werden.
Geschäftsfeld Medien
Gegenstand der im Jahre 1975 gegründeten Kabel-TV-Wien Ges.m.b.H. ist im wesentlichen die sogenannte Breitbandverteilung von Hörfunk- und Fernsehprogrammen, der Betrieb der zur Erfüllung dieser Aufgaben notwendigen technischen Einrichtungen, weiters die Forschung betreffend die Errichtung und den Betrieb elektronischer Kommunikation und die Verbreitung von Darbietungen aller Art in Wort, Ton und Bild, sowie die Herstellung und der Vertrieb bzw. die Verbreitung von Hörfunk- und Fernsehprogrammen sowie interaktiven Mediendiensten.
Im Hinblick auf die von der Geschäftsführung der Wien Holding GmbH geplante Entwicklung des Geschäftsfeldes Medien - eine Tochter der Wien Holding ist die Europäische Journalismusakademie - wird diese Stadt Wien-Tochter in die Wien Holding eingebracht.
Rückfragehinweis:
Martin Ritzmaier
Büro Vzbgm. Dr. Sepp Rieder
Pressestelle
Rathaus
1082 Wien
fon: +43-1-4000-81855 Ext.
fax: +43-1-4000-99-81855 Ext.
Homepage: http://www.wien.at/
Die Nachricht vom Ableben des Direktors der Entsorgungsbetriebe Simmering, Dr. Ewald Klinger, kam nicht überraschend, denn man wusste um seine schwere Krankheit. Und trotzdem schmerzte sie sehr und stimmte traurig. Mit ihm ging ein Stück Holding-Geschichte.
Als er 1976 in die Rechtsabteilung der Wien Holding kam, begann der Konzern erst seine rasante Entwicklung. Er gehörte zu jenen Pionieren, die an ihren Aufgaben wuchsen. Er wurde später Prokurist und wechselte dann in die Geschäftsführung der Entsorgungsbetriebe Simmering, die sich damals - nicht zuletzt durch das Wirkens Klingers - von der "Dreckschleuder" zum Umweltmusterbetrieb mauserten.
Wegen seiner fachlichen Qualitäten schätzten ihn KollegInnen und MitarbeiterInnen, sie liebten ihn wegen seiner Aufrichtigkeit und Geradlinigkeit. Er verleugnete zwar nie seine Kärntner Wurzeln und seine engen Beziehungen zu seinem Klagenfurt, und doch war er in seiner Wahlheimat Wien nie ein Fremder, weil er es immer wieder verstand, Brücken zu schlagen und das Gute zu sehen, wo andere nur bemängelten. Er drängte sich nie auf, aber er war da, wenn man ihn brauchte.
Nur wenn es um Eishockey oder Tennis ging, ließ er mitunter Nachsicht missen, doch das gehörte zu seinem Naturell. Eben typisch Ewald.
Die Holding hat einen guten Geschäftsführer, die KollegenInnen und MitarbeiterInnen haben einen Freund verloren.
Mehr »Bei der Projektierung der neuen Wohnhausanlage in der Troststraße, die von der Architektengruppe Ifsits-Gahnahl-Larch entworfen wurde, handelt es sich einmal mehr um ein völlig neues Konzept, bei dem ältere Mieter im Vordergrund stehen.
Besser gemeinsam als einsam
Im Mittelpunkt der Anlage stehen die speziellen Seniorenwohnungen, wobei vor allem auf eine altersgerechte Ausstattung wert gelegt wurde: eben angelegte Wohnungen, damit keine Hindernisse überwunden werden müssen und speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmte Sanitärbereiche. Insgesamt stehen 42 Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen zur Verfügung, die sich in vier Geschossen entlang der Grafgasse befinden. Jede Wohneinheit ist mit einer 24-Stunden-Notrufanlage ausgestattet.
Servicepaket
Um den älteren Menschen das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, ging die GESIBA eine enge Kooperation mit dem benachbarten Seniorenappartmenthaus "Fortuna" ein. Dadurch ergeben sich eine Vielzahl von Vorteilen.
"Einerseits können die Senioren so lange wie möglich im eigenen Umfeld - mit ihren eigenen Möbeln - wohnen," stellt Prok. Monika Vlach von der GESIBA fest, "andererseits bieten wir, je nach Bedarf ein Paket mit entsprechenden Zusatzleistungen an, die zusammen mit Monatsmiete beglichen werden."
Die Serviceleistungen der Mitarbeiter der "Fortuna" umfassen zum Beispiel Hilfe bei der Wohnungspflege, Verpflegung in der Wohnung, Wäsche- und Putzdienste, bis hin zum Einkaufen und der Versorgung mit Medikamenten.
Sicherheit und Nachbarschaft
Einzigartig ist die Überschaubarkeit des Areals. Der Innenhof kann von jeder Wohnung aus überblickt werden, sodass Kinder nie ganz unbeaufsichtigt sind. Pro Stiege gibt es nicht mehr als 30 Wohnungen. "Eine funktionierende Nachbarschaft hat für die Alltagsqualität einen hohen Stellenwert und erhöht so die soziale Kontrolle und das Sicherheitsgefühl der Bewohner", so stand es in der Ausschreibung formuliert.
Natürlich wurden auch Umweltkriterien berücksichtigt. Ausschließlich ökologisch wertvolles Material kam zum Einsatz, die gesamte Anlage ist nach dem Niedrigenergiehausprinzip errichtet, sodass auch die Betriebskosten so günstig wie möglich sind.
Im Innenhof werden schattenspendende Bäume gepflanzt, sodass der Eindruck der Ruhe und Beschaulichkeit besteht. Die Infrastruktur rund um die Anlage ist besonders attraktiv: funktionierende Nahversorgung, Beisl'n und Kaffeehäuser, Polizei, Arzt und Apotheke - alles befindet sich in Gehnähe. Auch die Verkehrsanbindung ist günstig.
"Mit der Anlage" so der Generaldirektor der GESIBA, Ing. Ewald Kirschner, "gehen wir ganz bewusst ein Experiment ein. Viele reden von Integration und von der Brücke zwischen den Generationen. Wir haben mit dieser Anlage zumindest die Basis dafür geschaffen und soziale Kriterien ebenso wie sicherheitstechnische und psychologische berücksichtigt. Wir alle sind gespannt, inwieweit die Mieter dieses Angebot annehmen und welche Form der Nachbarschaft sich entwickeln wird. Wir sind aber sehr optimistisch."
Informationen zur Troststraße erhalten Sie auf der
Homepage der GESIBA http://www.gesiba.at/
oder unter der E-Mail Adresse office@gesiba.at, bzw.
unter der Telefonnummer der Kundenabteilung 534 77 / 300