WIEN HOLDING

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Di, 22. Juni 2010

Lebensqualität als Auftrag

Interview mit Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner
Als Unternehmen im Eigentum der Stadt Wien arbeitet die Wien Holding für die Menschen, die Wirtschaft und mehr Lebensqualität in der Stadt. Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Renate Brauner im Gespräch über den Konzern und seine Rolle als Motor für Wiens Wirtschaft und treibende Kraft, um Wien noch lebenswerter zu machen.
 
Wien nimmt 2010 wieder weltweit den ersten Platz ein unter den Großstädten mit den höchsten Lebensstandards. Was macht Wien aus Ihrer Sicht so lebenswert?
 
Brauner: Wien ist eine tolle Stadt, weil sie sicher und sauber ist, weil die Öffis bestens funktionieren, weil es Gratis-Kindergärten und ausgezeichnete Schulen gibt. Das Angebot an Kultur- und Freizeitmöglichkeiten ist eines der besten der Welt und die Wirtschaft findet optimale Rahmenbedingungen vor - von gut ausgebildeten Arbeitskräften bis hin zu einer hohen Pro-Kopf-Produktivität. Wir punkten nicht nur in der einen oder anderen Kategorie, sondern wir erreichen Spitzenqualität in so gut wie allen Bereichen. Diese Vielfalt auf höchstem Niveau ist unser größtes Plus, das hat uns an die Spitze gebracht. Es sind natürlich die Wienerinnen und Wiener selbst, die unsere schöne Stadt gestalten und auch prägen und sie weltweit einzigartig machen. Jetzt geht es darum, auch zukünftig mit ganzer Kraft an dieser positiven Entwicklung weiter zu arbeiten.
 
Welche Rolle spielt die Wien Holding, wenn es um die Wirtschaft und die Lebensqualität in der Stadt geht.
 
Brauner: Die Wien Holding spiegelt im Grunde die Vielfalt der Stadt wider. Die Unternehmen des Konzerns arbeiten im Kulturbereich, bei der Entwicklung von Immobilien, im Logistikbereich, im Umweltbereich oder im Medienbereich. Das alles sind Bereiche, die enorm zur Lebensqualität und zum Erfolg der Stadt beitragen. Für die Stadt Wien ist die Wien Holding ein Unternehmen, auf das wir nicht verzichten können und auch nicht wollen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es ein großes Plus, ein Unternehmen wie die Wien Holding zu haben. Über die Unternehmen des Konzerns können wir gezielt investieren und damit Arbeitsplätze sichern und das Wachstum fördern. Und wir werden auch in Zukunft das Unternehmen weiter stärken und ausbauen.
 
Ist die aktuelle Wirtschaftskrise eine solche Herausforderung, die sich mit der Wien Holding besser meistern lässt?
 
Brauner: Es ist leichter eine Krise zu bewältigen, wenn man funktionierende Instrumente zur Verfügung hat. Davon bin überzeugt. Denn erstens haben die Unternehmen der Wien Holding in den letzten Jahren ausgezeichnete Arbeit geleistet und das ist für jedes Unternehmen wichtig, um schwierige Zeiten besser meistern zu können. Zweitens ist die Wien Holding ein wichtiges Instrument, über das wir die Konjunktur stärken können.
 
Die Wien Holding ist ein wichtiger Teil unserer Maßnahmen, mit denen wir uns gegen die Krise stemmen. Insgesamt haben wir in der Stadt ein Konjunktur- und Investitionspaket im Wert von 700 Millionen Euro geschnürt. Damit sichern wir zehntausende Arbeitsplätze, finanzieren fast 4.000 Lehrstellen für unsere Jugendlichen, bauen die Infrastruktur, die U-Bahn und die Spitäler aus. Wir fördern die Forschung, den Wohnbau, den Tourismus und die Kultur. Und wir unterstützen die Wiener Unternehmen, vor allem die KMUs, massiv mit maßgeschneiderten Förderungspaketen.
 
Welche konkreten Projekte laufen aktuell bei der Wien Holding?
 
In den kommenden Jahrenrealisiert die Wien Holding eine Reihe von großen Projekten und investiert zum Beispiel den weiteren Ausbau des Hafen Wien wie etwa in den Hochwasserschutz für den Hafen Albern. Unter dem Titel „Landgewinnung“ im Hafen Freudenau werden neue Flächen für Betriebsansiedlungen und neue Umschlageinrichtungen gewonnen. Im Immobilienbereich startet der Konzern noch heuer mit dem Bau des Wirtschaftspark Breitensee oder dem Projekt STAR22, einem Gebäudekomplex mit gemischter Nutzung im 22. Bezirk. Auch das Stadthallenbad wird um 17 Millionen Euro generalsaniert. Insgesamt beabsichtigt der Konzern, in den Jahren 2010 bis 2012 insgesamt 476 Millionen Euro zu investieren.
 
Was macht den Unterschied aus zwischen der Wien Holding, die im Eigentum der Stadt steht, und anderen Unternehmen, die sich im Privateigentum befinden.
 
Brauner: Für uns steht der Mehrwert für die Menschen im Mittelpunkt. Was bringen die Projekte für die Stadt und ihre Bevölkerung, das ist eine zentrale Frage. Lassen Sie mich das an einem Beispiel erklären: Wenn die Wien Holding eine Immobilie entwickelt, wie zum Beispiel rund um die neue Messe Wien, dann geschieht das immer unter dem Gesichtspunkt, das Umfeld und ganze Stadtteile aufzuwerten. Natürlich müssen sich auch unsere Unternehmen rechnen, sie sind aber keine Gewinnmaximierungsmaschinen. Wir wollen keine Gewinne um jeden Preis machen.
 
Dieser Mehrwert, den die Wien Holding Unternehmen für die Stadt bringen, lässt sich aber auch am Wiener Hafen ausgezeichnet illustrieren. Er ist ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort Wien und er ist ein unverzichtbarer Bestandteil, wenn es darum geht, Wien als internationale Wirtschaftsdrehscheibe zu positionieren. Bis Ende 2010 werden wir mehr als 150 Millionen Euro in die Erweiterung und die Modernisierung des Hafens investiert haben. Genauso ist es im Kulturbereich. Die Kulturbetriebe der Wien Holding werden pro Jahr von 2,5 Millionen Menschen besucht. Das ist ein Wirtschafts- und Tourismusfaktor, bereichert das Kulturangebot in Wien und erhöht die Freizeit- und Lebensqualität. Kultur ist also eine unserer wichtigsten Ressourcen in gesellschaftlicher wie in wirtschaftlicher Hinsicht und damit unverzichtbar für eine weltoffene, tolerante Stadt.

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