
"Wir reagieren auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt, die auch in den kommenden Monaten keine Entspannung erwarten lässt, damit, dass wir im Voranschlag 2006 für Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarkt insgesamt 192 Millionen Euro zur Verfügung stellen, wovon 56 Millionen Euro allein für den Arbeitsmarkt bereitstehen, das ist deutlich mehr als bisher", so Wiens Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder, in dessen Zuständigkeitsbereich auch die Wien Holding gehört.
Die Steigerung der Arbeitslosigkeit betrifft vor allem junge Menschen und Frauen und dabei vor allem Ausländer. Branchenbezogen liegt der Schwerpunkt im Dienstleistungssektor, während die Arbeitslosigkeit am Bau geringfügig gesunken ist. In erster Linie sind von der Arbeitslosigkeit Personen betroffen, die über keine abgeschlossene Schulausbildung verfügen. Hingegen ist die Arbeitslosigkeit bei Personen mit Lehr- oder Fachschulabschluss zurückgegangen.
"Mit Recht ist deshalb die Förderung von gering qualifizierten Personen, die einen Schul- oder Lehrabschluss nachholen wollen, ein zentraler Punkt im Maßnahmenpaket des waff. So ermöglicht das Programm PISA Plus das Nachholen von Lehrabschlüssen, das Bildungskonto steht allen Wienern zur Höherqualifikation offen. Dass gemeinsame Programme von waff und AMS gut funktionieren, zeigt auch der Personalfinder, mit dem Ergebnis, dass die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Stellen um insgesamt 58,3 Prozent gestiegen ist. Das ist vier Mal so viel wie im Österreichschnitt", schloss Rieder.

