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Stadt Wien sichert Spitzenmedizin
10,8 Millionen Euro für den Krankenanstaltenverbund (KAV)
zurück | 03.02.2006
Die Finanzierung des Wiener Krankenanstaltenverbundes mit seinen Spitälern und Geriatrieeinrichtungen ist langfristig gesichert", so Wiens Finanzstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder und Gesundheitsstadträtin Mag. Renate Brauner.
© Manfred Richart
 

"Die Bemühungen der letzten Monate waren sowohl darauf gerichtet, die Qualität der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung in den städtischen Einrichtungen auf hohem Niveau abzusichern und weiterzuentwickeln, als auch die Effizienz im städtischen System zu steigern. Mit dem ausgehandelten Gesamtpaket liegt ein Plan vor, der dies ermöglicht", sagt Rieder.

Erreicht wurde dies in erster Linie durch ein Finanzabkommen zwischen KAV und Gesundheits- und Finanzressort. Weiters stützt sich die Finanzierung auf das bereits umgesetzte Abkommen mit dem Bund betreffend AKH und die Artikel 15a-ABVG-Vereinbarung über die Dotierung des Landesfonds.

10,8 Milliarden Euro insgesamt

Insgesamt ist damit ein Ausgabenrahmen von 10,8 Milliarden Euro für den Wiener Krankenanstaltenverbund auf 4 Jahre bis einschließlich 2009 garantiert. Berücksichtigt sind dabei Kosten dämpfende Maßnahmen mit einer Ausgabenreduktion von 182 Millionen Euro auf 4 Jahre als aliquoter Anteil an der Einbremsung des Aktivitätsaufwandes, festgelegt am 15. November 2005 in einer politischen Vereinbarung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden.

Damit ist auch ein Gesamt-Investitionsvolumen von 922 Millionen Euro gesichert. Nicht eingerechnet sind dabei PPP- Projekte, wie zum Beispiel die Darlehensgewährungen für die Errichtung der Einrichtungen des "Hauses der Barmherzigkeit".

Von den 10,8 Milliarden Euro stammen 6,8 Milliarden Euro aus Mitteln der Stadt Wien einschließlich des Wienanteils an den Finanzmittel des Landesfonds (die Finanzierung des Landesfonds erfolgt sowohl aus Mitteln der Sozialversicherung wie auch aus Finanzmitteln des Bundes und der Bundesländer) und an den Mitteln des GSBG (unechte USt-Befreiung). Aus dem Abkommen zwischen KAV und Stadt Wien direkt kommen 4,7 Milliarden Euro.

Aus dem AKH-Abkommen stammen aus Bundesmitteln 105 Millionen Euro für Investitionen und 174,6 Millionen Euro für den Betriebsaufwand für das Allgemeine Krankenhaus.

Das Abkommen zwischen Stadt Wien und KAV

Das interne Übereinkommen zwischen dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) und der Stadt Wien betrifft die Finanzierung der Krankenanstalten und Geriatrieeinrichtungen des Wiener Krankenanstaltenverbundes für die Jahre 2006 bis 2009. Die Vereinbarung beinhaltet auch Anstrengungen des KAV, Modellversuche zur integrierten Planung, Umsetzung und Finanzierung der fachärztlichen Versorgung im Bereich der Spitalsambulanzen und des niedergelassenen Bereichs zu realisieren. Ein erster Schritt wurde diesbezüglich durch die neue kinderfachärztliche Notdienstordination im AKH schon gesetzt. Das Abkommen direkt garantiert dem KAV rund 4,7 Milliarden Euro.

Das Unternehmen Gesundheit - KAV sichert qualitätsvolle Gesundheitsversorgung und 32.000 Arbeitsplätze

Der KAV betreibt als größter Spitalsträger Österreichs acht Krankenhäuser, fünf Geriatrie- bzw. sechs Sozialmedizinische Zentren sowie 24 Ausbildungsstätten. Er ist Arbeitgeber für rund 32.000 MitarbeiterInnen, die in den verschiedenen KAV- Einrichtungen für medizinische Spitzenleistungen sorgen. Im Jahr 2005 wurden 381.419 PatientInnen stationär betreut. Davon wurden 95.719 als TagespatientInnen behandelt. Pro Jahr werden über 3 Millionen PatientInnen ambulant versorgt.

Die Investitionsschwerpunkte des KAV für die Jahre 2006 - 2009 im Überblick:

Akutversorgung

  • Mutter-Kind-Zentrum im SMZ Süd (75 Millionen Euro)
    Das Gesamtprojekt beinhaltet die Verlagerung des Preyer'schen Kinderspitals und den Neubau der Gynäkologie und Geburtshilfe, der HNO und Urologischen Abteilung sowie der Chirurgie und Anästhesie.
  • Fertigstellung des AKH (71,6 Millionen Euro)
    Dieses Projekt beinhaltet die Modernisierung der AIDS-Station sowie der Station für Knochenmark-Transplantation.
  • Modernisierung der Krankenanstalt Rudolfstiftung (56 Millionen Euro)
    Neben baulichen Renovierungen werden insbesondere medizinische Großgeräte und der OP-Bereich erneuert.
  • Ausbau der Dialyseversorgung (7,5 Millionen Euro)
    Im Wilhelminenspital und in der Krankenanstalt Rudolfstiftung werden neue Dialyseplätze errichtet.
  • Modernisierung des Otto Wagner Spitals (12,9 Millionen Euro)
    Dieses Vorhaben betrifft die Generalsanierung des Internistischen Zentrums sowie die Generalsanierung der Alkoholikerstation.
  • Verbesserung der Intensivversorgung (11 Millionen Euro)
    Die Herzintensivstation im Wilhelminenspital sowie die Intensivstationen im SMZ Ost werden erneuert.
  • Technologische Erneuerungen und Großgeräte (10 Millionen Euro)
    u.a. EDV-Netzwerkorganisation, Digitales Bildsystem RIS/PACS im SMZ Ost, 2. Magnetresonanztomographen im Wilhelminenspital und AKIM (Software zur PatientInnenadministration) im AKH

Ausbildung:

  • Neubau Gesundheits- und Krankenpflegeschule im Süden Wiens (8 Millionen Euro)
  • Ausweitung der Gesundheits- und Krankenpflegeschule im SMZO

Geriatrische Versorgung:

  • Neubau Geriatriezentrum Liesing (55 Millionen Euro)
    Am derzeitigen Standort wird ein neues städtisches Geriatriezentrum mit Tageszentrum errichtet. Der Neubau wird etwa 300 Plätze haben. Es werden ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer eingerichtet. Jedes Zimmer wird über einen eigenen barrierefrei zugänglichen Balkon verfügen.
  • Umsetzung des Wiener Wohn- und Pflegeheimgesetzes (120 Millionen Euro)
    Es wird massiv in strukturverbessernde Maßnahmen bei bestehenden Einrichtungen investiert, wie z.B. max. 4-Bett-Zimmer, wohnliche Atmosphäre, Sozialräume etc.

Informationen:
www.wienkav.at

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