
Mit den 'Vienna Spots of Excellence' wollen wir Wiener Unternehmen dabei unterstützen, langfristiger in die Zukunft zu blicken und die Grundlagen für Produktentwicklungen in den nächsten Jahrzehnten zu schaffen", erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Dr. Sepp Rieder bei der Präsentation des Programms "Vienna Spots of Excellence", gemeinsam mit WKW-Präsidentin KR Brigitte Jank und der ZIT-Geschäftsführerin Mag. Edeltraud Stiftinger.
Mit insgesamt 5,3 Millionen Euro werden drei von Wiener Unternehmen gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen durchgeführte langfristige Forschungsvorhaben unterstützt. Alle geförderten Vorhaben sind im Bereich Life Sciences angesiedelt, ein Beweis für die hohe Dynamik dieses Sektors am Standort Wien.
Aufgrund der ausgezeichneten Beurteilung der Projekte wurde das ursprünglich vorgesehene Budget von 4 Millionen Euro um ein knappes Drittel auf 5,3 Millionen Euro erhöht. Die drei geförderten Vorhaben weisen ein Investitionsvolumen von insgesamt mehr als 13 Millionen Euro auf.
Folgende Vorhaben werden Unterstützt:
Mit Hilfe von Molekularer Mikroskopie unter Anwendung hoch entwickelter Elektronenmikroskopie bei ultratiefen Temperaturen werden dreidimensionale Strukturen sowohl auf zellulärer als auch auf molekularer Ebene sichtbar gemacht. Diese Information ist ein Schlüssel zum Verständnis fundamentaler biologischer Prozesse. Im Speziellen werden molekulare Komplexe untersucht, die eine Rolle in der Kontrolle der Zellteilung spielen, oder im Lauf von Infektionen durch pathogene Keime bzw. auch in der Fortbewegung von Zellen entstehen. Durch diese Arbeiten werden beispielsweise neue Erkenntnisse über Infektionsmechanismen und die Ausbreitung von Tumorzellen erhofft. Die wissenschaftliche Leitung des "CMCN" übernimmt Dr. Thomas C. Marlovits von der Yale School of Medicine.
Im Krankenhaus vorkommende Bakterien sind zunehmend gegen verschiedene Antibiotika resistent und dementsprechend ein immer virulenter werdendes Problem. Das Hauptziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung neuartiger Impfstoffe gegen schwere, in der Klinik erworbene Infektionen, die durch Pseudomonas aeruginosa verursacht werden. Dies sind besonders aggressive, im Krankenhaus vorkommende Keime, die in Leitungswasser, Waschbecken, Spülmaschinen und auch in Desinfektionsmitteln vorkommen können. Sie verursachen eine lebensbedrohliche Blutvergiftung bzw. Sepsis sowie schwere Pneumonie (Infektion der Lunge). Aufgrund der unterschiedlichen Krankheitsausprägungen müssen unterschiedliche Formen eines Impfstoffes entwickelt werden, um sowohl Schutz gegen systemische (Sepsis) als auch Schleimhauterkrankungen (Pneumonie) zu induzieren.
Wissenschaftlicher Leiter des "PAVC" ist Prof. Dr. Bernd- Ulrich von Specht von der Chirurgischen Universitätsklinik der Universität Freiburg in Deutschland.
Ziel des Vorhabens ist die Identifizierung eines oder mehrerer pharmazeutischer Wirkstoffe (so genannte Lead Kandidaten) durch chemische Modifikation des Naturstoffes Glycyrrhizin. Diese Lead Kandidaten dienen als Basis für die Entwicklung von Medikamenten gegen virale Erkrankungen, wie SARS, AIDS, Influenza und Vogelgrippe und sollen in die präklinische und klinische Entwicklung der Onepharm übernommen werden.
Geleitet wird das "ASPEX" von Prof. Dr. Paul Kosma, Leiter des Instituts für Chemie an der Universität für Bodenkultur und Leiter des Christian Doppler Labors "Pulp Reactivity".

