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122 Millionen Euro für Hafenausbau
Neuer Containerterminal bringt Verdoppelung der Kapazitäten - Massiver Ausbau der Straßen- und Bahninfrastruktur
zurück | 10.04.2006
Rund 122 Millionen Euro investieren Stadt Wien, ÖBB und der Wiener Hafen insgesamt in den Ausbau des Wiener Hafens zu einer der modernsten Logistikdrehscheiben in Mitteleuropa. Im Mittelpunkt der Ausbauoffensive steht die Errichtung eines hochmodernen Containerterminals und der Ausbau der Bahn- und Straßeninfrastruktur im und um den Wiener Hafen. Der Wiener Hafen ist ein Unternehmen der Wien Holding.
Wiener Hafen - Hafen Freudenau
 

Mit dieser Investition wird der Wiener Hafen zu einem der leistungsfähigsten und größten Binnen-Containerterminals Europas mit einer Umschlagsmenge von 400.000 Containereinheiten (TEU). Die heutigen Kapazitäten werden damit verdoppelt", erklärten Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder und Mag. Martin Huber, Vorstandssprecher der ÖBB-Holding AG.

Um das Ausbauprogramm sofort realisieren zu können, übernimmt die Stadt Wien die Vorfinanzierung der Investitionskosten bis zum Jahr 2012. Der entsprechende Beschluss wird vom Wiener Gemeinderat in der Sitzung am Freitag beschlossen.

Größtes Ausbauprogramm in der Geschichte des Wiener Hafens

Das größte Ausbauprogramm in der Geschichte des Wiener Hafens besteht aus folgenden Teilprojekten: Ende 2006 wird mit der Errichtung des neuen Containerterminals sowie dem Umbau und der Modernisierung des bisherigen Terminals begonnen. Gleichzeitig wird die Bundesstraße 14 (Handelskai) aus dem Zentrum des Hafengeländes in den Randbereich, und zwar in die Seitenhafenstraße verlegt und das Hafengelände über eine neue Donaukanal-Brücke an die A4-Ostautobahn angebunden. Insgesamt 72,2 Millionen Euro werden in die Terminalerweiterung, den Terminalumbau und die Straßen- und Brückeninfrastruktur investiert. Weiters stellt die ÖBB-Infrastruktur Bau AG die Verbindung der Donauufer- mit der Donauländebahn wieder her, und zwar durch den Neubau der Freudenauer Hafenbrücke, die über die Hafeneinfahrt und den Donaukanal führt. Damit erhalten der Hafen und der Containerterminal eine direkte Verbindung mit dem Zentralverschiebebahnhof Kledering. Die ÖBB-Infrastruktur Bau AG finanziert diesen Lückenschluss im Eisenbahnnetz in Wien mit 50 Millionen Euro. Insgesamt investieren ÖBB und Stadt Wien in den Ausbau des Wiener Hafens und der regionalen Eisenbahninfrastruktur 122 Millionen Euro.

Mit den Bauarbeiten für den Terminal und die Infrastrukturmaßnahmen wird noch im vierten Quartal 2006 begonnen. Das eisenbahnrechtliche Genehmigungsverfahren ist bereits abgeschlossen und die Ausschreibung für das Projekt wird derzeit vorbereitet. Der neue Terminal soll dann spätestens bis Ende 2008 eröffnet werden. Die Fertigstellung für die Straßen- und Schieneninfrastruktur ist für Anfang 2009 vorgesehen.

Die Stadt Wien übernimmt die Vorfinanzierung im Zeitraum 2006 bis 2012 bis zu einer maximalen Höhe von insgesamt 95,8 Millionen Euro und gewährleistet damit, dass sowohl die Terminalerweiterung wie auch die Verbindung der Donauufer- mit der Donauländebahn so schnell wie möglich realisiert werden können. In den Jahren 2011 und 2012 erfolgt dann durch die ÖBB-Infrastruktur Bau AG die Rückzahlung der Beträge an die Stadt Wien. Der Vorfinanzierungsvertrag wurde vom Wiener Gemeinderat beschlossen.

Die Investitionen im Detail: Allein für die Erweiterung des Kombiterminals Freudenau sind Investitionen in der Höhe von 72,2 Millionen Euro geplant. 45,8 Millionen Euro davon werden von der ÖBB-Infrastruktur Bau AG investiert, 14 Millionen von der Stadt Wien (für die Verlegung der B14), 7,4 Millionen von der WienCont Terminal GmbH und 5,0 Millionen stellt der Wiener Hafen in Form von Grundstücken zur Verfügung. Die Kosten für die Verbindung der Donauufer- mit der Donauländebahn in der Höhe von weiteren 50 Millionen Euro, um den Terminal direkt an den Zentralverschiebebahnhof Kledering anzubinden, trägt die ÖBB-Infrastruktur Bau AG.

Modernstes Containerumschlagzentrum mit vier Gleisen

Der neue Containerterminal ist als modernes, viergleisiges Containerumschlagzentrum samt den dazu notwendigen Verkehrs- und Betriebsflächen geplant. Mehr Stellplätze für Container, ein ausgeklügeltes Verkehrsleitsystem und die neue durchgängige Gleisverbindung werden dem Terminal zu neuer Bedeutung verhelfen. Auf einer Länge von 650 m werden zwei Portalkräne für einen optimalen Umschlag zwischen Straße und Schiene sorgen. Das Beladen und Entladen der Züge erfolgt nahezu vollautomatisch.

Wiener Hafen: Starke Logistikdrehscheibe für die gesamte Region

Im Logistikzentrum Hafen Wien - es umfasst das gesamte Hafenareal, die Stadt Wien-Tochter Wiener Hafen und alle dort ansässigen privaten Firmen - werden jährlich mehr als 10 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Etwa 45 Prozent davon (4,5 Millionen Tonnen) entfallen direkt auf den Bereich der in der Wien Holding angesiedelten Wiener Hafen Gruppe (Wiener Hafen GmbH & Co KG und Töchter).

Das Logistikzentrum Hafen Wien ist mit einer Fläche von 3,5 Millionen Quadratmetern eines der größten Güterverkehrszentren Österreichs, das auch den größten öffentlichen Donauhafen Österreichs mit den Frachthäfen Freudenau, Albern und Lobau sowie den Personenhafen bei der Reichsbrücke beherbergt. Neben den Gesellschaften der Gruppe Wiener Hafen (Stadt Wien) haben sich mittlerweile rund 120 hauptsächlich logistiknahe Unternehmen angesiedelt.

Eckdaten zum Ausbauprogramm Terminal Freudenau

  • Investitionsvolumen: 72,2 Millionen Euro
  • Baubeginn: 2006
  • Fertigstellung: 2008/2009

    Lückenschluss Donauufer- und Donauländebahn

  • Investitionsvolumen: 50 Millionen Euro
  • Baubeginn: 2006
  • Fertigstellung: 2008/2009

    Informationen:
    www.wienerhafen.at

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