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30 Millionen Euro für Wiener KMU
Wiener Förderoffensive für mehr Innovation und Beschäftigung WWFF und aws fördern produktionsorientierte Wiener KMU
zurück | 21.04.2006
"Mit dem Förderungspaket will die Stadt Wien mehr Innovation und Beschäftigung schaffen", erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder bei einem gemeinsamen Mediengespräch am Mittwoch mit WKW-Präsidentin KR Brigitte Jank und DI Dr. Bernd Riessland, Geschäftsführer des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF).

"Aktuelle WIFO-Analysen zeigen ein Anspringen der Konjunktur in allen Wirtschaftssektoren. Das hat mehr Investitionen von Seiten der Wiener Betriebe zur Folge. Laut aktuellem WIFO- Investitionstest werden die Bruttoanlageinvestitionen um rund 2,7 Prozent steigen. Besonders kräftig soll der Investitionsanstieg in der Sachgütererzeugung ausfallen. Dort liegt das Plus bei rund 8 Prozent", erklärt WKW-Präsidentin Brigitte Jank. "Genau dort und bei den produktionsnahen Betrieben setzen der WWFF und das austria wirtschaftsservice ihren aktuellen Förderschwerpunkt: Mit den 15 Millionen Euro speziell für Innovationen in Klein- und Kleinstbetrieben mit bis zu 49 Beschäftigten werden Investitionen in innovative Anlagen, Produkte und Verfahren effizient unterstützt", so Jank weiter.

Förderoffensive für mittlere Betriebe

Die Förderoffensive für Klein- und Mittelbetriebe erfolgt über zwei Schienen: Für die Klein- und Kleinstunternehmen (Betriebe mit 1 bis 49 Mitarbeitern) bietet der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) heuer im Rahmen des Fördermoduls "Innovationen in Kleinunternehmen" insgesamt drei Förderwettbewerbe an. Der erste startet Ende April für Betriebe mit 16 bis 49 Beschäftigten. Der zweite Wettbewerb beginnt Ende Juni für Betriebe mit 6 bis 15 Mitarbeitern und ab Ende Juli können die Kleinstbetriebe mit 1 bis 5 Beschäftigten einreichen. Pro Betrieb sind Fördergelder in der Höhe von bis zu 100.000 Euro möglich, bei einer Förderquote von maximal 50 Prozent.

Zahlen und Fakten zu Kleinbetrieben in Wien

Die Struktur der Wiener Wirtschaft ist von Klein- und Mittelbetrieben geprägt. Gemäß EU-Klassifikation gelten Betriebe mit maximal 49 Beschäftigten als Kleinbetriebe. Kleinstbetriebe beschäftigen weniger als 10 Personen. Als Mittelbetriebe werden Betriebe mit 50 bis 249 Mitarbeiter gewertet.

Wien hat mit rund 72.000 Betrieben die meisten Unternehmen aller österreichischen Bundesländer. Neben 35.900 Unternehmen ohne MitarbeiterInnen gibt es in Wien rund 35.000 kleine (bis 49 Beschäftigte) und mehr als 1.100 mittlere (bis 249 Beschäftigte) Betriebe. Die Klein- und Mittelbetriebe machen in Summe 99,4 Prozent der Wiener Arbeitgeberbetriebe aus und beschäftigen insgesamt rund 310.000 Menschen. Das entspricht über zwei Drittel der Mitarbeiter in der gewerblichen Wirtschaft in Wien und rund 40 Prozent aller unselbstständig Beschäftigten Wiens. Der Anteil der Großunternehmen in Wien liegt bei 0,6 Prozent oder 215 Unternehmen.

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