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Wiener Festwochen im Zeichen Mozarts und Freuds
Vereinigte Bühnen Wien und Wien Holding setzen Akzente
zurück | 02.05.2006
Die ?Dominatoren? der diesjährigen Wiener Festwochen vom 12. Mai bis 18. Juni sind beide Jubilare: Sigmund Freud und Wolfgang Amadeus Mozart. Die Holding-Tochter Theater an der Wien, das dritte und neue Opernhaus in Wien stehen im Mittelpunkt: Die ?Zauberflöte? in einer Inszenierung von Krystian Lupa, ?Cosi fan tutte? von Patrice Chéreau und Specials in der Szene Wien, die ebenfalls von der Wien Holding-Tochter Stadthalle gemanagt wird. Zudem ist auch das Organisationsbüro des Mozart Jahres 2006 bei der Wien Holding angesiedelt.

Mozart im Mittelpunkt

Drei Mozartopern stehen im Mittelpunkt des Musikprogramms der Festwochen. "Die Zauberflöte" mit Daniel Harding am Pult in der Inszenierung von Krystian Lupa, "Cosi fan tutte", ebenfalls mit Daniel Harding, Regie Patrice Chéreau, beide im Theater an der Wien und "Zaide" im Jugendstiltheater, musikalisch geleitet von Louis Langrée, Regie Peter Sellars, stellen verschiedene Zugänge zum Werk des Jahresregenten zur Diskussion.

Den zeitgenössischen musikalischen Kommentar zum Jubiläumsjahr liefert Olga Neuwirth mit dem Auftragswerk "Der Don Giovanni-Komplex", das die Komponistin rund um einen Musikwettbewerb und unerfüllte Preishoffnungen ansiedelt.

Into the City

"Into the City " gehen die Festwochen an fünf Wochenenden mit einem Programm bei freiem Zugang, das eine Brücke zwischen den musikalischen Ethnien der Stadt schlägt und auch soziales Engagement zeigt. So werden in der "Night of Lovesongs" 14 Lokale am Gürtel, darunter auch Rotlicht-Klubs bespielt. Im "Club 5" in der ehemaligen Bundesanstalt für Pflanzenbau und Samenprüfung Am Tabor wird ebenso dem musikalischen Kosmos Wien und Mitteleuropa gehuldigt wie in den Spielkäfigen am Margaretengürtel, wo sich die junge Rap- und Breakdance-Szene präsentiert.

Internationales Schauspiel

Aus China, Europa, Japan, Südafrika und den USA kommen die Schauspiel­produktionen, mit denen die Festwochen menschliche Gefühlslandschaften bis ins Extrem auskundschaften.

Zu Gast aus Düsseldorf ist Jürgen Gosch mit seiner Inszenierung von "Macbeth" (Halle E, Museumsquartier), von Jürgen Gosch ist auch die Inszenierung von "Wer hat Angst vor Virgina Woolf" vom Deutschen Theater Berlin, die im Volkstheater gezeigt wird. Luc Bondy bringt seine Uraufführung von Botho Strauß' "Schändung" nach Shakespeares "Titus Andronicus" nach Wien (Halle E, Museumsquartier) und inszeniert im Akademietheater die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Fosses "Schlaf", eine poetisch-theatralische Meditation über das Altern. "Motortown" von Simon Stephens in der Halle G, ein Gastspiel des Londoner Court Theatre rund um britische Irak-Heimkehrer setzt sich ebenso mit politischer Gewalt auseinander wie "Faces" von John Cassavetes, eine Produktion des Deutschen Schauspielhauses Hamburg, ebenfalls in der Halle G.

Exotische Farben ins Festwochen-Programm bringen die Produktionen "Cathay; 3 Tales of China" in der Halle E und "The Gospel at Colonus" eine Soul-Gospel-Version von "Ödipus in Kolonos" im afroamerikanischen Milieu in den USA, in der Gustav Adolf Kirche in Mariahilf.

Wiederbegegnungen mit Erfolgsproduktionen stehen ebenfalls auf dem Programm: Claus Peymann und Hermann Beil spielen sich selbst in drei Bernhard-Dramoletten, darunter "Claus Peymann kauft sich eine Hose", in der Halle G. Und Christoph Marthalers grandiose Produktion "Schutz vor der Zukunft" ist wieder im Jugendstiltheater zu sehen.

Karten und Informationen:

Der "physische" Kartenverkauf begann am Samstag, 29. April im Kartenbüro der Festwochen in der Lehárgasse 3a, Samstag bis Mittwoch von 10 bis 18 Uhr und Donnerstag und Freitag von 10 bis 19 Uhr. Tel: 01/589 22-456

Weitere Verkaufsstellen sind im Wien-Ticket-Pavillon am Karajan-Platz und im Theater an der Wien.

Information:
Internet: www.festwochen.at/
Festwochen Service Telefon: 01/589 22 22

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