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Städtetag 2006: Die Menschen zieht es in die Städte!
Demographischer Wandel in Österreichs Städten
zurück | 31.05.2006
Österreich wird einwohnermäßig auch in Zukunft wachsen, jedoch tendenziell eine ältere Gesellschaftsstruktur aufweisen. In Österreich werden in erster Linie die Städte und die Umlandräume mittel- und langfristig deutliche Bevölkerungszuwächse zu verzeichnen haben. Die Wanderungsbewegungen laufen regional und überregional jeweils auf städtische Zentren, Ballungsräume, Bezirksstädte und zentrale Orte zu.
v.li.n.re.: Gen.-Sekr. Dr. Erich Pramböck, Bgm. Dr. Michael Häupl und der Bürgermeister von Graz Mag. Siegfried Nagl
© Pressefoto Votava

Eindeutiger Trend: Die Menschen zieht es in die Städte - mehr denn je. Die Zahl der unter 15jährigen steigt von 2001 bis 2030 in städtischen Räumen um 11 %. Ähnlich ist die Entwicklung im Segment der 15-19jährigen. Von 2001 bis 2030 verzeichnen die städtischen Bezirke bei den Personen im erwerbsfähigen Alter (20-64) leichte Zuwächse.

Alleine bis 2030 wird Österreichs Bevölkerungsstand einen Wert von etwa 8,8 Millionen Menschen erreichen (dzt. 8,0 Mio.). Aufgrund der steigenden Lebenserwartung ist die Bilanz von Geburts- und Sterbefällen ausgeglichen. Österreichs Einwohnerplus wird durch Zuwanderung zustande kommen. Nach Expertenschätzungen wird der jährliche positive Zuwanderungssaldo zwischen 25.000 und 30.000 Personen betragen.

Die Anzahl der über 85-Jährigen steigt von 133.000 im Jahr 2005 auf etwa 300.000 im Jahr 2030. Das statistische Durchschnittsalter steigt von aktuell 40 Jahren auf 45 Jahre im Jahr 2030. Die Lebenserwartung erreicht bei Männern 2030 den Wert von 81,3 Jahren, bei Frauen den Wert von 86,4 Jahren.

"Während sich Städte in anderen Ländern über das Schrumpfen den Kopf zerbrechen, machen sich Österreichs Städte Gedanken über den Bevölkerungszuwachs, den erforderlichen Wandel in der kommunalen Infrastruktur - vor allem die Finanzierung - und neue generationsgerechte Betreuungsangebote", so Städtebund-Präsident Bürgermeister Dr. Michael Häupl.

"Die Botschaft ist klar: Österreichs Städte sind künftig mehr denn je die Zentren, denen junge Menschen zustreben. Österreichs Städte bieten Ausbildungsplätze, gute Sozial- und Wohninfrastrukturen, hochwertige Dienstleistungen der Daseinsvorsorge sowie darüberhinaus durch eine strategische Standort-, Innovations- und Wirtschaftspolitik zukunftsträchtige Arbeitsplätze", resümiert Städtebund-Präsident Bgm. Häupl.

"Das ist eine strukturelle Zukunftsentwicklung, ein klares Votum und politischer Auftrag für den Lebens- und Arbeitsraum Stadt", so Präsident Häupl. Allerdings müsse man dabei ebenso die Situation der Städte wie jener Räume im Auge behalten, aus denen Menschen zuwandern: "Österreichs Städte müssen damit weitere Betreuungs- und Serviceleistungen übernehmen, haben aber mittel- und langfristig nicht jene Finanzausstattung, die dafür erforderlich ist", gibt der Städtebund-Präsident zu bedenken.

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