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Museum mit europäischer Dimension in der Rinderhalle"
Mumok-Direktor Edelbert Köb präsentierte sein Konzept für St. Marx
zurück | 08.06.2006
Im Mumok mit seinen 4.500 Quadratmetern kann Direktor Edelbert Köb die Geschichte der Kunst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts und den Sammlungsbestand unmöglich adäquat präsentieren. Köb machte sich daher auf die Suche nach einem anderen geeigneten Ort. Und er stieß auf die zwei denkmalgeschützten Rinderhallen des ehemaligen Schlachthofes St. Marx, 1879 bis 1891 nach den Plänen von Rudolf Frey errichtet. Seit der Stilllegung 1998 versucht die Stadt eine Nutzung für das ramponierte und aufgrund der Tangente bereits verkürzte Eisenskelettbauwerk neben dem architektonisch herausragenden T-Mobile-Center zu finden. Bisher allerdings ohne Erfolg. Nun gibt es eine Lösung.

Rudolf Mutz, Direktor der Wiener Stadtentwicklung (WSE), zeigt sich angetan. Zuerst soll einmal der Bestand gesichert werden. An wen die beiden nebeneinander liegenden, je 9.000 Quadratmeter großen Hallen vermietet werden, ist daher noch offen.

Das Projekt eines Mumok21, ist letzten Monaten mehrfach präsentiert, bei Bürgermeister Michael Häupl und weiteren Stadtpolitikern auf hohes Interesse gestoßen.

Die nördliche Halle wäre das eigentliche Mumok21: Untergebracht würde ein zweigeteiltes Schaulager für die Kunst ab 1980 (1500 Quadratmeter), eine Halle für Sonderausstellungen (650 Quadratmeter), eine Bereich für die Präsentation von Privatsammlungen (600 Quadratmeter), eine Ausstellungsfläche zum Beispiel für Großskulpturen und Installationen (3140 Quadratmeter), ein unterirdisches Depot (2380 Quadratmeter) und eine Veranstaltungsfläche (1670 Quadratmeter). Jannis Kounellis und Anselm Kiefer, von Köb kontaktiert, stellten bereits in Aussicht, für die Rinderhalle Werke mit Symbolcharakter zu produzieren.

In der zweiten Halle könnte eine lichtdurchflutete Shopping- und Freizeitmeile mit mediterranem Flair entstehen. Aber auch andere Nutzungen, die synergetische Effekte haben, seien möglich. Man verhandle daher, so Köb, mit Developern und Interessenten.

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