
"Wir erhöhen damit neuerlich die für Jugendausbildung im Rahmen des JASG eingesetzten Mittel um mehr als ein Drittel, und zwar um 3,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Dazu kommen 650.000 Euro für die Fortsetzung der erfolgreichen waff-Maßnahmen Lehrstellenakquisiteure und LehrlingsausbildnerFörderung. Ich halte das für durchaus gerechtfertigt, wenn wir verhindern wollen, dass die berufliche Ausweglosigkeit vieler Jugendlicher zum sozialen Problem wird und damit letztendlich uns alle ein Vielfaches kostet", so Rieder weiter. Auch die Wien Holding wird sich dieser Initiative anschließen und verstärkt Lehrlinge aufnehmen. "Für uns ist das eine soziale und wirtschaftspolitische Verpflichtung", so die beiden Wien Holding Geschäftsführer Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA, und Peter Hanke unisono.
Mit den 11,5 Millionen Euro sichert die Stadt Wien die Mitfinanzierung von insgesamt 1.075 Lehrlingsstiftungsplätzen und 3.230 JASG-Lehrgangsplätzen. Konkret werden dazu 2.300 neue JASG- Plätze geschaffen. 800 davon sind Stiftungsplätze. Weitere 2.000 Plätze stehen für jene Lehrlinge bereit, die sich bereits in einer Stiftung bzw. einem Lehrgang befinden und nun die Möglichkeit erhalten, ihre Ausbildung dort fortzusetzen.
Im Rahmen des Jugendausbildungs-Sicherungsgesetzes werden zwei Kategorien von Ausbildungsplätzen für Lehrlinge angeboten. Einerseits sind das die Stiftungsplätze, wie zum Beispiel in den Lehrwerkstätten bei Kapsch, den ÖBB oder bei Jugend am Werk und in Zukunft auch bei der Wien Holding. Dort können Jugendliche ihre gesamte Lehrausbildung - also über alle Lehrjahre hinweg - absolvieren. Andererseits stehen die JASG- Lehrgänge zur Verfügung, die zunächst auf das erste Lehrjahr angelegt sind. Finden die Jugendlichen in der Folge keine reguläre Lehrstelle, werden sie für die weitere Lehrzeit im JASG-Lehrgang verlängert.
waff-Initiativen wie Lehrlingsfinder und Lehrlingsausbildner-Förderung
Über den waff setzt die Stadt Wien weitere zusätzliche Maßnahmen. So werden Unternehmen finanziell unterstützt, die in die Lehrausbildung investieren, indem der waff die Kosten für die Lehrlingsausbildner übernimmt. Gemeinsam mit dem Wiener AMS und der Wirtschaftskammer Wien setzt der waff auch auf so genannte Lehrstellenakquisiteure und Lehrlingsfinder. Diese unterstützen Wiener Betriebe bei der Einstellung von Lehrlingen mit intensiver Beratung und Vorselektion. Dabei konzentriert man sich auf Betriebe, die bisher keine Lehrlinge ausgebildet haben. In diese Maßnahmen investiert die Stadt Wien im Jahr 2006 insgesamt 650.000 Euro.

