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Erfolgsjahr 2005 für die Wiener Stadtwerke
Umsatzsteigerung und Ergebnisverbesserung
zurück | 29.06.2006
Die Wiener Stadtwerke mit ihren Tochtergesellschaften Wien Energie, Wiener Linien, Bestattung Wien und BMG konnten im Geschäftsjahr 2005 beinahe eine Verdoppelung des Konzernjahresüberschusses von 37,2 Mio. Euro gegenüber 19 Mio. Euro im Vorjahr erzielen. Damit wurde das beste Ergebnis seit der Ausgliederung 1999 erwirtschaftet, gab Wiener Stadtwerke- Generaldirektor Felix Joklik bekannt.

Der Konzernumsatz stieg um rund 100 Mio. Euro auf 2.184 Mio. Euro. Anteilsmäßig tragen dazu die operativen Konzern- Geschäftsfelder Energie mit der Erzeugung, Verteilung und Vertrieb von Strom, Gas und Fernwärme mit

75 Prozent, der öffentliche Personennahverkehr mit den Wiener Linien und den Wiener Lokalbahnen mit 18 Prozent und der Bestattungsbereich mit 1 Prozent bei. Sechs Prozent des Umsatzes kommen aus den Bereichen Telekommunikation, Facility Management, Müll- und Sonderabfallverwertung. Das EGT stieg gegenüber dem Vorjahr um 41,7 Prozent und beträgt 28,5 Mio. Euro. Der Konzernbilanz-gewinn beläuft sich auf 28,6 Mio. Euro, nach 15 Mio. Euro im Vorjahr.

Rekordwert bei Investitionen

Das Investitionsverhalten der Wiener Stadtwerke ist von infrastrukturell-unter-nehmerischem Weitblick geprägt und dient der qualitativen Verbesserung und Absicherung der Energie- und Verkehrsnetze. In Summe belief sich das Investitionsvolumen 2005 auf 907,8 Mio. Euro, das sind um 12,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach 2004 wurde somit auch 2005 ein Rekordwert in der Unternehmensgeschichte erreicht. Bei den Wiener Linien lag der Schwerpunkt in der Fortsetzung des Ausbaus der U-Bahn-Linien U1 und U2 sowie in der Anschaffung von weiteren Niederflurstraßenbahnen und -autobussen. Bei Wien Energie entfiel der Großteil auf die Erneuerung der Strom- und Gasnetze. Die größten Auftragnehmer der WSTW-Investitionstätigkeiten sind die Bauwirtschaft (Hoch-, Tief-, Straßen- und Tunnelbau), die Elektro- und Fahrzeugindustrie, aber auch die Stahlindustrie, Holzverarbeitungs- und Kunststoffindustrie.

Wien Energie verbessert Umsatz- und Ertragslage weiter

Der Energiebereich bildet mit 1.790 Mio. Euro (2004: 1.709 Mio. Euro) die wichtigste Umsatzkomponente. Trotz des Rückgangs der Netzerlöse aufgrund der von der Regulierungsbehörde verordneten Netzpreissenkungen konnte 2005 durch höhere Strom- und Wärmeerlöse eine Umsatzsteigerung von 4,7 Prozent erzielt werden. Das EGT verbesserte sich um 8,3 Prozent auf 106,9 Mio. Euro.

Wiener Linien mit neuem Höchstwert

Der Verkehrsbereich profitierte von der positiven Tourismusentwicklung und dem geänderten Verkehrsverhalten und erzielte 2005 im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzanstieg von 2,6 Prozent auf 354,0 Mio. Euro. Mit 747 Millionen Fahrgästen wurden um 11,5 Millionen Kunden mehr transportiert als 2004. Die Anzahl der Jahreskartenbesitzer erreichte einen Spitzenwert von 313.000. Umgelegt auf die Gesamtbevölkerungszahl von Wien bedeutet dies, dass etwa jeder vierte erwachsene Wiener eine Jahresnetzkarte verwendet.

Immobilienprojekt TownTown wird forciert

Als Zwischenholding fokussierte die Wiener Stadtwerke Beteiligungsmanagement-gesellschaft BMG 2005 auf die Beteiligungsverwaltung und das Beteiligungs-controlling. Mit dem Immobilienprojekt TownTown, das in Kooperation mit der Soravia- Gruppe und der Schweizer Swiss Town Consult betrieben wird, wird eines der größten Public-Privat-Partnership-Vorhaben Österreichs realisiert. Ein neuer BMG-Schwerpunkt wird mit dem Projekt Nachhaltigkeit gesetzt, mit dem sich die Wiener Stadtwerke als zukunftsorientierter Multi-Utility-Konzern mit sozialer Verantwortung präsentieren.

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