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Wien hat das kühlste Wasser unter Europas Metropolen
zurück | 20.07.2006
Das Wasser kommt in der Bundeshauptstadt beinahe eisgekühlt aus dem Hahn. Mit diesem Wert liege Wien objektiv an der Spitze der europäischen Metropolen, bestätigte Hans Sailer, Chef der Wiener Wasserwerke, im APA-Gespräch. Selbst in der höchsten Hitzewelle sprudelt das Wasser aus keinem Wiener Hahn mit mehr als zehn Grad Celsius.

Dies verdankt Wien den Hochquellen. Im Sommer wird das Wasser etwa beim Hochschwab in der Steiermark sechs Grad Celsius kalt gewonnen.

In London und Paris, wo nur Oberflächenwasser zum Einsatz komme, könnten am Wasserhahn im Sommer bisweilen 20 Grad Celsius gemessen werden. Hier hängt die Temperatur rein vom zuliefernden Fluss ab.

Unerheblich für die genaue Temperatur am Hahn ist - obwohl oftmals fälschlich verdächtigt - das Alter des Hauses. Wasser im Altbau erwärmt sich mit der gleichen Geschwindigkeit wie im Neubau, stellte Sailer klar. Entscheidend ist hingegen, ob bei Mehrfamilienhäusern ein Nachbar kurz zuvor Wasser verwendet hat oder man als Erster den Hahn aufdreht. Dann dauert es einige Sekunden, bis das wirklich kühle Nass fließt.

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