
Die neue Leitstelle in Erdberg wird Schritt für Schritt die bisherige Zentrale am Karlsplatz ablösen. Schon heute werden von Erdberg aus Teile des Wiener U-Bahn-Netzes - die Linien U2, U3 und U6 - überwacht. Die U1 folgt am 2. September 2006, wenn der neue 4,6 km lange Streckenabschnitt mit den Stationen Kagraner Platz, Rennbahnweg, Aderklaaer Straße, Großfeldsiedlung und Leopoldau eröffnet wird. Die Aufsicht über die U4 wird voraussichtlich Mitte 2007 übernommen werden. Dann ist die neue Leitstelle in Erdberg endgültig in Vollbetrieb und ersetzt die alte 1978 in Betrieb genommene Leitstelle am Karlsplatz komplett.
Die neue Leit- und Sicherheitszentrale ist das Herzstück des Wiener U-Bahn-Systems. Bis zu 50 Mitarbeiter steuern und überwachen den U-Bahnbetrieb. So erfolgt von der Leitstelle aus die Fernsteuerung der Energieversorgung und des Fahrbetriebs sowie die Fernüberwachung der Stationen. Die Mitarbeiter der Wiener Linien können zum Beispiel den Zugslauf, den Zustand der Stromschiene, das Tunnellicht oder die Brandentlüftung überwachen. Eventuelle Probleme im Betrieb der U-Bahn werden sofort erkannt, entsprechende Maßnahmen eingeleitet und die Fahrgäste darüber informiert, wie sie sich richtig verhalten sollen.
Zusätzliche Sicherheitstechnik um 700.000 Euro in jedem neuen V-Wagen - Sämtliche Züge mit Notbremsüberbrückung
Die neueste Generation der Wiener U-Bahnzüge, der so genannte V-Wagen - das Nachfolgemodell des Silberpfeils - verfügt über zahlreiche sicherheits- und brandschutztechnische Neuheiten, wie zum Beispiel Rauchmelder am Dach des Fahrzeuges, Temperaturfühler am Untergestell und Rohrleitungen mit Spritzdüsen zur besseren Brandbekämpfung. Jeder V-Wagen hat zusätzliche Sicherheitseinrichtungen im Wert von 700.000 Euro an Bord. Der Prototyp für dieses Fahrzeug läuft bereits seit fünf Jahren problemlos im Probebetrieb.

