Neuer "Kinder-Baedecker" für Wien erschienen
Falter bringt Neuauflage von "Kind in Wien"
Im Jahr 1987 startete dieser sachdienliche Versuch einen "Alltags"-Überblick für Familien bzw. Kinder in Wien zu schaffen noch mit 200 Seiten. Die in der Zwischenzeit dazu gekommenen 300 Seiten bedeuten nicht nur ein Anwachsen von Adressen im Hunderter- Bereich, sondern sie zeigen letztendlich auch an, wie sehr sich in diesen 20 Jahren städtische "Kinderalltagskultur" weiter entwickelt hat: Von Kinder-Hotlines bis zu durchwegs ambitionierten Kinder-Angeboten in bis dahin klassischen kinderfernen Institutionen, wie Museen oder Theaterbühnen.
Zugleich, und auch dafür darf das neue "Kind in Wien" als Beweis angeführt werden, zeigt sich aber auch, dass die Kommerzialisierung, oder netter gesagt: der "Kinder-Markt" in Wien viele neue Dienstleistungen, sprich: Jobs geschaffen hat, die früher so nicht denkbar gewesen wären. So gesehen erzählen die diversen Adressen für Spracherwerb und Rhetorik, Körperbewusstsein und Neue Medien-Angebote zugleich auch - wenn auch nur flüsternd - eine Geschichte eines veränderten Sorgen- und Furchthaushaltes von Kindern und deren Eltern.