
Der Wiener Hafen wird damit zu einem der leistungsfähigsten und größten Binnen-Containterteminals Europas, mit einer Umschlagsmenge von bis zu 400.000 Containereinheiten (TEU). Der neue Terminal soll spätestens Ende 2008 seinen Betrieb aufnehmen.
"Wien hat sowohl topographisch als auch politisch eine herausragende Position", so Peter Hanke, Geschäftsführer der Wien Holding und für den Cluster Logistik verantwortlich. "Wien liegt am Schnittpunkt der großen Binnenwasserstraßen, der Vienna International Airport und der Flughafen Bratislava sind wesentliche Hubs für den Transfer nach Osteuropa, die großen Bahn- und Straßentransversalen berühren ebenfalls Wien. Zudem entstehen im unmittelbaren Umfeld große Produktionscluster. Man denke nur an den steirischen oder an den neuen slowakischen Autocluster. Die Chancen für den Wiener Hafen sind groß. Man muss sie jetzt nutzen und jetzt das Geld für große Investitionen in die Hand nehmen."
Stadt Wien finanziert vor
Die Stadt Wien wird deshalb auch den Kostenanteil, der auf den Partner ÖBB entfallen würde, vorfinanzieren, damit die im zweiten Weltkrieg zerstörte Eisenbahnbrücke über die Hafeneinfahrt Freudenau und die Brücke über den Donaukanal raschest möglich wieder errichtet werden. Die Donauuferautobahn kann so direkt an den Zentralverschiebebahnhof Kledering angebunden werden.
Die neue Brücke über den Donaukanal wird außerdem das gesamte Hafengelände direkt an die Ostautobahn (A4) anschließen. "Damit ist die Anfahrt zum Hafen deutlich verbessert, Transporte können rascher und zügiger abgewickelt werden, die Aufnahmekapazität des Wiener Hafens steigt", so Peter Hanke.
Bereits im Betrieb: Die Rohstofflagerhalle
Bereits seit einiger Zeit in Betrieb sind eine neue Rohstofflagerhalle für eine Kapazität von 6.000 Tonnen sowie ein mobiler Hafenkran mit einer Tragkraft von 10 Tonnen.
Ebenfalls noch im Jahre 2006 wird das neue Hafentor fertig gestellt: 26 Meter breit und 14 Meter hoch. Damit wird der Hafen Freudenau auch endgültig hochwassersicher gemacht. Alleine diese Investition beträgt etwa 14,5 Millionen Euro, wobei das Infrastrukturministerium sich zu 50 Prozent an den Kosten beteiligt.
Zukunft Kombinierter Verkehr
Der Kombinierte Verkehr weist enorme Zuwachsraten auf " vor allem in Richtung Zentral- und Osteuropa und auch nach Südosteuropa. "Wien hat dabei eine herausragende Stellung als Umschlagplatz, Logistikcenter und Verteilerknoten. Diesen Vorteil kann kaum ein anderer europäischer Binnenhafen für sich in Anspruch nehmen", resümiert Peter Hanke.
Zukunftspläne im Entertainmentbereich
In den kommenden Jahren soll der Wiener Hafen und das Gebiet um den Hafen auch für alle Wiener und Wienbesucher zu einem Multientertainmentcenter ausgebaut werden. "Allerdings", so Peter Hanke, "werden wir das erst im zweiten Schritt realisieren, ebenso wie die neue Nutzung der Donauländen. Für beide Projekte aber gibt es schon konkrete Planungen und Feasibility-Studien."
Informationen:
www.wienerhafen.at

