
Hemmschwellen abbauen " Verständnis für Moderne gewinnen
Durch verschiedenste Veranstaltungen ist es gelungen, Menschen an öffentlichen Plätzen, in Schulen, aber auch in Spitälern, Altersheimen und Gefängnissen die Begegnung mit der Musik Mozarts zu ermöglichen. Hemmschwellen und Berührungsängste des Publikums in Bezug auf die klassische Musik seien dabei abgebaut worden, Musik als wesentlicher Bestandteil des Lebens auch über 2006 hinaus vermittelt worden.
Diesem einen zentralen Aspekt des Festivals steht ein anderer gegenüber: die Auseinandersetzung von zeitgenössischen Künstlern wie Komponisten von der heimischen Moderne bis zu Chick Corea, Film- und Theatermachern, Tänzern mit dem "Spirit of Mozart". Im Sinne von Mozart selbst, der oft Mühe hatte, Aufträge zu bekommen, sollten junge Künstler besonders gefördert, Aufträge erteilt und faire Honorare bezahlt werden. So konnten Künstler und Künstlerinnen aus allen relevanten Bereichen eigene Projektideen entwickeln und verwirklichen.
Highlights des 2. Halbjahres
Bis 30. November können Kinder im "Mozart- Mobil" verschiedene Instrumente eines Orchesters ausprobieren. Der bunte Doppeldecker-Bus fährt zu Schulen, Kindertagesstätten und anderen Jugendeinrichtungen. Im Rahmen der "langen Nacht der Musik" am 9. September finden an verschiedenen Schauplätzen von 19:00 bis 01:00 Uhr mehrere musikalischen Begegnungen mit Mozart statt, unter anderem auch im Haus der Musik.
Das Stück "Die Weberischen", eine schwarze Komödie von Felix Mitterer, Musik von Martyn Jacques, ist ab 28. August bis 21. September im Museums Quartier zu sehen. Am 8. November wird im Theater an der Wien Bernhard Langs Musiktheaterstück "I hate Mozart" uraufgeführt. Am 17. November spielt der junge oberösterreichische Schlagzeuger Martin Grubinger im Großen Saal des Wiener Musikvereins ein vierstündiges Solokonzert auf 200 verschiedenen Schlaginstrumenten. Anstatt eines pompösen Abschlussfestes wird das Jahr mit Peter Sellars Festvial "New Crowned Hope" ausklingen. Dabei werden die Themen der drei großen Spätwerke- "Die Zauberflöte", "La Clemenza di Tito" und das "Requiem"- in den Bereichen Musik, Oper, Film, Architektur sowie bildende Kunst durch internationale Künstler neu interpretiert. Das Festival findet von 14. November bis 13. Dezember an mehreren Veranstaltungsorten statt. Es gibt also noch diese und viele andere Gelegenheiten, vom "Mozart-Fieber" angesteckt zu werden.

