
v.l.n.r.: DSA Wolfgang Sperl, Dr. Sepp Rieder, Mag.a Renate Brauner, Peter Hanke
„Bessere Ausbildung steigert die Chancen am Arbeitsmarkt. Wir bieten mit der Wien Holding eine Kooperation an. Die ein Holding hat eine breite Palette an Unternehmen und Betätigungsfeldern und ist damit ein optimaler Partner“, so Wiens Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder, der gemeinsam mit Sozialstadträtin Mag.a Renate Brauner, Wien Holding Geschäftsführer Peter Hanke und dem Wien Work-Leiter DSA Wolfgang Sperl die Initiative vorstellte.
Auch die Wiener Stadthalle, eine Tochter der Wien Holding hatte erst vor wenigen Wochen eine gelungene Kooperation mit Wien Work vorgestellt. Die neuen Uniformen, entworfen von Nhut la Hong, waren mit Wien Work-MitarbeiterInnen professionell gefertigt worden.
"Die Wien Holding setzt durch diese außergewöhnliche Kooperation mit Wien Work ein Zeichen für vorbildliche soziale Verantwortung. Gerade in Zeiten zunehmender Arbeitslosigkeit ist es für Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderungen besonders schwierig, einen Job zu finden. Verlässliche Partnerschaften zwischen Stadt Wien, sozialen Einrichtungen und der Wirtschaft sind die Basis, um mit und für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen Lebensperspektiven zu entwickeln", kommentiert Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Renate Brauner.
Schlüsselbegriff CSR
Mit der Philosophie von "Corporate Social Responsibility" (CSR) beweist die Wien Holding die Balance von Ökonomie, Kultur und Sozialem.
"Wir geben mit diesem Projekt 25 jungen und älteren Menschen eine Chance, einen interessanten und abwechslungsreichen Beruf zu erlernen, aber auch die notwendigen Erfahrungen durch ein fachspezifisches Praktikum zu erzielen", sagte Direktor Peter Hanke, Geschäftsführer der Wien Holding. Insgesamt, so Dir. Hanke weiter, steige die Gesamtausbildungsquote, also die Anzahl der Auszubildenden im Verhältnis zur Zahl der vollbeschäftigten Mitarbeiter des Konzerns - von bisher 1,5% auf nunmehr 3,0%. "Damit liegen wir mit unserer Ausbildungsquote jetzt mehr als 1,5 Prozentpunkte über dem allgemeinen Unternehmensdurchschnitt."
wien:jung, wien:erwachsen, wien:praxis
Die Umsetzung erfolgt durch drei Zielgruppen orientierte Projekte: "wien:jung", "wien:erwachsen" und "wien:praxis".
Wien Work – Praxisnähe und neue Wege in den Arbeitsmarkt
Wien Work integrative Betriebe und AusbildungsgmbH ist ein gemeinnütziges Unternehmen der Sozialwirtschaft mit arbeitsmarktpolitischem Auftrag. Derzeit beschäftigt das Unternehmen ca. 400 MitarbeiterInnen und Auszubildende. 75 Prozent der Angestellten, ArbeiterInnen und Lehrlinge haben Körper-, Sinnes- oder Lernbehinderungen oder waren langzeitarbeitslos. Wien Work feiert heuer 25jähriges Bestehen.
"Wien Work integriert Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Behinderungen sowie Menschen, die am Arbeitsmarkt nach längerer Absenz wieder Fuß fassen wollen. So geht es hier einerseits um Jugendliche, die bei Wien Work ausgebildet werden als auch um Erwachsene, die beraten, trainiert und qualifiziert werden. Ein Team von Wien Work Job ManagerInnen begleitet und unterstützt diese Menschen auf den Weg in den freien Arbeitsmarkt", so Wien Work Geschäftsführer DSA Herr Wolfgang Sperl.
Wien Work bietet in acht Geschäftsfeldern (Gastronomie, Metall, Holz, Textil, Copy Service, Facility Service, Malerei und Textilreinigung) eine realitätsnahe Ausbildung, Training und Spezialqualifikation der MitarbeiterInnen. Ziel dieser "Übungs- und Lernzeit" ist ein Arbeitsplatz am freien Arbeitsmarkt. Die Teams aus den Beratungsprojekten von Wien Work (Reha-Consult, Arbeitsassistenz "live-dabei", Clearing "school's out - job's in") vermitteln Jugendliche nach dem Abschluss des 9. Schuljahres und Menschen aus der Arbeitslosigkeit. Diese Arbeit hat das Ziel, einen Lehr/Ausbildungsplatz als auch einen Arbeitsplatz am freien Arbeitsmarkt zu finden.
Stadt Wien unterstützt Wien Work
Im Jahr 2006 wird Wien Work von der Stadt Wien mit rund 3 Mio. Euro gefördert. Die Stadt Wien ist damit größter Einzelfördergeber. Es werden derzeit 107 Menschen mit Behinderungen, die bei Wien Work beschäftigt sind, vom Fonds Soziales Wien (FSW) in Form von Lohnkostenzuschüssen gefördert (50 % des Lohns/Gehalts). Weiters übernimmt der FSW die Kosten von 117 Lehrlingen bei Wien Work in Form von Lehrlingsentschädigungen.

