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Wiener Messe Besitz GmbH setzt Impuls für Stadtentwicklungsgebiet Messezentrum
Tillner/Freimüller-Söllinger gewinnen städtebaulichen Wettbewerb für das MESSECARREE NORD
zurück | 04.10.2006
"Das Projekt der Architektinnen Silja Tillner und Regina Freimüller-Söllinger ist ein weiteres hervorragendes Stück Architektur für unsere Stadt. Besonders innovativ ist die interessante Gliederung und Gestaltung der einzelnen Baukörper auf diesem schwierig zu bebauenden Grundstück. Damit wird auch die Entwicklungsachse U2 und das gesamte Zielgebiet aufgewertet", freuten sich Planungsstadtrat DI Rudi Schicker und MBG-Geschäftsführer Ing. Rudolf Mutz bei der Präsentation der Preisträger des anony

"Wir haben versprochen, dass wir durch Wettbewerbe architektonische Impulse für das Gebiet rund um die Messe Wien setzen werden und haben nach dem erfolgreichen Wettbewerb für die Messe-Vorplätze und das Messehotel nunmehr ein drittes Mal bewiesen, dass uns ein attraktives Umfeld für das Messezentrum ein echtes Anliegen ist," erläuterte MBG-Direktor Ing. Rudolf Mutz die Intentionen der Wiener Messe Besitz GmbH (MBG), die den Wettbewerb ausgelobt hatte. Bezirksvorsteher Gerhard Kubik zeigte sich in seinem Statement über die hohe Qualität der eingereichten Projekte der Finalrunde begeistert: "Für die Leopoldstadt bedeutet dies eine weitere Aufwertung des sensiblen Gebiets zwischen Stuwerviertel und Grünem Prater."

In der Sitzung des Preisgerichts unter dem Vorsitz von Architektin DI Annemarie Popelka wurde die Arbeitsgemeinschaft Tillner & Partner ZT GmbH/Architekturbüro Freimüller-Söllinger als Sieger des Wettbewerbsverfahrens MESSECARREE NORD ermittelt. Die Jury begründete ihren Entscheid für das Siegerprojekt unter anderem mit der interessanten Reaktion der Volumina auf den Verlauf der U-Bahn-Trasse, der hohen Qualität der Freiräume und der Herausarbeitung eines frei zugänglichen Grünraums auf dem gesamten Gelände. Im Juryentscheid wird außerdem die hohe architektonische Qualität der Entwürfe der einzelnen Baukörper mit starker synergetischer Wirkung auf den Komplex des neuen Messezentrums gewürdigt. Insgesamt wird darüber hinaus der hohe Grad an Umsetzbarkeit hervorgehoben.

Der zweite Preis ging an das Projekt des Architektenteams Mascha & Seethaler - der dritte an das Team von Atelier 4 Architects, die beiden weiteren Finalprojekte stammen von Architekt Rudolf Prohazka und Architekt Martin Feiersinger. Ab sofort sind die Informationen zum Siegerprojekt auch im Internet unter www.mbg.at/ unter Presse / Bildquellen abrufbar.

Die Sieger im Porträt

Mag.arch. Silja Tillner studierte Architektur an der TU Wien und Akademie der Bildenden Künste in Wien (Meisterklasse Prof. Peichl) und arbeitet seit 1995 als selbständige Architektin in Wien. Ihr Tätigkeitsbereich umfasst neben diversen Lehrtätigkeiten die Themen: Städtebauliche Studien, Nutzungskonzepte und Bürogebäude. Ein spektakuläres und mehrfach ausgezeichnetes Projekt ist die Überdachung des Urban-Loritz-Platzes vor der neuen Zentralbibliothek. Ihr aktuelles Projekt ist die Überbauung der ehemaligen Stadtbahn-Bögen in der Spittelau in Wien.

DI Regina Freimüller-Söllinger studierte Architektur an der TU Wien, an der University of Michigan, USA und an der Architectural Association School of Architecture in London, GB. Neben unterschiedlichsten Lehrtätigkeiten beschäftigt sie sich mit architektonischen Konzepten im städtebaulichen Kontext. Frau Freimüller-Söllinger ist selbständige Architektin in Wien - ihr aktuelles Projekt ist die Gestaltung des Stadion-Centers in Wien.

Die Fachjury

Es wurde ein zweistufiger, anonymer, offener, österreichweiter städtebaulicher Ideenwettbewerbs ausgelobt. Das Ziel war ein städtebauliches Leitprojekt, das dem STEP05 gerecht wird und eine gemischte Nutzung des Bauplatzes ermöglicht. Ende Juni wurden von einem Preisgericht aus 24 eingereichten Projekten jene fünf ermittelt, die zur Weiterbearbeitung in der zweiten Wettbewerbsstufe zugelassen waren. Als Preisgelder werden 35.000 Euro für das Siegerprojekt, 20.000 Euro für den zweiten und 10.000 Euro für den dritten Platz vergeben. Darüber hinaus erhält jeder der fünf Teilnehmer der 2. Wettbewerbsstufe je 10.000 Euro Aufwandsentschädigung. Anfang Oktober trat die Jury neuerlich zusammen und ermittelte das Siegerprojekt, dessen Umsetzung ab dem Zeitpunkt der Beendigung der Fußball-EM 2008 möglich ist. Es ist geplant, die Wettbewerbsprojekte öffentlich auszustellen. Ort und Zeit dieser Ausstellung werden gesondert bekannt gegeben.

· Fachpreisrichter:
o Univ.- Prof. Mag. arch. Elsa Prochazka, Wien
o Vertreten durch: Arch. Mag.arch. Annemarie Popelka, Wien
o Architektin Dipl.-Ing. Elke Delugan-Meissl, Wien
o Vertreten durch: Arch. DI Roman Delugan, Wien
o Architekt Dipl.-Ing. Dieter Hayde, Wien
o Vertreten durch: Architekt Dipl.-Ing. Leopold Dungl, Wien
o Dir. Mag. arch. Dietmar Steiner, Architekturzentrum Wien
o SR Dipl.-Ing. Klaus Vatter, MA 21A
o Vertreten durch: SR Dipl.-Ing. Bernhard Mackerle, MA21A
o SR Dipl.-Ing. Josef Matousek, MA 19
o Vertreten durch: Dipl.-Ing. Martin Steiner, MA19
o Architekt Mag. arch. Ernst Walter Mayr, Wien

· Sachpreisrichter:
o Dir. Ing. Rudolf Mutz, Wiener Messe Besitz GmbH
o SR Mag. Helene Miksits, MA 05 Finanzverwaltung
o Gerhard Kubik, Bezirksvorsteher Leopoldstadt


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