
In jeweils Personen bezogenen und farblich unterschiedenen Räumen zeigt die Ausstellung neben Fotomaterial und frühen Druckwerken vor allem für die Frühphase signifikante Werke der drei Künstler. Eine besondere Rolle spielen hierbei auch Porträts der Väter und Mütter der Künstler, wie auch frühe Selbstporträts. In Summe zeigt die Ausstellung rund 60 herausragende Bilder. Die Ausstellungs- Architektur besorgte August Sarnitz. Zur Schau wurde auch ein knapp 200 Seiten starker Katalog aufgelegt u.a. mit Textbeiträgen von Felicitas Heiman-Jelinek, Gabriele Kohlbauer-Fritz, Robert Fleck und Tobias Natter.
Weiterer Schwerpunkt der Schau gilt auch dem internationalen Durchbruch der Künstler in der Nachkriegszeit in Form der "Wiener Schule des Phantastischen Realismus", die insbesondere in der Zeit zwischen 1955 und 1970 als spezifische österreichische Nachkriegskunst von internationaler Bedeutung war. Eine Ausnahme hiervon spielt der Werdegang Hundertwassers, der nicht als Vertreter des "Phantastischen Realismus" gilt. Im unterschied zu Brauer, Fuchs, aber auch Anton Lehmden, Rudolf Hausner oder Wolfgang Hutter beschritt Hundertwasser sehr früh einen eigenständigen Weg, dessen Profil auch bei der derzeit gezeigten Schau sehr deutlich zu Tage tritt. Viele der gezeigten Bilder entstammen dem Privatbesitz der Künstler und sind somit für eine größere Öffentlichkeit auch erstmals im Original zu sehen.
"phantastisches - Jüdisches in frühen Meisterwerken von Arik Brauer, Ernst Fuchs und Friedensreich Hundertwasser"
Ort: Jüdisches Museum Wien (1., Dorotheergasse 11)
Öffnungszeiten: Sonntag bis Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr
Details auch unter: www.jmw.at/

