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Energie aus erneuerbaren Quellen
Europas größtes Biomasse-Kraftwerk eröffnet
zurück | 26.10.2006
Wienstrom, Fernwärme Wien und die Bundesforste Wien sind Initiatoren und Gesellschafter des größten mit Holz befeuerten Biomasse-Kraftwerkes Europas, das von Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Umweltminister Dr. Josef Pröll eröffnet wurde. Das Kraftwerk wird nicht nur 48.000 Haushalte mit Strom und weitere 12.000 mit Fernwärme versorgen, sondern trägt auch deutlich zur Emissionsentlastung bei. 144.000 Tonnen Kohlendioxid Schadstoffe pro Jahr werden gewissermaßen eingespart.

"Wien gibt mit Europas größtem Wald-Biomassekraftwerk ein klares Bekenntnis zu einer sauberen und sicheren Energieversorgung für jetzige und künftige Generationen ab. Hier in Wien-Simmering wird eine Chance für Österreich genutzt, die Chance, von Energieimporten unabhängiger zu werden und die inländische Wirtschaft zu stärken.", so Bürgermeister Michael Häupl zur offiziellen Inbetriebnahme des Wald-Biomassekraftwerk von Wien Energie in Simmering am 20.10.2006

Von der Planung zum Vollbetrieb in Rekordzeit
Erst Anfang 2004 unterzeichneten Wien Energie und die Österreichischen Bundesforste den Vertrag über die gemeinsame Errichtung und den Betrieb von Europas größtem Wald- Biomassekraftwerk in Wien-Simmering. Kurz darauf - am 20. Mai 2004 - wurde die Gesellschaft "Wien Energie Bundesforste Biomasse Kraftwerk GmbH & Co KG" gegründet, an der zu je einem Drittel Wien Energie Fernwärme, Wien Energie Wienstrom und die Österreichischen Bundesforste beteiligt sind. Der Spatenstich erfolgte schon knapp ein Jahr später im April 2005. Nach nur 20-monatiger Bauzeit und dem erfolgreichen Probebetrieb über die Sommermonate läuft seit heute das Biomassekraftwerk im Vollbetrieb.

Ab sofort werden jährlich rund 600.000 Schüttraummeter Wald-Biomasse in Strom und Wärme umgewandelt und damit rund 48.000 Wiener Haushalte mit Strom und 12.000 Haushalte mit Fernwärme versorgt.

Vom Wald zum Watt
Biomasse ist ein erneuerbarer Energieträger, der vor unserer Haustüre nachwächst. Im Wald-Biomassekraftwerk in Wien-Simmering wird reinstes Holz in Strom und Wärme umgewandelt. Dies ohne Beeinträchtigung des Naherholungsraums Wald. Bundesforste Vorstand Thomas Uher: "Derzeit werden durch energetische Nutzung von Biomasse rund 1,5 Prozent des jährlichen Strombedarfs gedeckt. Dabei gehört Österreich zu den waldreichsten Ländern Europas. Dieses Potenzial wollen wir mit dem Wald-Biomassekraftwerk Simmering verstärkt nutzen." Österreich ist zu 47 Prozent mit Wald bedeckt, das sind insgesamt 3,97 Millionen Hektar. Die Österreichischen Bundesforste betreuen davon rund 15 Prozent.

Biomasse für den Klimaschutz
Der Anteil von Strom aus erneuerbarer Energie soll bis zum Jahre 2010 auf 78,1 Prozent gesteigert werden. Das Biomassekraftwerk Simmering ist ein wichtiges Projekt für die Erreichung dieses Ziels. Lebensminister Josef Pröll dazu im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten: "Die Anlage steht für eine aktive Klimaschutzpolitik: Durch die Verwendung von Waldbiomasse für die Strom- und Wärmeerzeugung im Wald-Biomassekraftwerk Simmering werden fossile Brennstoffe, rund 72.000 Tonnen Steinkohle oder rund 47.000 Tonnen Heizöl eingespart." Im Vergleich zu einem konventionellen thermischen Kraftwerk werden im Biomassekraftwerk Simmering rund 144.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart.

Regionale Wertschöpfung durch Wien Energie Initiative
52 Millionen Euro hat Wien Energie in die Errichtung des Biomassekraftwerks investiert. Damit wurde nicht nur eine positive Umweltinitiative gesetzt. "Auch für die Bauwirtschaft und den Arbeitsmarkt gibt das Projekt wesentliche Impulse. Allein am Kraftwerksstandort Simmering werden für den Betrieb der Anlage 11 Arbeitsplätze langfristig gesichert. Während der 20-monatigen Bauphase waren weiters durchschnittlich rund 120 Personen beschäftigt. Für den Betrieb der stationären Hackanlage und bei der Biomassebeschaffung können weitere wertvolle und langfristige Arbeitsplätze in und um Wien gesichert werden.", betonte Vizebürgermeister Sepp Rieder.

Eckdaten Wald-Biomassekraftwerk Simmering

  • Brennstoffausnutzung: über 80 Prozent
  • Maximale Brennstoffwärmeleistung: 66 MW
  • Investitionssumme: 52 Millionen Euro
  • Bauzeit: 20 Monate
  • Verwertung von 190.000 Tonnen Waldhackgut (600.000 Schüttraummeter) pro Jahr
  • Einsparung von 72.000 Tonnen Steinkohle oder rund 47.000 Tonnen Heizöl pro Jahr
  • Einsparung: 144.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr
  • Strom für 48.000 Haushalte und Wärme für 12.000 Haushalte

 

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