
Konkrete Maßnahmen und Vorhaben
Im Laufe des nächsten Jahres werden in enger Kooperation zwischen ExpertInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und der Stadt Wien Maßnahmen festgelegt, die zur Erreichung der 6 Ziele der Initiative "viennovation 2015" führen. Erreicht werden soll dies durch einen Mix aus wissenschafts- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen.
Folgende 6 Ziele wurden für diesen Prozess festgeschrieben:
Bei der neuen Eurostat-Zählmethode werden nur noch jene Ausgaben zur Forschungsquote gezählt, die direkt am Standort getätigt werden. Ausgaben in zugeordneten Niederlassungen werden dem Standortbundesland zugerechnet. Trotzdem stieg die Wiener Forschungsquote von 3,02 % (2002) auf 3,13 % (2004).
Namhafte Proponenten als Unterstützer
Welch große Bedeutung und Wichtigkeit dieser Wiener Initiative für die dynamische Entwicklung des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes beigemessen wird, zeigt sich in der breiten Unterstützung durch hochrangige Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft. Christoph Badelt, Vorsitzender der österreichischen Rektorenkonferenz, Brigitte Ederer, Siemens- Generaldirektorin, Knut Consemüller, Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologie, Johannes Bardach, Geschäftsführer der Frequentis GmbH, Albert Hochleitner, Präsident der Industriellenvereinigung Wien, Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Peter Schuster, Präsident der österreichischen Akademie der Wissenschaften, Alexander von Gabain, Vorstand der Intercell AG, Georg Kapsch, Vorstandsvorsitzender der Kapsch Gruppe, und Helga Nowotny, Vizepräsidentin des Wissenschaftsrates des Europäischen Forschungsrates sind unter anderem Proponenten dieser Initiative.
International gute Position Wiens weiter verbessern
Wien ist Österreichs wichtigster Forschungs- und Innovationsstandort: 31% (1003 Einheiten) der österreichischen Forschungseinheiten sind in Wien beheimatet und knapp 43% (17.400) aller in der Forschung Beschäftigten arbeiten hier. Wien hat das Lissabon-Ziel mit seiner Forschungsquote von 3,1% bereits überschritten und liegt mit 43% der in Österreich getätigten F&E- Aufwendungen (2,2 Milliarden Euro) weit über dem österreichischen Durchschnitt.
Die Wiener Wirtschaft boomt in vier forschungs- und innovationsintensiven Stärkefeldern: Mit 140 Unternehmen und 3.800 ForscherInnen hat sich Wien zu einem der wichtigsten europäischen Standorte für Life Sciences entwickelt. Mit über 8.000 Firmen und mehr als 70.000 Beschäftigten ist Wien im IKT-Bereich einer der bedeutendsten Standorte mit ausgewiesener "Zentraleuropakompetenz". Mit einem Netzwerk von 120 Firmen aus dem Automotive-Bereich (Fahrzeugindustrie und Logistik) in der Vienna Region spielt Wien eine zentrale Rolle in der Europa Region Mitte (CENTROPE), die sich im weltweiten Wettbewerb bereits zur fünftwichtigsten Region in der Autoproduktion entwickelt hat. Bei über 18.000 Firmen und 100.000 Beschäftigten zeichnen sich die Wiener Creative Industries mit einem überdurchschnittlichen Beschäftigungswachstum von 6% als ein weiterer Wirtschaftsdynamo und zukunftsträchtiges Stärkefeld aus.

