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Budget 2007: 10 Milliarden Euro
Schwerpunkt Forschung und Kreativwirtschaft
zurück | 23.11.2006
"Es geht gerade 2007 auch darum, Wien zu einem internationalen Wissenszentrum weiter auszubauen, Wien zur zentraleuropäischen Forschungsmetropole zu machen und Wien als Standort der Kreativwirtschaft und auch zum Zentrum der Medienwirtschaft aufzubauen. In diesen vier Sektoren beginnen wir nicht bei Null, es gilt aber die Schlagzahl zu erhöhen", erklärte Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder anlässlich der Budgetdebatte im Gemeinderat.
"Generell wird die Stadt weiterhin das konsequente und verlässliche Finanzzentrum sein, genauso wie wir auch zukünftig unsere Aufgaben im Rahmen der Daseinsvorsorge auf hohem Niveau erfüllen werden", so Rieder weiter. Erstmals - nach der Ausgliederung der Wiener Stadtwerke, Wiener Wohnen und dem Wiener Krankenanstaltenverbund - wird im Voranschlag 2007 die zehn Milliarden Euro-Marke überschreiten.

Im Voranschlag 2007 wird mit einer Investquote von 15 Prozent im Vergleich zum Voranschlag 2006 einen Spitzenwert erreicht. Im Stadt Wien-Konzern wird dazu ein Gesamtinvestvolumen von 2,35 Milliarden Euro mobilisiert.

Stabiler Haushalt - Die Stadt als verlässlicher Partner

Im Voranschlag für die Stadt Wien für das Jahr 2007 stehen Einnahmen von 9,939 Milliarden Euro Ausgaben in der Höhe von 10,077 Milliarden Euro gegenüber. Daraus resultiert ein minimales administratives Defizit von 1,4 Prozent oder 138,321 Millionen Euro. Zur Zeit gehen Wirtschaftsforscher von einer günstigen Konjunkturentwicklung aus. Die Prognosen für 2007 wurden nach oben korrigiert und liegen für Gesamtösterreich bei einem Wirtschaftswachstum zwischen 2,3 und 2,5 Prozent. Die Erfahrung der letzten Jahre im Budgetvollzug lässt für 2007 davon ausgehen, dass die Stabilitätsziele - wie in den letzten Jahren - auch 2007 erreicht werden können.

2,35 Milliarden Euro Investitionen der Stadt Wien und ihrer Unternehmen

· Kernbereich Stadt Wien: 1.514 Mio. Euro
· Wiener Stadtwerke: 429,6 Mio. Euro
· Wien Holding*: 115 Mio. Euro
· Krankenanstaltenverbund*: 32 Mio. Euro
· Wiener Wohnen*: 194 Mio. Euro
· WWFF*: 68 Mio. Euro
· Summe: 2.352,6 Mio. Euro
*Eigeninvests bereinigt um Transferleistungen der Stadt Wien
Keine Nettoneuverschuldung

Auch 2007 ist keine Nettoneuverschuldung vorgesehen. So wird der mit 138,3 Millionen Euro ausgewiesene Abgang (1,4 % der Ausgaben) nicht durch Fremdmittelaufnahmen abgedeckt, sondern durch Einsparungen und Mehreinnahmen aus den Ertragsanteilen im Budgetvollzug aufgefangen werden können. Dafür spricht das prognostizierte Wirtschaftswachstum und die davon erwarteten Steuermehreinnahmen. Ebenso wird das im Österreichischen Stabilitätspakt 2005 vorgegebene Maastricht- Ergebnis - trotz des für 2007 mit 0,7 % des BIP (statt 0,6 %) höher festgesetzten Ergebnisses - im Laufe des Jahres erreicht werden können.

Wien verfügt über ein effizientes Schuldenmanagement. Betrug der Schuldenstand 1997 noch rund vier Milliarden Euro, so konnte dieser auf etwas über 1,522 Milliarden Euro - voraussichtlicher Stand zum 31.12.2006 - reduziert werden. Im Jahre 2007 wird der Schuldenstand weiter sinken und Ende 2007 voraussichtlich 1,509 Milliarden Euro betragen.

Wiener Spitzenmedizin: 72 Mio Euro (+5,5 Prozent) mehr Mittel bereitgestellt

Für alle städtischen und privaten stationären Einrichtungen zur Akutbehandlung und zur Pflege werden im Jahr 2007 insgesamt 1,38 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Das ist eine Steigerung um 72 Millionen Euro oder 5,5 Prozent gegenüber 2006 (VA 2006: 1,31 Milliarden Euro).

Wiener Krankenanstaltenverbund: Für den Bereich des Wiener Krankenanstaltenverbundes - alle städtischen Spitäler und Geriatriezentren - sind 1,102 Milliarden Euro (Betriebskosten- und Investkostenzuschuss u.a.m.) budgetiert. Das bedeutet ebenfalls eine Steigerung von fast 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 62 Millionen Euro mehr stehen somit für den größten österreichischen Verbund von Krankenhäusern und Geriatrieeinrichtungen zur Verfügung. Für private Institutionen sind dies 2007 insgesamt 47,3 Millionen Euro, in etwa gleich viel wie 2006 (laufender Betrieb / Errichtung / Ausgestaltung).

40 Mio Euro für Wissenschaft, Forschung und Technologie

Für Technologie und Forschung stehen 2007 rund 40 Millionen Euro bereit. Davon kommen 8 Millionen Euro vom Wiener Wissenschafts- und Technologie-Fonds.

Dazu kommen die Investitionen in High-Tech-Immobilien im Ausmaß von 68 Millionen Euro, auf die im Kapitel Wirtschaftsförderung hingewiesen wird.

Kulturhauptstadt Wien

Das städtische Budget für Kunst und Kultur ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Im Jahr 2007 stehen dafür 206,3 Millionen Euro zur Verfügung. Das ist gegenüber dem Voranschlag 2006 eine weitere Steigerung um nahezu 8 Millionen Euro (VA 2006: 195,5 Millionen Euro), und dies trotz dem im Jahr 2006 mit Aufwendungen von 30 Millionen Euro berücksichtigten Mozartjahr. 

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