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Marcel Prawy Ausstellung im Haus der Musik
Leben, Liebe und Wirken Marcel Prawys an 6 Ausstellungsorten in Wien
zurück | 21.11.2006
„Ich mache nur, was ich liebe“ ist der Tenor einer Ausstellung über den Opernführer Marcel Prawy, die von der Wiener Stadt- und Landesbibliothek kuratiert wurden, die auch den Nachlass von Prawy – aus den berühmten Billa-Sackerln – aufarbeitete. Eine der Stationen ist das Haus der Musik, wo das Foyer „Prawy-Like“ gestaltet wird, Eröffnung ist der 14. Dezember 2006. Die Ausstellung dauert bis zum 14. April 2007 und ist täglich von 10:00 bis 22:00 Uhr zu sehen.
 

Haus der Musik Geschäftsführer Simon Posch und Wien Holding Geschäftsführer Peter Hanke freuen sich: „Das wird ein weiteres Highlight des Jahres werden. Insgesamt kann das Haus der Musik heuer auf Rekordbesuchen und Rekordeinnahmen verweisen, die Prawy Ausstellung wird das Ganze noch toppen.“ 

Die Ausstellung, kuratiert von der Wiener Stadt- und Landesbibliothek, ist nach folgenden, für Marcel Prawy charakteristischen Kategorien geordnet:

Der private Lebenslauf
Marcel Prawy's Jugend bei unterschiedlichen Tanten und Onkeln und sonstigen Verwandten über seine Funktion als Sekretär des Sängers Jan Kiepura bis heraus zu seiner Profession als Dramaturg der Staatsoper und als "Mister Oper" in seinen TV-Sendungen und sonstigen Aktivitäten.

  • Wohnen ohne Wohnung
    Marcel Prawy und sein Leben im Hotel. "Es ist meine Überzeugung, dass wir unsere Wohnungen nur lieben, weil wir uns nicht leisten können im Hotel zu leben." Marcel Prawy konnte sich das Leben im Hotel leisten - in aller Bescheidenheit, frei nach Oscar Wilde.
  • Leben für die Oper
    Marcel Prawy's öffentliches Liebesleben. "Eine Oper ist keine Oper, wenn sie uns nicht süchtig danach macht sie omnipräsent in unserem Leben zu haben."
  • Autor, Lehrer und Produzent
    Marcel Prawy hat zahlreiche Bücher über die Oper und über Künstlerinnen und Künstler geschrieben, er hat an unterschiedlichen Universitäten im In- und Ausland gelehrt und kulturelles Management in Wien unterrichtet. Er war künstlerischer Leiter von Remington, betrieb aber auch ein eigenes Schallplattenlabel und hat hunderte LPs herausgegeben: mit wechselhaftem Erfolg. Heute sind seine Platten Raritäten für Sammler. "Marcel Prawy sagt freilich nie etwas Falsches, aber er ist kein Wissenschafter" äußerte sich der ehemalige Wiener Operndirektor Egon Seefehlner über Marcel Prawy.
  • Musik und Operette
    Marcel Prawy hat das Musical nach Wien gebracht, eine Unterhaltungsform die es bislang nur in den USA gab. Aufgrund seiner Initiative wurde der Welterfolg "Kiss me, Kate" von Cole Porter im Jahre 1956 erstmals an der Wiener Volksoper aufgeführt, auch als Wiederauferstehung der Operette in zeitgemäßer Form. "Die Operette ist tot - es lebe das Musical - hieß es damals, heute leben beide Formen nebeneinander. Wien ist internationales Zentrum für Operette und Musical. "Er war fähig, alle anzuzünden. Wir haben gebrannt für das Musical und Marcel Prawy war der große Anzünder", sagte Walter Hoesslin über Marcel Prawy.
  • Opernführer der Nation
    Wenn es jemanden gab, der die Bedeutung des Mediums Fernsehen schon frühzeitig erkannte und es als Transportmittel für die Popularisierung der Oper verwendete, dann war es Marcel Prawy, der als "Opernführer" zum Liebling der österreichischen Nation wurde. Seine Sendungen hatten Einschaltquoten, von denen manche Produzenten heute nur mehr träumen können. Marcel Prawy dazu: "Ich habe stets in meinem Leben, seit ich Wissen vermittle, das einzige gelehrt, was mit zu lehren wert schien: Liebe."
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