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Neue Publikation zur Gedenkstätte für den deportierten Nachbarn
Stadtrat Schicker präsentierte "Werkstattbericht" zum Wettbewerb
zurück | 16.12.2006
In der Zeit zwischen 1939 und 1942 wurden vom Wiener Aspangbahnhof beinahe 50.000 Menschen in Konzentrationslager deportiert. Zur Erinnerung an diese Menschen und ihr tragisches Schicksal wird am Gelände des ehemaligen Aspangbahnhofes, das heute zu einem der wichtigsten innerstädtischen Stadtentwicklungsgebiete zählt, eine Gedenkstätte errichtet, die einen Beitrag dazu leisten soll, das Geschehene auch nachfolgenden Generationen zu vermitteln.
Um Entwürfe für diese Gedenkstätte zu erlangen, lobte die MA 19 - Architektur und Stadtgestaltung 2005 auf Initiative von Planungsstadtrat Rudi Schicker einen Wettbewerb für ArchitektInnen, KünstlerInnen und LandschaftsplanerInnen aus, aus dem der Entwurf des Stuttgarter ArchitektInnen-Teams fischer naumann partnerschaft als Siegerprojekt hervorgegangen ist. Die Ergebnisse des Wettbewerbes wurden nunmehr in ihrer gesamten Bandbreite in der Reihe "Werkstattberichte" der Stadtentwicklung dokumentiert.

Die Publikation wurde von Planungsstadtrat Rudi Schicker gemeinsam im Jüdischen Museum, einem Tochterunternehmen der Wien Holding, präsentiert. Schicker unterstrich dabei erneut die Notwendigkeit und Bedeutung der Gedenkstätte als Beitrag gegen das Vergessen und Verdrängen: "Auch heute gibt es in der politischen Landschaft leider nach wie vor Ewiggestrige, die den Holocaust verleugnen und dem Nationalsozialismus gute Seiten abgewinnen können - umso mehr zeigt sich, wie wichtig das Gedenken und die Erinnerung an die Opfer des Nazi-Terrors ist".

In der Beurteilungskommission des Wettbewerbes waren Autoritäten aller Fachrichtungen vertreten, insbesondere Persönlichkeiten, die für die Wahrung von Gerechtigkeit und Erinnerung einstehen. Neben der Dokumentation des Wettbewerbes enthält die Publikation daher auch Interviews und Statements zum Wettbewerbsergebnis und zum Thema Nachbarschaft von JurorInnen und ExpertInnen, die maßgeblich am Zustandekommen des Projektes mitgewirkt haben. Eine zeitgeschichtliche Beschreibung ergänzt den Band und erzählt von der damaligen Wirklichkeit.

Informationen: www.jmw.at  
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