
Das im November 1999 im Wiener Gemeinderat beschlossene KliP umfasst 36 Maßnahmenprogramme, bis zum Jahr 2010 sollten 2,6 Millionen Tonnen an jährlichen CO2-Emissionen gegenüber dem prognostizierten Trendwert für 2010 vermieden werden. "Ich freue mich über diese positive Zwischenbilanz, sie zeigt einmal mehr, dass wir in Wien auf dem richtigen Weg sind und die 36 Maßnahmenprogramme mit den vielen, vielen Einzelmaßnahmen absolut zielführend sind. Österreichweit hat Wien dadurch die geringsten CO2-Emissionen pro Kopf, nämlich 5,7, während sie österreichweit bei 11,2 Tonnen liegen", so Umweltstadträtin Maga Ulli Sima.
An der Umsetzung sind der Großteil der Dienststellen des Magistrats, zahlreiche Unternehmen der Stadt Wien, wie etwa Wien Energie, die Wiener Linien, Wiener Wohnen oder der Wiener Krankenanstaltenverbund sowie der Wohnfonds und der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds beteiligt. Koordiniert wird diese Umsetzung durch die in der Magistratsdirektion angesiedelte Klimaschutzkoordinatorin, Maga DDrin Christine Fohler- Norek.
Das KliP als erfolgreiches Beschäftigungs- und Wirtschaftsprogramm
Als weiteres erfreuliches Detail zeigt die Studie der Österreichischen Energieagentur, dass das KliP nicht nur positive Klimaschutzeffekte hervorruft, sondern auch zu einer positiven volkswirtschaftlichen Entwicklung beiträgt.
Die Experten berechneten, dass die Maßnahmen über die Periode 1999 bis 2007 ein Investitionsvolumen in der Höhe von 7,171 Mrd. Euro ausgelöst haben. Der Wertschöpfungseffekt beträgt über diesen Zeitraum 16,473 Mrd. Euro. Weiters können laut Energieagentur jährlich 32.900 Arbeitsplätze gesichert werden. "Dies zeigt einmal mehr, dass der Klimaschutz ein ganz zentraler Jobmotor ist, den es österreichweit zu nützen gilt", so Sima.
KliP Wiener Erfolgsmodell
1999 wurden insgesamt 241 Einzelmaßnahmen in 36 Maßnahmenprogrammen in den Handlungsfeldern "Fernwärme- und Stromerzeugung", "Wohnen", "Betriebe", "Mobilität" und "Stadtverwaltung" beschlossen. Die Österreichische Energieagentur konstatiert in ihrem aktuellen Bericht einen sehr hohen Umsetzungsgrad des KliP:
KliP II in Vorbereitung
Die von der Energieagentur erstellte Zwischenbilanz zur Halbzeit des KliP ist für Wien auch ein klarer Arbeitsauftrag. "Selbstverständlich werden die bisher erfolgreichen KliP- Umsetzungsmaßnahmen konsequent weiter geführt", so Fohler-Norek. Zudem hat die Stadt Wien längst selbst erkannt, dass zur Erreichung der Klimaschutzziele zusätzlich zu dem im Jahr 1999 beschlossenen Klimaschutzprogramm weitere Maßnahmen notwendig sein werden. So wurden schon im Jahr 2003 im Masterplan Verkehr unter anderem für den Klimaschutz wichtige Ziele und Maßnahmen formuliert. Auch in den Stadtentwicklungsplan 2005 sind die Aspekte des Klimaschutzes eingeflossen. Jüngstes Beispiel für eine Weiterentwicklung des Klimaschutzes ist das im vergangenen Juni vom Wiener Gemeinderat beschlossene "Städtische Energieeffizienzprogramm (SEP)", dessen Umsetzung soeben anläuft und wesentlich positive Impulse bewirken wird.
Nicht zuletzt wird derzeit schon an der Ausarbeitung einer Fortschreibung des Wiener Klimaschutzprogramms ("KliP II") mit geplantem Geltungshorizont 2020 gearbeitet. Es soll im Jahr 2009 dem Wiener Gemeinderat zu Beschlussfassung vorgelegt werden.
Informationen:
www.wien.gv.at/umwelt/klimaschutz/

