
Zusammengestellt wurde die Wanderausstellung vom "Kompetenznetzwerk Licht", einem interdisziplinären Zusammenschluss von Fachleuten, Firmen und Forschungsstätten. "Wir wollen mit unserer Arbeit Grundlagen und Anreize für Politik, Wirtschaft, Fördergeber und Architekten liefern", erklärt Geschäftsführer Peter Hein.
In den vorgestellten Projekten geht es etwa um "intelligente Fassaden", die sich mit der Verbesserung der Lichtsituation an vielen Arbeitsplätzen befasst.
Energieausweis am Bau
Neue Fensterbautechnologien Richtung Energietauscher zwischen Außen- und Innenräumen werden auch bezüglich des seit 1. Jänner für Neubauten geltenden "Energieausweises" immer wichtiger. Dieser limitiert die Energiebilanz eines Baues und erfordert den Einsatz neuester Heiz-, Kühl- und Lichtsysteme.
Zu sehen sind auch LED-Leuchtdioden, die bereits im Autobau und bei Anzeigeflächen elektronischer Geräte eingesetzt werden, in naher Zukunft aber auch die Glühbirnen ersetzen sollen. Ihr Vorteil: Längere Lebensdauer, kräftigere Farbreflexion und geringerer Energieverbrauch. Bei allein 224.000 Glühbirnen in Wiens öffentlicher Straßenbeleuchtung ein immenses Einsparungspotenzial.
Modelle wie die künstliche Beleuchtung der Tiroler Gemeinde Rattenberg durch riesige Spiegel scheiterten bisher zwar am Geld. Rein technisch ist die Erhellung des Ortes, der drei Monate im Jahr im Schatten eines Berges liegt, längst kein Problem mehr.
Die Schau beschäftigt sich aber auch mit den ersten künstlichen urbanen Lichtquellen - den Bogenlampen, deren Installation am Wiener Graben am 14. Jänner 1882 zum Volksfest wurde.
Informationen:
www.tmw.at

