"Sicher Wohnen" in Wien
Neue Wohnhausanlage mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen vorgestellt
Im Rahmen des Pilotprojekts "Sicher Wohnen" des Bauträgers GEWOG wurde gemeinsam mit dem Kriminalpolizeilichen Beratungsdienst Wien eine Wohnhausanlage geplant, die besondere Sicherheitseinrichtungen, wie vandalensichere Durchlade-Postkästen und Wohnungseingangstüren der Widerstandsklasse 3, bietet. Begegnungs- und Kommunikationsräume, die das Entstehen einer guten Hausgemeinschaft fördern, sorgen zusätzlich für eine Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls.
Die Errichtung des Wohnhauses im 15. Wiener Gemeindebezirk mit 36 geförderten Mietwohnungen wird von der Stadt Wien unterstützt. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig nahm heute, Freitag, gemeinsam mit Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal, GEWOG-Geschäftsführer Karl Wurm und Gerhard Klein vom Kriminalpolizeilichen Beratungsdienst Wien, den Spatenstich für das Projekt vor.
Wien ist sicher
"Wien zählt zu den sichersten Metropolen der Welt - Einbrüche und Vandalenakte gibt es aber auch in unserer Stadt. Das Pilotprojekt 'Sicher Wohnen' ist Teil unserer Forschungsarbeit zum Thema ,bedarfsgerechtes Wohnen'. Dabei wird untersucht, wie geförderte Neubauten künftig gestaltet und ausgestattet sein sollen, um den Wünschen der Mieterinnen und Mieter bestmöglich zu entsprechen", erklärt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Besonderes Augenmerk richte sich dabei auch auf Maßnahmen, die das gute Miteinander der BewohnerInnen unterstützen.
"Denn eine gute Hausgemeinschaft, in der die Mieterinnen und Mieter aufeinander schauen, steigert nicht nur das subjektive Sicherheitsgefühl, sondern bringt auch objektiv mehr Schutz. Das Pilotprojekt 'Sicher Wohnen' wird evaluiert und die Ergebnisse werden in künftige Neubauplanungen miteinfließen." Die Stadt Wien, so Ludwig, setze auf Prävention. Der Kriminalpolizeiliche Beratungsdienst leiste hier sehr wichtige Arbeit. Die Stadt Wien fördere aber zudem den Einbau von Sicherheitstüren bei älteren Wohnhäusern: "20 Prozent der Kosten - maximal 400 Euro bei Einflügeltüren und maximal 800 Euro bei Doppelflügeltüren - werden in Form eines Einmalzuschusses gefördert."
Das Projekt "Sicher Wohnen" im Detail
Das Wohnprojekt zeichnet sich u.a. durch folgende Sicherheitsmaßnahmen aus:
- Übersichtliche Verkehrswege und eine überschaubare Garage, Vermeidung uneinsichtiger Nischen und Ecken
- Natürlich belichtete, helle Stiegenhäuser und Aufzugsbereiche
- Beleuchtete Hauseingänge und Garageneinfahrtsbereiche durch Bewegungsmelder
- Pkw-Stellplätze im Erdgeschoss mit natürlicher Belichtung (speziell für Frauen). Garage mit Schnellauftor mit Induktionsschleife.
- Selbstverriegelndes Anti-Panik-Schloss bei Haus- und Garagenzugängen
- Vandalensichere Durchlade-Postkästen - Postzustellung ohne Betreten des Hauses möglich
- Vandalensichere Gegensprechanlage
- Wohnungstüren der Widerstandsklasse 3, Einbau einer verstärkten Sicherheitszarge
- Keine Erdgeschosswohnungen
- Gemeinschaftsgarten mit Terrasse und Kinderspielplatz, die das Miteinander fördern
- Helle, natürlich belichtete Waschküche im Erdgeschoß