MUSA feiert seinen ersten Geburtstag
Über 20.000 Besucherinnen und Besucher im ersten Jahr im Museum auf Abruf
Anlässlich des ersten Geburtstages des Museums auf Abruf (MUSA) neben dem Rathaus, freut sich Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny über beachtliche Zahlen. Exakt ein Jahr nach der Gründung des MUSA, das als Kompetenzzentrum für zeitgenössische Wiener Kunst ins Leben gerufen wurde, bilanziert das Museum am Ende der Ausstellung "Fair Play: Fußball in Wien" 20.120 BesucherInnen. "Diese beeindruckenden Zahlen zeigen, dass das MUSA von den Wienerinnen und Wienern angenommen wird und dass es es mit
(v.li.n.re.) MUSA-Leiter Berthold Ecker, StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny, Kulturamtsleiter Bernhard Denscher
Bei den fünf Ausstellungen des ersten Jahres - "Lange nicht gesehen", "MUTATIONS I", "Harry Weber: Das Wien-Projekt", "MATRIX" und schließlich dem Beitrag zur EURO 08 "Fair Play: Fußball in Wien" - wurden in Summe 543 Kunstwerke in den 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche neben dem Rathaus präsentiert. Eine positive Bilanz konnte auch in Hinsicht auf die Frauenförderung gezogen werden: 78 weibliche Künstlerinnen wurden gemeinsam mit 68 männlichen Künstlern einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.
Neben dem Kernprogramm, das sich neben soziokulturellen Themen, wie Geschlechterrollen und Politik, auch kunstphänomenologischen Aufgabenstellungen widmet, veranstaltete das MUSA in seinem ersten Jahr zahlreiche Begleitveranstaltungen wie Lesungen, Konzerte, Vorträge und Diskussionen, mit welchen die Ausstellungsthematik dialogisch vertieft wurde.
Kunstvermittlung für Groß und Klein
Neben der reinen Präsentation zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler bei freiem Eintritt hat sich das MUSA auch vom Beginn an der Kunstvermittlung gewidmet. Im Vordergrund stehen vor allem SchülerInnen aller Altersstufen, die sich in museumspädagogischer Begleitung interaktiv mit künstlerischen Themenschwerpunkten, einzelnen Künstlerinnen und Künstlern sowie den unterschiedlichen Ausstellungsthematiken auseinandersetzen können.
Das Vermittlungsprogramm wird gemeinsam mit den verantwortlichen LehrerInnen auf pädagogisch- didaktische Schwerpunktthemen und Altersstufen abgestimmt und ist somit entsprechend der jeweiligen Ausstellungsthematik vom Volksschulalter bis zum Matura-Niveau für alle Wiener Schülerinnen und Schüler geeignet.
Zeitgenössisches auf 600 Quadratmetern
Die Sammlung zeitgenössischer Kunst der Stadt Wien ist mit ihren über 16.500 Werken eine der größten ihrer Art in Österreich. Mit prominenten Künstlerinnen und Künstlern von Siegrun Appelt bis Othmar Zechyr bietet sie einen Querschnitt heimischer Kunstproduktion seit 1951 und erhielt durch den Umbau der ehemaligen WIGAST-Räumlichkeiten ins heutige MUSA eine neue Heimstätte direkt neben dem Rathaus. Mit dem Fokus auf die eigene Sammlung ergibt sich für das MUSA eine einzigartige Positionierung innerhalb der österreichischen und internationalen Museumslandschaft.
Der 300 Quadratmeter große Innenhof - überspannt von einer freitragenden Glasdecke - bildet den zentralen Ausstellungsraum, in dem Kunstwerke adäquat präsentiert werden. Variable Wände, die modulartig an die jeweiligen Projekte angepasst werden können, bieten immer wieder interessante Raumsituationen für Ausstellungen und Veranstaltungen.
Mit einer Gesamtausstellungsfläche von rund 600 Quadratmetern (inkl. Startgalerie und Artothek) nimmt die Stadt Wien ihre Verantwortung gegenüber der Bildenden Kunst wahr und ermöglicht damit ein anspruchsvolles Programm im Sinne der heimischen Kunstlandschaft.
Kunst zum Billigtarif
Neben der Startgalerie ist die Artothek, die 1979 von Helmut Zilk gegründet wurde, ebenfalls im MUSA beheimatet. Sie bietet den BürgerInnen der Stadt die Möglichkeit, Kunstwerke aus der Sammlung der Stadt Wien wie beispielsweise Zeichnungen, Aquarelle, Mischtechniken und verschiedene Druckgrafiken für bis zu zwölf Monaten zum Preis von nur 2,50 Euro pro Monat zu mieten. Derzeit stehen rund 1.500 Werke zur Verfügung.
Nächste Ausstellung "Kunst + Politik"
Im Anschluss an die Foto-Ausstellung "Fair Play: Fußball in Wien" präsentiert das MUSA von 4. Juli bis 10. Oktober 2008 die von Hedwig Saxenhuber kuratierte Schau "Kunst + Politik", die sich der wechselseitigen Beziehung beider Pole widmet.