Es war ein Fußballfest
Überaus positives Resümee der EURO
Es war das "erhoffte und erwartete Fußballfest", sagten Bürgermeister Michael Häupl und Vizebürgermeisterin Grete Laska in der Abschlusspressekonferenz zur EURO im Host City Media Center Wien, wo sie gemeinsam mit EURO-Koordinator Heinz Palme, dem Vorsitzenden des Organisationskomitees, Kurt Ehrenberger, Polizeipräsident Gerhard Pürstl, Peter Hoffelner, dem Einsatzleiter des Sanitätsteams Wien, ein positives Resümee der EURO 2008 zogen.
v.li.n.re.: Polizeipräsident Gerhard Pürstl, Bürgermeister Dr. Michael Häupl, Peter Hoffelner (Leiter des Sanitätsteams Wien), Vizebürgermeisterin Grete Laska
Eine Milliarde Zuschauer vor den TV-Schirmen
Wien werde auch ohne Zweifel davon profitieren, so der Bürgermeister, dass rund eine Milliarde Menschen die Spiele im Fernsehen verfolgt haben und dass insgesamt 6.500 Medienvertreter bei den sieben Spielen im Stadion anwesend waren, 2.000 davon im Host City Media Center akkreditiert. Man könne von zigtausenden Berichten in allen medialen Spielarten ausgehen, die weltweit ein eindrucksvolles Bild der Stadt transportieren. Letztlich seien keine der zuvor geäußerten Befürchtungen rund um die EURO eingetreten, es sei auch eine große Zustimmung der Bevölkerung zur EURO zu verzeichnen.
Häupl dankte allen beteiligten Organisationen und Personen, die die erfolgreiche Abwicklung des Fußballfestes für 1,2 Millionen Fans in Wien mit ihrer guten Zusammenarbeit möglich gemacht hatten: den Stellen des Magistrats mit ihren Bediensteten ebenso wie den verschiedenen Bundesdienststellen, Polizei, Bundesheer, etc. und den ins Sanitätsteam Wien eingebundenen Organisationen. Er gab auch den Dank von UEFA-Präsident Michel Platini weiter, in dem er zwei von diesem signierte EURO-Bälle an Polizeipräsident Pürstl und Sanitätseinsatzleiter Hoffelner überreichte.
Zur sportlichen Ausbeute bemerkte der Bürgermeister, das Team habe zwar nicht das erhoffte Viertelfinale erreicht, es habe aber Potential erkennen lassen, das im Hinblick auf die WM zu Hoffnungen berechtige.
Es war einfach schön
Vizebürgermeisterin Grete zog ihr Resümee mit den einfachen Worten: "Es war einfach schön," und verwies darauf, dass sich das Stadion, "die alte Dame", hervorragend bewährt und für weitere große Aufgaben empfohlen habe. Die Investitionen in diesem Bereich, für die sie auch allen Zuständigen dankte, seien ebenso nachhaltig geprägt wie jene in die Verkehrsinfrastruktur, im Besonderen für die Linie U2. Die Stadt Wien Marketing habe für die "schönste Fan Zone aller Zeiten" gesorgt, die inoffizielle Zone in Ottakring gelebte Integration vermittelt. Der öffentliche Verkehr habe perfekt funktioniert, der Individualverkehr sei nicht gestört, die Sicherheit absolut gewährleistet gewesen, das größte und längste Ereignis dieser Art in Wien sei schlichtweg optimal verlaufen.
Eine der sichersten Städte der Welt
Auch während der Euro sei Wien eine der sichersten Städte der Welt geblieben, sagte Polizeipräsident Pürstl. Die Wiener Polizei habe sich modern, freundlich und hilfsbereit gezeigt, aber auch prekäre Situationen rasch in den Griff bekommen. Es habe teilweise sogar Rückgänge bei verschiedenen Delikten gegeben, was Pürstl auch auf die Aufstockung des Normaldienstes um 30 Prozent zurückführte. Zusätzliche 1200 Beamte an Nichtspieltagen, 1800 an Spieltagen und 2500 beim Finale, verstärkt durch Beamte aus den Teilnehmerländern haben für Sicherheit gesorgt.
Der Leiter des Sanitätsteams Wien, Peter Hoffelner, verwies auf die gute Zusammenarbeit aller Organisationen, wobei die Stadt Wien ein klares System vorgegeben habe. Mit 2750 Interventionen und 266 Spitalstransporten in 23 Tagen sei die Quantität im normalen Bereich gelegen. Die neugotische Volkshalle als Versorgungsstätte für kleinere Verletzungen etc. in der Fanzone habe bei einer "Besucherin" besonders gepunktet, die meinte: "Wonderful, it's the Harry Potter-Hospital".
Insgesamt, so der Vorsitzende des Organisationskomitees Kurt Ehrengruber, habe Österreich zwar nicht seine sportlichen Ziele erreicht, sei aber als Europameister der Organisation aus den Spielen hervorgegangen.