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3. Simon Wiesenthal Lecture
Jüdisches Museum Wien lädt ein
zurück | 16.12.2008
Am 18. Dezember um 18.30 Uhr findet im Jüdischen Museum Wien, einem Konzernunternehmen der Wien Holding, die 3. Simon Wiesenthal Lecture des Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) statt. Dabei wird Paul Shapiro über die Öffnung des größten Holocaust-Archivs der Welt referieren.
Paul Shapiro stand an der Spitze einer Kampagne, die 2007 zur Öffnung des größten Holocaust-Archivs der Welt in Bad Arolsen geführt hatte. Mit Datenschutz- Argumenten hatte das Internationale Rote Kreuz jahrzehntelang den Zugang zum größten Holocaust-Archiv der Welt blockiert. Sein International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen (Hessen) verfügt über einen Bestand von rund 50 Millionen Dokumenten zu rund 17,5 Millionen Menschen.

Aufgabe des Suchdienstes war und ist die Sammlung, Ordnung, Aufbewahrung und Auswertung von Unterlagen über zivile Opfer der NS-Herrschaft. Im November 2007 kam es nach großem internationalem Druck zur Freigabe der Akten für die historische Forschung. Paul Shapiro wird in seinem Vortrag über die politischen Hintergründe, die diplomatischen Schritte zur Öffnung, die Inhalte des ITS-Archivs, seine Zugänglichkeit und die neuen Chancen für die Holocaust-Forschung sprechen. Paul Shapiro ist Direktor des Center for Advanced Holocaust Studies am United States Holocaust Memorial Museum in Washington D.C. Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.
 
Informationen: www.jmw.at
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