Green City Index
Wien on Top in Mitteleuropa
Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt mittlerweile in Städten. Der Trend zur Urbanisierung hält an. Zu diesem Schluss kommt der „European Green City Index“, der von der Economist Intelligence Unit gemeinsam mit Siemens erarbeitet wurde. Wien schneidet dabei hervorragend ab: Die österreichische Hauptstadt landete auf dem vierten Platz, geschlagen nur von den drei skandinavischen Städten Kopenhagen, Stockholm und Oslo.
Damit ist Wien eine der „grünsten“ Goßstädte Europas und liegt an der Spitze bei den über 1 Million-Einwohner Städten.
In Zahlen: Pro Kopf stoßen die Bürger europäischer Hauptstädte 5,21 Tonnen CO2 pro Jahr aus, Wien liegt bei 5,19 Tonnen. Im Durchschnitt der europäischen Staaten sind es hingegen 8,46 Tonnen. Das hat viele Ursachen, wie Studienautor James Watson erläutert. Ein wichtiger Grund ist, dass Städte in Europa kaum mehr Schwerindustrie und Landwirtschaft hätten. Dort dominieren heute Dienstleistungen und diese sind typischerweise weniger CO2-intensiv.
Der „Green City Index“ geht weit über den Klimaschutz hinaus. Er umfasst insgesamt 30 Kriterien aus den Bereichen CO2, Luftqualität, Wasser, Abfall, Verkehr, Gebäude, Energie und Umweltpolitik.
Im Bereich Trinkwasser, bei dem Wien über zwei Hochquellwasserleitungen aus dem Rax-/Schneeberggebiet und dem Hochschwabmassiv versorgt wird, schneidet die Hauptstadt hervorragend ab. Besonders hervorgehoben in der Kategorie Energie wird das Biomassekraftwerk in Simmering, in dem jährlich 200.000 Tonnen Holz verfeuert werden – was 144.000 Tonnen CO2-Emissionen spart.
Auch in allen anderen Bereichen liegt Wien in den Top Ten: bei den CO2-Emissionen und bei Gebäuden belegt die Stadt den achten Platz. Im Bereich Verkehr den vierten und in der Kategorie Abfall bzw. Flächenverbrauch den fünften Platz. Weiters findet sich Wien bei der Luftqualität an zehnter und bei der Umweltpolitik an siebenter Stelle wieder.