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Gemeinsame Investments von Öffentlichkeit und Privatunternehmen
Öffentliche Hand und private Unternehmen realisieren gemeinsame Projekte, die im Interesse der Öffentlichkeit sind, die Infrastruktur verbessern, neue Services für die Bürger bieten und gleichzeitig auch gewinnorientiert sind. Für alle Beteiligten ergibt sich eine win/win-Situation.

Die öffentliche Hand (Kommunen, Länder, Bund) verfügt oft nicht über die erforderlichen Mittel, um große Projekte rasch und nachhaltig zugleich entwickeln, planen, finanzieren und verwirklichen zu können.
Private Investoren, Betreiber und Developer wiederum haben teilweise den Zugang zu großen öffentlichen Projekten nicht, wohl aber genügend Finanzkraft, um auch langfristig zu investieren.

In gemeinsamen Unternehmensstrukturen können gemeinsame Projekte, die im Interesse der Öffentlichkeit stehen, rasch und gewinnbringend realisiert werden.

Das Prinzip des Private Public Partnership setzt sich europaweit immer stärker durch: Zukunftsweisende Infrastrukturprojekte wären ohne Private Public Partnership auch nicht mehr durchführbar.

Im Private Public Partnership-Modell bringen beide Partner ihr Know-how und ihre Ressourcen bestmöglich ein:

  • Das Public Management, die politische Willensbildung und die gesetzlichen Rahmenbedingungen seitens der öffentlichen Verwaltung
  • Das Private Management, Finanzierung, Realisierung und späterer Betrieb und Verwertung durch private Investoren, die sich ihrer Verantwortung für die Öffentlichkeit und die Stakeholder bewusst sind.

Die Wien Holding sieht es als eine der zentralen Aufgaben an, derartige Private Public Partnership-Modelle zu initiieren und umzusetzen.

Einiges wurde in der Vergangenheit bereits realisiert:

  • Die Central Danube Region GmbH ist ein Joint Venture mit der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien und ein grenzüberschreitend agierendes Unternehmen, das im dynamischen Wirtschaftsraum Wien, Niederösterreich, in den Komitaten Györ und Sopron, im Südmährischen Kreis und im Raum Bratislava Infrastrukturprojekte initiiert, plant und realisiert.
  • Die Renovierung des Mozarthauses in Wien und dessen Vermarktung und Betrieb erfolgt ebenfalls im Rahmen eines PPP-Modells mit der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien.
  • Ein weiteres Projekt ist die U2 Stadtentwicklung GmbH, im Rahmen derer eine Stadt in der Stadt im 2. Wiener Gemeindebezirk entsteht: Wohnungen, Büros, ein architektonisch richtungweisendes Hochhaus, eine Einkaufs-Mall zur Verbesserung der Nahversorgung, sowie großzügige Grün-, Erholungs- und Entertainmentflächen. Gesellschafter sind neben der Wien Holding die IG Immobilien GmbH, eine Tochter der Österreichischen Nationalbank, sowie die IC Projektentwicklung GmbH. Das Projekt soll in zwei Etappen bis 2008 (Beginn der Fußball-Europameisterschaft) und 2012 realisiert werden, parallel mit der verkehrtstechnisch wichtigen Verlängerung der U2 bis nach Großenzersdorf/Aspern.

Kundeninformation für Investoren und potenzielle Partner

Bevor konkrete Schritte zur Initiierung eines PPP-Projektes unternommen werden können, ist in der Regel von allen potenziell beteiligten Partnern eine Reihe von Kriterien zu prüfen. Diese Kriterien werden in Abhängigkeit etwa von Zielgruppe, Branche sowie Marktgegebenheiten durch die Wien Holding definiert und können bei dieser erfragt werden. Im Wesentlichen ergeben sich folgende Entwicklungsstufen:

  • Entwicklung eines potenziellen PPP-Projektes
    Kriterium: Klarer öffentlicher Nutzen und Bewusstsein über durch das Projekt ausgelöste Wirkungen
  • Identifikation und Evolution der eigenen strategischen Interessen
    Kriterium: Klare Sichtweise mit dem Ziel möglichst weitgreifender Übereinstimmung
  • Übereinstimmung mit den Zielen der Projektpartner - mit besonderer Berücksichtigung der öffentlichen Seite
    Kriterium: Klare Zielentsprechung sowie Nachhaltigkeit des Projektes
  • Präsentation des potenziellen PPP-Projektes
    Themen:
    - Wirtschaftliche und marktpolitische Ausgangssituation
       (Problemstellung)
    - Konzeption und Realisationsform des Projektes
    - die angestrebte Art der Kooperation mit dem öffentlichen Partner
    - Businessplan sowie voraussichtliche finanzielle Eigenbeteiligung
    - Ausmaß der geplanten Beteiligung seitens des öffentlichen Partners
    - die voraussichtlichen Auswirkungen des Projektes
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