
Als geeignete Räumlichkeiten für eine ständige Ausstellung von Hundertwassers malerischem Werk konnten 1989 die Gebäude der ehemaligen Möbelfabrik der Gebrüder Thonet aus dem Jahr 1892 gefunden werden. Die Größe der Gebäude bot die Möglichkeit, nicht nur ein Hundertwasser-Museum einzurichten, sondern darüber hinaus die Nutzung für internationale Wechselausstellungen mit einzuplanen.
Der Umbau, bei dem die zwei Häuser zusammengelegt wurden, dauerte von 1989 bis 1991. Hundertwasser griff in die alte Bausubstanz sehr behutsam ein. Zur Straße hin wurde ein Vorbau angefügt, dessen Glasfront die Ausstellungsräume zusätzlich mit Licht versorgt, hofseitig ein Treppenhaus. Am 9. April fand die Eröffnung des KunstHausWien statt.
Die gesamte Ausstellungsfläche im Gebäude umfasst 4.000 Quadratmeter. Neben der permanenten Hundertwasser-Gesamtschau und den internationalen Großausstellungen haben sich auch das Café-Restaurant, der wunderschöne romantische Gastgarten und der Museums-Shop zu Besuchermagneten für Jung und Alt entwickelt und gehören zu den wichtigen Umsatzbringern.
Mit rund 390.000 BesucherInnen zählt das KunstHausWien zu den zehn wichtigsten Wiener Tourismusattraktionen. Durchschnittlich besuchen rund 1.000 Menschen täglich das Haus, fast 60 % davon sahen sich die Hundertwasserausstellung an.
Mit dem KunstHausWien, der Wiener Stadthallen-Gruppe, den Vereinigten Bühnen (Raimund Theater, Ronacher, Theater an der Wien), dem Haus der Musik, dem Jüdischen Museum, dem Mozarthaus Vienna und der Wien Ticket ist die Wien Holding einer der größten Kulturkonzerne Europas. Die Kultur- und Veranstaltungsbetriebe der Wien Holding registrieren pro Jahr 2,5 Millionen BesucherInnen.
„Der Erwerb der Anteile am Kunsthaus Wien macht für die Wien Holding strategisch Sinn. Das Freizeit-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement ist eines unserer größten und wichtigsten Standbeine, neben den Bereichen Immobilienmanagement, Logistik & Mobilität, Umweltmanagement und Medien,“ so Wien Holding Geschäftsführer KR Peter Hanke. Der Kulturcluster rechnet sich für die Stadt vor allem über seine große Umwegrentabilität.
Wirtschaft, Tourismus und Arbeitsmarkt profitieren davon ebenso, wie die kulturelle Vielfalt der Stadt. Allein die beiden Flaggschiffe, Wiener Stadthalle und Vereinigte Bühnen (Raimund Theater, Ronacher und Theater an der Wien) tragen pro Jahr rund 255 Millionen Euro zur Wertschöpfung bei und sichern direkt und indirekt 4.700 Arbeitsplätze.

