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Hauptkläranlage Wien als Vorreiter im Umweltschutz
Vorbildliches Umweltmanagement mit EMAS-Urkunde ausgezeichnet
zurück | 10/25/2007
Mit der im Jahre 2005 abgeschlossenen Erweiterung der Hauptkläranlage Wien setzte die Stadt Wien einen Meilenstein in der ökologischen Gewässerreinigung. Eine Großinvestition von 225 Millionen Euro sorgt dafür, dass die Donau Wien mit der gleichen Qualität verlässt wie bei ihrer Ankunft. Für die MitarbeiterInnen der Entsorgungsbetriebe Simmering GmbH (EbS), einem Konzernunternehmen der Wien Holding, aber kein Grund, ihre Hände in den Schoß zu legen.

"Als erste Kläranlage Österreichs haben wir seitdem ein Integriertes Managementsystem (IMS) eingeführt", erklärte EbS-Generaldirektor KR DI Peter Bortenschlager, "in dem die Belange Qualität, Arbeitssicherheit und natürlich Umwelt entsprechend strenger Normen verankert sind." Für die Zertifizierung stellte sich die Hauptkläranlage einer kritischen Prüfung externer Fachleute - und Bestand den Test mit Bravour. Als Ergebnis ist die Hauptkläranlage Wien nun zertifiziert nach

  • ISO 9001:2000 (Qualitätsmanagement),
  • OHSAS 18001:1999 (Arbeitsschutzmanagement),
  • ISO 14001:2004 und
  • EMAS II - Verordnung (Umweltmanagement).

Aus den Händen von Bundesminister DI Josef Pröll nahm am 25.10.2007 EbS-Generaldirektor Bortenschlager die EMAS- Teilnahmeurkunde entgegen. "Ich danke allen MitarbeiterInnen der EbS, die das sehr arbeitsreiche Zertifizierungs-Verfahren zu einem positiven Abschluss gebracht haben", betonte Bortenschlager. "Moderne Abwasserreinigung ist ein wichtiger Beitrag zum Gewässerschutz und damit zur Lebensqualität. Mit der Hauptkläranlage Wien und dem Engagement ihrer MitarbeiterInnen können wir sicher sein, dass in Wien auch in Zukunft 'Alles klar' bleibt."

Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen

Sämtliche Abwässer der Wienerinnen und Wiener werden in der in Simmering gelegenen Hauptkläranlage Wien gereinigt, die Anlage bewältigt bis zu 7.000 Liter pro Sekunde. Nach einer mechanischen Vorstufe erfolgt die Reinigung in einem zweistufigen biologischen Prozess, der sich die Natur zum Vorbild nimmt: Milliarden von Mikroorganismen bauen Kohlenstoff und Stickstoff ab und sorgen für eine Reinigungsleistung von mehr als 95 %.

Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens prüften die MitarbeiterInnen der Hauptkläranlage Wien kritisch den eigenen Ressourcenverbrauch. Durch weitere Optimierungen in der Verfahrenstechnik konnte so etwa der Stromverbrauch um 6,6 % jährlich verringert werden, der Schmiermittelverbrauch sank um 30 % und der Grundwasserverbrauch konnte um 130.000 m3 - das entspricht dem Volumen des Millenniumtowers - reduziert werden.

"Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein", bringt DI Miklos Papp, Betriebsleiter der Hauptkläranlage Wien, die Unternehmensphilosophie auf den Punkt. Denn der Optimierungsprozess wird auch nach Abschluss des Zertifizierungsverfahrens permanent weiter geführt. Das nächste Projekt steht schon fest: Mit dem Einbau einer Kaplan-Turbine in den Abwasserablauf werden die EbS selbst 900.000 kWh Strom pro Jahr erzeugen und damit 500 Tonnen CO2 einsparen.

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