Der Verkauf und die Verwertung des Ringstraßenpalais Hansen stehen kurz bevor. Das Projekt Missindorfstraße, eine Mischform aus Wohnen, New Media Center und Gewerbepark ist bereits im Laufen, der Wiener Hafen setzt seinen Erfolgsrun und das größte Investitionsvorhaben der vergangenen drei Jahrzehnte fort. Der Twin City Liner übertrifft alle Erwartungen, mit Mitte des Jahres wird auch das KunstHausWien und das Hundertwasserhaus durch die Wien Holding übernommen.
Die Wiener Stadthalle investiert
„Wir haben unsere Dynamik noch mehr beschleunigt“, so die beiden Geschäftsführer und verweisen auf die steigenden Investitionen, eine Vielzahl an Projekten, die sich in der Pipeline befinden und auf sichtbare Erfolge. Das Mozart Haus Vienna freut sich im zweiten Jahre seines Bestehens ungebrochener Attraktion und ist beinahe täglich bis an die Grenze der Kapazitäten ausgelastet. Mit dem Gewerbepark Missindorfstraße wurde ein architektonisches und wirtschaftspolitisches Signal gesetzt: Stärkung von Mikrokosmen im urbanen Bereich, gezielte Förderung von Jungunternehmen vor allem aus dem New Media- und New Design-Bereich.“
Erfolgsmodell Twin City Liner
Der Twin City Liner, die schnelle Schiffsverbindung nach Bratislava ist auf Monate ausgebucht, sodass man ernsthaft „an die Anschaffung eines zweiten Katamarans denkt“, so Direktor Peter Hanke, der auch auf die enormen Ausweitungspläne des Wiener Hafens verweist. „Die Kapazitäten werden verdoppelt. Es entwickelt sich die bedeutendste mitteleuropäische Logisticsdrehscheibe auch in der engen Kooperation mit den ÖBB. Eine eigene Bahnverbindung mit einer neuen Brücke werden Infrastruktur und Voraussetzungen für den kombinierten Verkehr nochmals verbessern, zudem hat die Donauschifffahrt per se noch enorme Entwicklungspotentiale.“
Immobilienbereich expandiert
Ein zentrales Projekt im Immobiliencluster ist neben der Errichtung des europaweit größten Wellnessparks Oberlaa, wo ab Juli mit den Bauarbeiten begonnen wurde, der Verkauf des Palais Hansen, des letzten großen Ringstraßenensembles an Investoren. „Die Planungs- und Projektierungsphase ist abgeschlossen, die Liegenschaft wurde an die Wien Holding übertragen, ab September beginnt die Investorensondierung, das Interesse ist enorm“, so DI Brigitte Jilka, MBA, verantwortlich für den Immobilienbereich.
Parallel dazu beginnen die Vorbereitungen für STAR, das Projekt im 22. Bezirk, wo auf den ehemaligen Waagner Biro-Gründen mehrere Einzelprojekte integriert zueinander umgesetzt werden: ein Businesspark (in Verantwortung des WWFF), eine betreute Seniorenwohnanlage, ein internationales Studentenhaus mit Fokus auf Studenten aus Wien und der Centrope-Region sowie ein Einkaufszentrum zur Optimierung der Nahversorgung.
Bereits im August 2007 wird im Rahmen des Projektes U2 Stadtentwicklung das Stadion Center eine Einkaufsmall unmittelbar neben dem EM-Stadion gebaut. Für den großen Büroturm konnte die OMV als zentraler Mieter gewonnen werden. Die Areale längs des Messezentrums Wien Neu werden ab dem Jahre 2008, unmittelbar nach dem Ende der Europameisterschaften, erschlossen und vermarktet: Business-Center, Hotel, Wohnungen und Geschäftslokale, sodass die Infrastruktur und das Messe- und Kongresszentrum noch weiter verbessert wird.
50 Jahre Wiener Stadthalle
Die Wiener Stadthalle Europas größter innerurbaner Multifunktionskomplex, wird im kommenden Jahr 50 und plant spezielle Highlights, das Ronacher wird im Frühjahr 2008 den Spielbetrieb nach der Sanierung aufnehmen. „Das Musiktheater an der Wien hat sich bereits internationales Renommee als Stagione-Theater erworben, mit dem KunstHausWien“, so Wien Holding Geschäftsführer Peter Hanke, „erweitern wir sukzessive unseren Kulturcluster und können weitere Synergien auch im Tourismus schaffen.“
Oberlaa – das Megaprojekt
Apropos Tourismus. Ebenfalls eine touristische Lücke wird der Wellnesspark und die Therme Oberlaa neu darstellen. Mit einer Gesamtinvestitionssumme von 220 Millionen Euro entstehen nicht nur die neue Therme, sondern auch ein integriertes Gesundheitszentrum auf dem jüngsten medizinischen Standard, ein Hotel, eine Reihe von Service Apartements, eine Kindererlebniswelt und eine Ladenstraße, sowie ein großzügig frei zugänglicher Part. „Der Wellnessboom“, so DI Brigitte Jilka, MBA, „wird auch in Zukunft anhalten. Zudem haben wir potente strategische Investoren für ein PPP-Modell gewonnen und mit VAMED einen Betreiber, der weltweites Know-how in der Medizintechnik und in der Führung von Wellnessparks hat“.
Oberlaa wird im Jahre 2010 in Betrieb gehen und auch im Tourismusbereich eine zusätzliche Attraktion bilden. „Wellnesstourismus in Kombination mit Kunsttourismus ist im Kommen“, so Jilka.