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Twin City Liner: Bald auch nach Budapest?
Für das Schiff, das zwischen Wien und Pressburg fährt, werden neue Ziele gesucht
zurück | 5/24/2007
Der Erfolg kam selbst für die Betreiber Central Danube Region, eine Tochter der Wien-Holding, überraschend. 79.000 Kunden in einem Jahr, rund 1000 Fahrten und so gut wie durchgehend ausverkauft. Da der Twin City Liner, der seit gut einem Jahr zwischen Wien und der slowakischen Hauptstadt Pressburg verkehrt, 2006 derart eingeschlagen hat, wird der Ankauf eines zweiten Schiffes geprüft.

 

Derzeit wird intensiv über eine Vertiefung des Angebotes nachgedacht. Geprüft wird unter anderem ein regelmäßiger Dienst nach Budapest. In Diskussion stehen auch andere Projekte: Nämlich eine Schifffahrt zu dem aus der k.u.k-Zeit stammenden und jetzt revitalisierten Kur- und Thermalbad Piestany, das nicht allzu weit weg von Pressburg liegt und immer mehr zu einer slowakischen Wellness-Oase ausgebaut wird. Ein weiteres Ziel für den Twin City Liner könnte auch ein Kunstmuseum sein, das ein Holländer auf der Halbinsel Danubia nahe der slowakischen Hauptstadt errichtet hat.
 
Einige Verbesserungen wurden schon heuer durchgeführt. So gibt es eine zusätzliche Nachtlinie, die erst um 20.30 Richtung Pressburg abfährt. Und auch Richtung Wien gibt es eine Spät-Tour 22.30 Uhr. Zudem werden in Kooperation mit Pressburger Hotels Packages für Übernachtungen angeboten.
 
Neue Anlegestelle
Nicht der „Rialto“ über den Donaukanal wird gebaut, sondern eine neue Anlegestelle für den äußerst erfolgreichen Twin City Liner, der wegen großen Publikumsandrang nunmehr auch eine vierte tägliche Linienfahrt eingeschoben hat. Das gibt jetzt Planungsstadtrat DI Rudolf Schicker bekannt.
 
Dass aus einem Architekturwettbewerb als Sieger hervorgegangene Modell des Architektenteams fasch&fuchs wird realisiert. Es sieht neben einer avantgardistischen Anlege- und Einstiegsstelle auch eine Shop- und Ladenstraße vor, die zu einer weiteren Belebung des Donaukanals beitragen wird.
 
Schräg gegenüber am anderen Ufer, wird bis Ende des Jahres 2007 an der Aspernbrücke das Novotel Wien Urania fertiggestellt, im Jahre 2010 der Turm des französischen Architekten Jean Nouvel, der bereits einen der Gasometer-Türme neu gestaltet hat, gebaut. Er füllt die derzeitige Baulücke des früheren Bundesländer-Versicherungshauses, das abgerissen wurde und steht in unmittelbarer Nähe des neuen Uniqa-Turmes des Architekturbüros Neumann, der schon zu einem innerurbanen Wahrzeichen geworden ist.
 
Der Nouvel-Turm wird ein Mix aus Boutiquen im Luxussegment, sowie einem Luxushotel sein und ein Panoramarestaurant beherbergen. Der Turm wird eine Höhe von 75 Metern erreichen. „Damit“, so DI Rudolf Schicker, „wird der Donaukanal um einiges spannender, belebter und auch architektonisch interessanter, mit einer fast geschlossenen Skyline am linken stadtausführenden Ufer.“
 
Der Twin City-Liner ist ein gemeinsames Projekt der Central Danube Region Marketing (eine Tochterfirma der Wien Holding) mit der Raiffeisen-Landesbank. Betreiber ist die DDSG Blue Danube Schifffahrt.
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