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Ein Spielplan vom Besten
Wien Holding Tochter Theater an der Wien spielt in der musikalischen "Champions League"
zurück | 4/8/2008
In der "Champions League" der internationalen Opernwelt sieht Intendant Roland Geyer das Theater an der Wien nach den Erfolgen der laufenden Saison. Mit dem Spielplan für 2008/09, den er gemeinsam mit Thomas Drozda, designierter geschäftsführender Direktor der Vereinigten Bühnen, vorstellte, soll das Haus endgültig dort etabliert werden. 14 Premieren, davon 10 Opernproduktionen, 2 Ballettproduktionen und zwei Premieren in der "Hölle" stehen auf dem Programm des Hauses.
Große Namen von Nikolaus Harnoncourt bis René Jacobs, von Bertrand de Billy bis Fabio Luisi, von Natalie Dessay bis Christine Schäfer und Bo Skovhus sind am Pult wie auf der Bühne ebenso zu finden wie die "Rising Stars", denen das Theater bereits in ihren jungen Jahren ein Podium bieten will. Martin Kusej, Christof Loy, Claus Guth und weitere renommierte Regisseure garantieren für interessante Inszenierungen.

Mehr Convenience
Ein Umbauvorhaben, das viele Besucher freuen wird, kündigte Geyer gemeinsam mit Thomas Drozda an: im Parkett werden die Abstände zwischen den Sitzreihen um 1o bis 12 Zentimeter vergrößert und damit Beinfreiheit geschaffen, aufgrund ausgeklügelter Planung wird dieses Mehr an Komfort nur 30 Sitzplätze kosten. Neben dieser gravierenden Verbesserung formulierte Drozda die Gewinnung neuen Publikums und weiterer Abonnenten sowie weiterer Sponsoren neben dem Hauptsponsor Agrana als wesentliche Anliegen. Eine reiche Auswahl von Abonnements bietet die Möglichkeit, aus der Vielfalt des Programms zu wählen und bei früher Buchung Preisvorteile von bis zu30 Prozent zu lukrieren.

Auftakt mit Händel
Der Saisonauftakt ist Georg Friedrich Händel mit seiner Oper "Ariodante", ab 16. September gewidmet. Barock geht es auch mit der zweiten Saisonproduktion ab 14. Oktober weiter: "Orfeo ed Euridice" von Gluck in der Wiener Fassung, dirigiert von René Jacobs mit Bejun Mehta und Miah Persson, Regie: Stephen Lawless.

"Rake's Progress" mit dem Team Kusej-Harnoncourt
Drei Opern des 20. Jahrhunderts bestimmen das Angebot um den Jahreswechsel. Strawinskis Meisterwerk "The Rake`s Progress", eine Koproduktion mit dem Opernhaus Zürich, ist ab 13. November zu sehen. Nikolaus Harnoncourt am Pult mit den Wiener Symphonikern, Martin Kusejs Regie und Sänger wie Toby Spence, Adriana Kucerová und Sophie von Otter sowie der Arnold Schoenberg Chor versprechen einen spannungsgeladenen Abend.

Es folgen "Intermezzo" von Richard Strauss, ab 11. Dezember , musikalische Leitung Kirill Petrenko, Inszenierung Christof Loy, mit Bo Skovhus und Soile Isokoski und "Pelléas et Melisande" von Debussy ab 13. Jänner. Bertrand de Billy dirigiert sein RSO, Laurent Pelly inszeniert, für stimmlichen Glanz sorgen Natalie Dessay und Stéphane Degout.

Mozarts Jugendwerk "Mitridate"
"Mitridate, Re di Ponto", von Mozart mit 14 Jahren geschrieben, bringt ab 24. April ein Wiedersehen mit Publikumsliebling Patricia Petibon, die noch mehr an das Haus gebunden werden soll. Von den zwei geplanten Ballett-Produktionen steht bereits eine fest: John Neumeier kommt wieder mit seinem Hamburg Ballett Ende Jänner und "Tod in Venedig" in seiner Version mit Musik von Bach und Wagner. In der "Hölle bringt das Kabinetttheater mit "Ein bekehrter Wüstling" ein Programm mit Musik aus Opern des 20. Jahrhunderts und die Produktion "Haydn bricht auf".
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