Der Wiener Hafen auf Expansionskurs: Neuer Container-Terminal eröffnet, Winterhafenbrücke bereits im Probeeinsatz
500.000 Containereinheiten (TEU) pro Jahr sind das ehrgeizige Ziel, das sich das Wiener Hafen-Management für 2009 und 2010 vorgenommen hat. Der Wiener Hafen befindet sich am besten Weg, zentrale Logistikdrehscheibe in Mitteleuropa zu werden. Im Jahre 2007 stieg der Umsatz der Wiener Hafen-Gruppe auf 45 Millionen Euro, ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Containergeschäft erzielt sogar ein Wachstumsplus von 17 Prozent. Der positive Trend setzt sich auch 2008 fort.
Am 1. September 2008 wurde der neue Containerterminal eröffnet. Damit sind auch die Voraussetzungen für die Kapazitätssteigerung gegeben.
Neu- und Ausbau des Terminals: In Zukunft nahezu doppelte Umschlagskapazität
Mit der Eröffnung des neuen Containerterminals ist die Basis gelegt, um unsere jährliche Umschlagkapazität auf rund 500.000 Containereinheiten nahezu zu verdoppeln", so der Geschäftsführer des Wiener Hafens, Walter Edinger. "Die Zugeinfahrten mit elektrobetriebenen Loks können herkömmliche Verschubbewegungen einsparen und bringen für den Containerumschlagplatz große ökonomische und ökologische Vorteile", so Edinger und Matthä. Auf 650 m Länge sorgen zwei neue Portalkräne für einen optimalen Umschlag zwischen Straße und Schiene.
Mit 22. September startete der Vollbetrieb, dann erfolgt der Ausbau des bestehenden Terminals, von der ÖBB-Infrastruktur Bau AG gemeinsam mit dem Wiener Hafen. Ein drittes zusätzliches Gleis, eine neue Kranbahn für einen modernen Containerkran und ein moderner Einfahrtsbereich für LKWs kommen hinzu.
Gleichzeitig wird der Handelskai (B 14) vom Zentrum des Hafengebietes in die Seitenhafenstraße verlegt. Eine neue Brücke über den Donaukanal bindet das Hafengelände an die Ostautobahn (A 4) an.
Lückenschluss Donauufer- und Donauländebahn
Seit 1945 existierte keine Verbindung mehr zwischen Donauufer- und Donauländebahn, der Terminal war nur über den Bahnhof Erdberg und die Donauländebahn erreichbar. Diese Lücke wurde geschlossen. Auf einer Strecke von 8,8 km wurden die Gleise komplett adaptiert, weitere 2,3 km wurden neu verlegt; bis zu 70 Züge können täglich fahren.
Erfolgreiche Probebelastung der Winterhafenbrücke
Ende 2008 ist die Inbetriebnahme des neuen Streckenteiles vorgesehen. Die Winterhafenbrücke mit einer Länge von rund 168 m ist das zentrale Bindeglied und "Herzstück" zwischen den beiden bisher unterbrochenen Strecken. Die Brücke wurde als massives Stahlobjekt in modernem Design gestaltet.
Der Wiener Hafen und die Gesamtvolumina im Jahre 2007
Im Logistikzentrum Hafen Wien wurden 2007 insgesamt 12 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, davon alleine 5,5 Millionen durch die Wiener Hafen-Gruppe selbst. Der Rest kam von Unternehmen, die im Hafenareal angesiedelt sind und von hier aus ihre internationalen Geschäfte betreiben. Auch sie stellen ein beachtliches Synergiepotential für das Gesamtlogistikzentrum Hafen dar.
Zudem gibt es immer mehr international Interessierte, die ihre Logistikaktivitäten für den CEE-Raum in Wien bündeln wollen. Die topographische Lage ist geradezu ideal: Der Flughafen Wien als Drehkreuz und bedeutender Hub, der Wiener Hafen, der neue Verschub- und Frachtenbahnhof, der errichtet wird, und die großen transeuropäischen Tangentialen die einander in Wien kreuzen.
"Wien wird als Wirtschaftsstandort und als Drehscheibe für die Warenströme im Herzen Europas immer wichtiger, das zeigt auch das neuerliche, erfreuliche Ergebnis des Wiener Hafens. Das Investitionsvolumen dafür im Zeitraum 2009 beläuft sich auf insgesamt 150 Millionen Euro, die wir gemeinsam mit Partnern wie der ÖBB investieren. So zum Beispiel in den Bau des neuen Containerterminals", so Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner.
Trimodal zum Erfolg: Perfekte Vernetzung von Schiff, LKW und Eisenbahn
"In den letzten Jahren ist es uns hervorragend gelungen, den Wiener Hafen als einen der größten europäischen Donauhäfen nachhaltig zu etablieren. Wir ernten die ersten Früchte für die ständige Verbesserung der Infrastruktur für die Schifffahrt genauso wie für die Fracht, die per LKW und Zug transportiert wird. Damit haben wir den Wiener Hafen zum größten trimodalen Logistikzentrum in Österreich gemacht. Die optimale Anbindung an die drei wesentlichen Bereiche im Gütertransport - das Schiff, die Eisenbahn und den LKW - ist ein Standortvorteil, um den uns viele andere Logistikzentren beneiden. Wir setzen konsequent auf diese Vernetzung und steigern damit die Bedeutung des Wiener Hafens für die Wirtschaft im gesamten zentral- und osteuropäischen Raum von Jahr zu Jahr", so Komm.-Rat Peter Hanke, Geschäftsführer der Wien Holding.
Steigerungen in nahezu allen Geschäftsbereichen
An der ausgezeichneten Geschäftsentwicklung haben so gut wie alle Geschäftsbereiche ihren Anteil. So ist das Containergeschäft neuerlich um 17 Prozent gewachsen.
Im Bereich Auto-Terminal liegt die Zuwachsrate bei 3 Prozent. Der Schiffsumschlag florierte mit einem Zuwachs von 24 Prozent. Im Lagergeschäft beträgt das Wachstum vier Prozent und bei der Personenschifffahrt der DDSG Blue Danube konnte die Anzahl der Passagiere um sieben Prozent erhöht werden. Die Anzahl der im Personenhafen bei der Reichsbrücke abgefertigten Passagiere ist um 15 Prozent gestiegen.
Neuer Rekord bei Containerumschlag
Noch nie wurden so viele Container im Wiener Hafen umgeschlagen wie im Jahr 2007. Insgesamt waren es rund 323.000 Containereinheiten (TEU), das bedeutet ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Jahr 2006 (2006: 277.000 TEU). Die Wachstumsraten sind enorm. Denn bereits von 2005 auf 2006 hat es eine Steigerung um 23 Prozent gegeben. Somit hat sich der Wiener Hafen im Containergeschäft in den letzten Jahren zum zentralen Knoten vor allem im Überseecontainerverkehr entwickelt.
Das Containergeschäft wird von der
WienCont, einem Tochterunternehmen des Wiener Hafens abgewickelt. Neben dem Standort im Wiener Hafen gehören zur WienCont auch noch Standorte in Krems, Graz, Wels und Villach. An den fünf Standorten zusammengerechnet wurden im Jahr 2007 insgesamt 391.000 Containereinheiten umgeschlagen und damit der Vorjahreswert um 15 Prozent übertroffen. 2009 sollen es 500.000 sein.
Mehr Schiffe mit mehr Fracht im Jahr 2007
Per Schiff werden im Wiener Hafen vor allem Mineralölprodukte (über 60%) sowie Baustoffe wie Zement, Sand oder Stahlprodukte bzw. landwirtschaftliche Produkte wie Getreide und Kunstdünger transportiert. Die Vorraussetzungen für die Donauschifffahrt waren im Jahr 2007 wesentlich besser als im Jahr 2006. Es hat weniger Phasen mit Niederwasser und auch weniger Eis im Winter gegeben. Ein Umstand, der sich sowohl auf die Schifffahrt insgesamt wie auch auf die per Schiff transportierten Gütermengen positiv ausgewirkt hat.
In allen drei Häfen (Hafen Albern, Hafen Freudenau und Ölhafen Lobau) wurden im Jahr 2007 insgesamt 1.649 Frachtschiffe (plus 15 Prozent) abgefertigt und 1,6 Millionen Tonnen Ware am Wasserweg umgeschlagen. Das bedeutet eine Erhöhung von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark gestiegen ist die Anlieferung von Stahl mit dem Schiff.
Zuwächse im Warehouse-Bereich und im Autoterminal
Neben den Schüttguthallen verfügt der Wiener Hafen über weitere Lagerhallen mit einer Gesamtfläche von 60.000 m² für Waren verschiedenster Art von Lebensmitteln über Unterhaltungselektronik bis hin zu Industriewaren.
Der Autoterminal des Wiener Hafens zählt weiterhin zu den größten Pkw-Verteilzentren in Österreich. 72.000 Neuwagen von Mercedes, Opel, Renault bis zu Mitsubishi, Mazda, Kia und Hyundai und andere Automarken sind über den Autoterminal im Wiener Hafen im Jahr 2007 ausgeliefert worden. Das bedeutet eine Steigerung um drei Prozent (2006: 70.000 Neuwagen). Die über den Wiener Hafen gehandelten Fahrzeuge entsprechen etwa einem Viertel der in Österreich zugelassenen Neufahrzeuge.
Rekordergebnisse in der Personenschifffahrt
Ein neuer Passagierrekord wurde im Jahr 2007 auch im Personenhafen Wien bei der Reichsbrücke verzeichnet. Nach dem bereits sehr erfolgreichen Jahr 2006 ist es im Jahr 2007 abermals gelungen, mit 305.000 abgefertigten Passagieren, nochmals um 15 Prozent zuzulegen.
Auch die DDSG Blue Danube Schifffahrt GmbH, an der der Wiener Hafen mit 50 Prozent beteiligt ist, hat ein Rekordergebnis eingefahren. Die Gesellschaft betreibt als eines der Nachfolgeunternehmen der früheren Donaudampfschifffahrtsgesellschaft die Personenschifffahrt in Wien und der Wachau.
Mit 309.000 beförderten Passagieren wurden um 7 Prozent mehr Touristen transportiert als im Vergleich zum Vorjahr.
Mit dem Ankauf der MS Schlögen im Jahr 2007 steht nun ein sechstes Schiff der Flotte zur Verfügung. Damit wurde die führende Marktposition des Unternehmens weiter ausgebaut und auch die Abfahrtszeiten und die Streckenführung optimiert. Die Hauptgeschäftsfelder der DDSG Blue Danube sind die touristischen Linienschifffahrten in Wien und der Wachau, Schiffs-Charterfahrten auf der Donau sowie Event-Fahrten mit Abendprogramm.
Big Player bei Grundstücken und Immobilien
Der Wiener Hafen zählt auch zu den Schwergewichten im regionalen Immobilien- und Betriebsansiedlungsbereich: Durch die kontinuierliche Entwicklungsarbeit ist auf dem über 3,5 Millionen m² großen Hafengelände das mittlerweile über 120 Unternehmen umfassende Logistikzentrum Hafen Wien entstanden. Diese Unternehmen bieten rund 5.000 Arbeitsplätze. Dazu gehören Logistiker wie Schenker, Kühne & Nagel, DHL oder die Rail Cargo Austria. Aus dem Handels- und Baubereich haben sich zum Beispiel die Thyssen Krupp Stahlunion, Lafarge Perlmoser oder Wopfinger Transportbeton angesiedelt. Aus der Treibstoffbranche kommen Unternehmen wie die OMV oder die Biodiesel Vienna.
Bereits 95 Prozent der Betriebsansiedlungsflächen sind verpachtet. 2007 konnten weitere 22.000 m² bisher unproduktive Fläche in das Hafengebiet integriert werden. Weitere Flächenerweiterungen werden geprüft. Zudem zählt das Betriebsbaugebiet Albern zu den Immobilienassets des Wiener Hafens.
Der Wiener Hafen - Fakten und Daten im Überblick
Kennzahlen der Wiener Hafen-Gruppe 2007
Beteiligungen
Unternehmen
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Wiener Hafen Management GmbH
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Wiener Hafen, GmbH & Co KG
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Wiener Hafen und Lager Ausbau- und
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Vermögensverwaltung, GmbH & Co KG
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Entwicklungsgesellschaft m.b.H.
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Betriebliche Kennzahlen
Infrastruktur
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Gesamtfläche
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350
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ha
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Kailänge
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5.000
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m
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Krananlagen
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6–160
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to
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Gedeckte Lagerflächen
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70.000
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m²
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Rohstoffhallen
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36.000
|
to
|
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Freilagerflächen
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200.000
|
m²
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Autoterminal
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10.000
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PKW-Stellplätze
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Containerterminal
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5.000
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TEU (Stellplätze)
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Büromietflächen
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10.000
|
m²
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Güterbewegungen
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Gesamtumschlag
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12.000.000
|
to
|
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Güterumschlag
|
5.500.000
|
to
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Abgefertigte Schiffe
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1.649
|
Einheiten
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Autoterminal
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72.000
|
Fahrzeuge
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Containerterminal
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323.000
|
TEU
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Finanzkennzahlen
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Umsatz
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45.000.000
|
€
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Mitarbeiter
|
241
|
Personen
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Personenhafen Wien
|
Schiffe
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4.371
|
Einheiten
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Passagiere
|
305.000
|
Personen
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DDSG Blue Danube
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Verkaufte Tickets
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310.000
|
Stück
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