Die neue Schiffsstation am Wiener Donaukanal ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sie ist sichtbarer Beweis für den Erfolg und die Akzeptanz der Schiffsschnellverbindung zwischen den Twin Cities Wien und Bratislava. Mittlerweile sind es zwei Katamarane, die nahezu im Zweistundentakt zwischen dem Herzen Wiens und Bratislava verkehren. Bei einer sensationellen Fahrzeit von knapp einer Stunde, die derzeit mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu unterbieten ist.
Der Twin City Liner ist Symbol des Zusammenwachsens von zwei Metropolen und des Entstehens einer neuen Region in der EU der 27: Centrope, das mit einem Radius von knapp 150 Kilometer mehr Einwohner zählt als ganz Österreich, durch dynamische Großstädte wie Wien, Bratislava oder Brünn geprägt ist, ein deutlich rascheres Wirtschaftswachstum aufweist als der Schnitt der EU 27 Staaten und zudem auf gemeinsamen historischen Wurzeln gebaut ist.
Know-how-Transfer
"Die Wien Holding", so Geschäftsführer Komm.-Rat Peter Hanke, "hat in den vergangenen Jahren die Zeichen der Zeit erkannt: Man muss im neuen Europa über die alten Grenzen hinaus agieren, Know-how exportieren, die regionale Zusammenarbeit suchen, vor allem im Technologie-, Kultur- und Logistik- sowie Forschungsbereich. Das hat die Wien Holding mit der Gründung der Central Danube Marketing- und Development GmbH initiiert.
Der Twin City Liner ist nur eine, wenn auch sichtbare Erfolgsstory der CDR, die im Know-how-Export, im Contracting und im Projektmanagement äußerst aktiv ist. Die Centrale Danube Region Marketing & Development GmbH ist gleichzeitig Paradebeispiel für gut funktionierende Private Public Partnership-Modelle. Wien Holding und Raiffeisen sind daran beteiligt und durchaus offen für Partner aus den angrenzenden Nachbarländern."
Hohe Wirtschaftsdynamik in Centrope
Internationale Wirtschaftsstudien bestätigen, dass das Dreieck Wien - Bratislava - Brünn zu einer der wirtschaftlich potentesten Regionen Europas zählt. Die Voraussetzungen sind bestens: ideale topographische Lage mitten im Herzen Europas, Schnittsteller aller großen Transportwege, hohes Ausbildungsniveau, gute Basisinfrastruktur. Diese Chancen gilt es zu nutzen.
Der Twin City Liner als Zukunftssignal
Insgesamt investiert die Wien Holding rund 6,25 Millionen Euro in den Bau der neuen Schiffsstation, die mit Beginn der Hauptsaison im April 2010 in Betrieb gehen wird.
"Mit dem Schiffsterminal ´Wien City´ rücken wir Wiens Innenstadt rund um den Schwedenplatz noch ein Stück näher an den Donaukanal. Zusätzlich wird das Stationsgebäude mit Restaurant, Cafe, Shops sowie neuen Flächen für Veranstaltungen, Ausstellungen und Events ausgestattet. Der Donaukanal gewinnt damit zusätzlich an Attraktivität", so Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner.
Die neue Schiffsstation ´Wien City´ ist ein gutes Beispiel für die Unternehmensphilosophie der Wien Holding: Sie entwickelt Projekte, die einen hohen Mehrwert für die Wirtschaft, die Lebensqualität und die Menschen bringen.
Architektur pur
"Die neue Schiffsstation wird zu einem architektonischen Highlight am Donaukanal und wird diesen als Raum für Erholung und Freizeit neuerlich aufwerten", ist Planungsstadtrat DI Rudi Schicker überzeugt. "Das von den Architekten Fasch & Fuchs gestaltete Terminal überdeckt einen Teil des Vorkais und bietet einen großzügigen wettergeschützten Wartebereich. Café, Lounge und Restaurant mit Panoramablick auf den Vorkai werden sich sehr rasch zu einem beliebten Treffpunkt am Donaukanal entwickeln. Umso mehr, als das Dach mit Terrassencafé auch im Sommer genutzt werden kann", so Schicker.
Mehr Komfort und Service für über 200.000 Passagiere pro Jahr
Die neue Schiffsstation "Wien City" wird zwischen Marienbrücke und Schwedenbrücke errichtet, dort wo jetzt die großen Pontons für die Abfertigung des Twin City Liners liegen.
Nach Fertigstellung werden hier die beiden Twin City Liner sowie die zur DDSG-Blue Danube Schifffahrt gehörenden Ausflugsschiffe "MS Schlögen",
"MS Vindobona" und "MS Vienna" an- und ablegen. "Mit der neuen Schiffsstation wollen wir die Wettbewerbsfähigkeit und die Marktführerrolle dieser beiden Tochterunternehmen der Wien Holding weiter stärken. Wir schaffen mit einer perfekten Infrastruktur noch mehr Komfort und bieten einen noch besseren Service für unsere Kunden. Immerhin werden pro Jahr an der Anlegestelle beim Schwedenplatz über 200.000 Passagiere abgefertigt", so Wien Holding-Geschäftsführer Komm.-Rat Peter Hanke.
Sensationelle Passagierzahlen
Die Central Danube GmbH mit den zwei Twin City Linern und die DDSG Blue Danube Personenschifffahrt hatten in den letzten beiden Jahren große Passagierzuwächse als Ergebnis des konsequenten Flottenausbaus und der kontinuierlichen Verbesserung von Leistung und Qualität zu verzeichnen.
Zwischen Wien und Bratislava sind seit Mai 2008 zwei Twin City Liner unterwegs und das mit einer sensationellen Auslastung von über 70 Prozent. Im Jahr 2007 wurde für die DDSG-Blue Danube mit der MS Schlögen ein weiteres Ausflugsschiff angekauft, sodass nun die DDSG-Blue Danube bereits mit sechs Ausflugsschiffen unterwegs ist.
Investvolumen: 6,25 Millionen Euro
Das Investvolumen für die neue Schiffsstation beträgt insgesamt 6,25 Millionen Euro. Finanziert und errichtet wird die Schiffsstation "Wien City" von der Wiener Donauraum GmbH. "Aufgabe dieses Unternehmens ist es, den Donauraum und die Donauschifffahrt nachhaltig zu entwickeln. So betreibt das Unternehmen den Personenhafen beim Schifffahrtszentrum an der Reichsbrücke, wo die großen Donau-Kreuzfahrts- und Donau-Ausflugsschiffe anlegen. Zum Aufgabengebiet gehört aber auch die Entwicklung neuer Projekte wie zum Beispiel der Schiffsstation Wien City, erklärt der Geschäftsführer des Unternehmens, Dr. Ronald Schrems.
PPP-Nachhaltigkeit und Erfolg
Mit an Bord des Projekts ist auch die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. Sie beteiligt sich als Investor mit 600.000 Euro. Wien Holding und Raiffeisen arbeiten bereits erfolgreich als Partner beim Twin City Liner im Rahmen eines Public Private Partnership- Modells zusammen.
"Für die RLB NÖ-Wien ist die Schiffsstation ´Wien City´ ein Projekt, in das wir gerne investieren. Wir verstehen uns als Partner der Stadt, der als Investor erfolgversprechende Projekte unterstützt, die sowohl die Stadtentwicklung wie auch die Wiener Wirtschaft fördern und für die Entwicklung der Region von Vorteil sind", so Dr. Robert Gruber, Generaldirektor-Stellvertreter der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien.
Bau in zwei Etappen sichert Schiffsabfertigung auch in der Hauptsaison
Die Schiffsstation "Wien City" wird in zwei Bauabschnitten gebaut. In Phase 1 bis März 2009 werden in erster Linie die Arbeiten am Fundament erledigt. Die Rohre, Leitungen und Anschlüsse für Kanal, Strom und Fernwärme werden verlegt. In der zweiten Bauphase wird dann das Gebäude errichtet. Die zweite Bauphase wird von Anfang September 2009 bis April 2010 laufen. In der Zeit dazwischen - der Hauptsaison für den Schiffsverkehr von April bis Ende August 2009 - können der Schiffsbetrieb und der Freizeitspass am Donaukanal ungetrübt stattfinden. Die Fertigstellung des Gebäudes erfolgt dann wieder außerhalb der Hauptsaison bis Ende April 2010.
Wien Holding realisiert Projekte mit Mehrwert für die Stadt
Rund 70 Unternehmen sind derzeit unter dem Dach der Wien Holding gebündelt. Der Konzern befindet sich in hundertprozentigem Eigentum der Stadt Wien, ist nach privatwirtschaftlichen Kriterien organisiert und auf Ertrag ausgerichtet. Der Konzern agiert neben dem Kulturbereich auch noch in den Bereichen Immobilien, Logistik & Mobilität, Medien & Bildung sowie im Umweltbereich. Die Wien Holding erwirtschaftete im Jahr 2007 einen Umsatz von rund 328 Millionen Euro. Auch die Umwegrentabilität ist enorm. Die Wien Holding und ihre 70 Unternehmen tragen zur Wertschöpfung in Wien pro Jahr rund eine Milliarde Euro bei und sichern direkt und indirekt rund 15.000 Arbeitsplätze.