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Eröffnung: "Café As" v.l.n.r.: Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, Direktorin des Jüdischen Museum Wien Danielle Spera, Kuratorin Michaela Vocelka, Leiterin der UNIQA Kunstversicherung Petra Eibel © wulz.cc

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Mi, 29. Mai Jüdisches Museum

"Café As. Das Überleben des Simon Wiesenthal" eröffnet

Das Jüdische Museum Wien, ein Museum der Wien Holding, eröffnete Dienstag, den 28. Mai 2019, im Beisein zahlreicher Gäste die neue Ausstellung "Café As. Das Überleben des Simon Wiesenthal". Die Schau präsentiert die Geschichte einer Wiederentdeckung, ein Konvolut von verschollen geglaubten Architekturentwürfen Simon Wiesenthals.

Das Zeichnen dieser Entwürfe wurde im Konzentrationslager Mauthausen zum Lebenselixier für Simon Wiesenthal und sie sind daher Zeugnis des Überlebens im mörderischen System des Nationalsozialismus.

Berührende Ausstellungseröffnung
Direktorin Danielle Spera begrüßte die Gäste der gestrigen Ausstellungseröffnung und sprach über die sensationelle Wiederentdeckung: "Das Konvolut der 80 Zeichnungen stellt einen bisher fehlenden Teil aus der Biographie von Simon Wiesenthal dar, den wir nun bewahren und veranschaulichen können."

In einem Überblick über die Schau beleuchtete Kuratorin Michaela Vocelka die Zeichnungen, die immer wieder über ihre intendierte Funktion als Skizzen für ein Spielcafé hinausgehen und auf die Schrecken der damaligen Zeit verweisen. Petra Eibel, Leiterin der UNIQA Kunstversicherung, zeigte sich begeistert von der Ausstellung und sprach Grußworte. Wiener Burgtheater Ensemble-Mitglied Michael Masula las aus Erinnerungen von Simon Wiesenthal.

"Simon Wiesenthal trat zeit seines Lebens unerschrocken für Gerechtigkeit und Respekt, Anstand und Moral ein", betonte Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler im Rahmen der Ausstellungseröffnung. "Als einer der wichtigsten Befürworter des Mahnmals auf dem Judenplatz hat er einen bedeutenden Beitrag zur Erinnerung an die österreichischen Opfer des Holocaust geleistet. Eine Erinnerung, die immer wichtig war, gegenwärtig wieder an Bedeutung gewinnt und auch in die Zukunft getragen werden muss. Simon Wiesenthal ist ein Vorbild für nachfolgende Generationen", so Kaup-Hasler.

Die Eröffnungsgäste, unter anderem Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Helga Rabl-Stadler, Georg Markus, Bela Rasky, Terezija Stoisits, Yvonne Oswald und Elke Krystufek, zeigten sich berührt von der bewegenden Entstehungsgeschichte der Zeichnungen.

Das Café As – Eine Wiederentdeckung
Simon Wiesenthal ist heute als jener Mann bekannt, der sein Leben der Gerechtigkeit für die Opfer der Shoah widmete. Sein Beruf als Architekt, den er bis zu seiner Verfolgung durch das NS-Regime ausübte, ist jedoch in Vergessenheit geraten. Während seiner Inhaftierung im KZ Mauthausen 1945 lernte Wiesenthal den polnischen Gefangenen Edmund Staniszewski kennen, der ihm immer wieder Essen zusteckte und Wiesenthal dadurch das Leben rettete. Das Kriegsende war bereits vorauszusehen. Staniszewski hoffte, ein Kaffeehaus in Posen eröffnen zu können und bat Wiesenthal um Ideen. Noch im Lager fertigte Wiesenthal erste Skizzen an. In den Wochen nach der Befreiung vervollkommnete er sie zu Zeichnungen. Simon Wiesenthal entwarf Außen- und Innenansichten, Kleidung für das Personal bis hin zu Werbeplakaten – ähnlich einer heutigen "Corporate Identity". Zur Errichtung des "Café As" kam es jedoch nie. Die mehr als 80 detailreichen Entwürfe konnte das Jüdische Museum Wien mit Unterstützung der "US Friends of the Jewish Museum Vienna" erwerben.

"Café As. Das Überleben des Simon Wiesenthal" ist von 29. Mai 2019 bis 12. Jänner 2020 im Jüdischen Museum Wien, einem Museum der Wien Holding, zu sehen. Zur Ausstellung, die von Michaela Vocelka kuratiert und von Cheko Sterneck gestaltet wurde, erscheint ein Katalog zum Preis von 18,- Euro im Eigenverlag. Das Jüdische Museum Wien, Dorotheergasse 11, 1010 Wien, ist von Sonntag bis Freitag 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der zweite Standort, Museum Judenplatz, Judenplatz 8, 1010 Wien, ist von Sonntag bis Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, freitags 10 bis 14 Uhr (Winterzeit) bzw. 17 Uhr (Sommerzeit) geöffnet.

Weitere Informationen:
Jüdisches Museum Wien
Jüdisches Museum Wien - Facebook

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