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fürWien 2-2013

FüRWIEN 13 55 Jahre Wiener Stadthalle: spektakuläre Kulisse als Bühne für die Welt Wir gratulieren! Am 21. Juni 1958 eröffneten Bundespräsident Adolf Schärf und Bürgermeister Franz Jonas nach fünfjähriger Bauzeit offiziell die Wiener Stadthalle. Von Anfang an war die Wiener Stadthalle mehr als nur ein Ort für Veranstaltungen, sie war ein Symbol des Wieder­ aufbaus, des politischen Neuan­ fangs und des wirtschaftlichen Aufschwungs. Die Ausschreibung Im Oktober 1952 wurde ein inter­ nationaler Architekturwettbewerb zur Errichtung der Stadthalle aus- geschrieben. 1954 standen die Ge­winner fest: Alvar Aalto und Roland Rainer waren bestgereiht. Rainer, der spätere oberste Stadt­ planer Wiens, wurde mit einem der spektakulärsten Hallenprojekte Europas beauftragt: großer Fassungs­raum, höchste Flexibilität für Veranstaltungen sowie hohe Funktionalität. Die Eröffnung Die große Halle D war zum Er­­ öffnungs­­tag am 21. Juni 1958 mit 11.000 Menschen bis auf den letz­ ten Sitzplatz gefüllt. Und das nicht zum letzten Mal! Die Eröffnung stand im Zeichen des Sports: Boxer, Fechter, Stemmer und Judoka zeig­ ten ihr Können. Die neue Eishalle begeisterte ebenfalls. Feierlich war der kulturelle Rahmen: Die Wiener Philharmoniker und die Wiener Symphoniker spielten zum ersten Mal ein gemeinsames Konzert. Die Baugeschichte Im Oktober 1953 fand die Grund­ steinlegung statt, März 1954 war Baubeginn, 1957 wurden die Hallen A und B in Betrieb genommen, 1958 ging die Eishalle in Betrieb. In ihrer 55-jährigen Geschichte wurde die Wiener Stadthalle mehr­ mals erweitert und adaptiert. 1974 eröffnete das Stadthallenbad. Die Halle E als wandelbarer Raum für Verkaufsausstellungen, Produkt- präsentationen, Vorträge und Em­pfänge kam 1994 dazu. 2006 eröffnete mit der Halle F eine ele­ gante Bühne für Kabarett, Musik- shows und intime Konzerte. Architektur Die Wiener Stadthalle ist aus Wien nicht mehr wegzudenken. Marken­ zeichen ist das 100 mal 100 Meter große Stahldach über der Haupt­ halle, das auch das Firmenlogo bil­ det. Noch heute ist sie architekto­ nisch zeitgemäß und wird aufgrund ihrer Multifunktionalität sowohl von ArchitektInnen wie Ver­an­ staltern geschätzt. Sie ist ein Proto­ typ der plastisch-expressiven Archi­ tektur, die Anfang des 21. Jahr­ hunderts zum Trend wurde. Roland Rainers Hauptwerk zählt zu den be­deutendsten Bauwerken der österreichischen Architektur. Sport Die Wiener Stadthalle ist nicht nur Schauplatz großartiger Konzerte und Events – hier wird auch Sport­ geschichte geschrieben! Die Hallen sind regelmäßig Austragungsort von Europa- und Weltmeisterschaften fast jeder Sportart. Eishockey, Schwim­men, Eiskunstlauf, Leicht­ athletik, Fechten, Gewicht­heben und vieles mehr. Mehrmals war die Wiener Stadthalle Schau­platz der Eis­hockey-Weltmeister­schaften. Markus Rogan war mit zwei Gold- und zwei Silber­medaillen der Star der Kurzbahn-Europameisterschaft im Schwim­men 2004. Die erste Hallen-EM der Geschichte des europäischen Leichtathletiksports fand 1970 in der Wiener Stadthalle statt. Be­rühmt war die Eisrevue der Wiener Stadthalle. Im Jahr 2000 Foto:ConnydeBeauclair TITELGESCHICHTE

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