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FürWien 1-2015

FüRWIEN 13 Sie überwindet problemlos Sprachbarrieren und schafft es weit über die Landesgrenzen, Kultur zu vermitteln. Musik ist diese völkerverbindende Bot- schafterin, die das Haus der Musik mit der Casa de la Música Viena in das mexikanische Puebla entsandte. „Ziel des Haus der Musik ist es, vor allem Kindern und Jugendlichen Begeisterung, Aufgeschlossenheit und Wissen im Umgang mit Musik zu vermitteln. Die Errichtung der Casa de la Música Viena in Mexiko ist eine unvergleichliche Chance, diese Idee weiterzutragen“, freut sich Simon K. Posch, Direktor des Haus der Musik, über die gelungene Umsetzung des Pendants. In Wien erfreut sich das Haus der Musik bereits seit seiner Eröffnung im Jahr 2000 großer Beliebtheit und ist alles andere als ein Museum im klassi- schen Sinne. Vielmehr ist es eine Erlebniswelt, in der Musik mittels zahlreicher interaktiver Elemente und Installationen aktiv erfahren werden soll. Neben neuen und überraschenden Zugängen zur Musik und zu Klang- und Geräuschwelten wird hier auch ein Überblick über Geschichte und Tradition der Wiener Musik- und Musikerpersönlichkeiten, der Dirigenten und Komponisten geboten. Von der Fabrik zur Casa de la Música Viena Initiator des Projektes für ein Haus der Musik in Mexiko war neben dem Direktor des Haus der Musik Simon K. Posch der mexikanische Diplomat, Buchautor, Journalist und Intellektuelle Andrés Roemer, dessen Großvater einst im Jahr 1938 Österreich in Richtung Mexiko verlassen musste und dort eine viel beachtete Karriere als Orchester-Dirigent machte. Prominente Unterstützung erhielt das Projekt auch durch den Stardirigenten Zubin Mehta, der als Ehrenpräsident im Haus der Musik aktiv in die Umsetzung der Projektidee involviert war. „Indem wir die heutige Jugend, die vor dem Hintergrund oft schwierigster sozia- ler Verhältnisse aufwächst, dazu anleiten, Freude an der Musik und am Musikmachen zu entwickeln, können wir ganz entscheidend dazu beitragen, das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen zu stärken; wir haben Einfluss auf ihr Sozialleben und können ihre Rolle in ihrem jeweiligen sozialen Umfeld positiv beeinflussen. Möge dies in eine bessere Zukunft führen, für sie und unsere Gesellschaft – in Mexiko und überall auf der Welt!“, wünscht sich Mehta für das Projekt. Tatkräftige Unterstützung erhält die Casa de la Música Viena in La Constancia Mexicana auch durch die Wiener Philharmoniker mit Prof. Dr. Clemens Hellsberg. Getragen und vor allem finanziert wurde das Projekt Casa de la Música Viena in Mexiko durch ein PPP-Modell. Dies ist der Bundesstaat Puebla, der Bund mit seiner Kulturabteilung Conaculta und der private Investor Fundación Azteca, die Stiftung des Unternehmers Ricardo Salinas. Im Jahr 2014 erhielt das Haus der Musik als erstes österreichisches Museum einen internationalen Lizenzvertrag für die Realisierung eines interaktiven Museums nach Wiener Vorbild. Als Standort wurde die Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Puebla, La Constancia Mexicana, zirka 130 Kilometer südöstlich von Mexiko, gewählt. Hier entstand die Casa de La Música Viena auf dem Areal von La Constancia Mexicana, der einst größten Textilfabrik südlich der USA mit eine Fläche von rund fünf Hektar, als Musikmuseum nach Wiener Vorbild. Die stillgelegte und denkmalgeschützte Fabrik diente bereits seit mehreren Jahren als Hauptsitz der Jugendorchester- Initiative „Orquestas Sinfónicas Esperanza Azteca“. Junges Publikum Das übergeordnete Ziel, Kindern und Jugendlichen über die musika- lische Ausbildung bessere Möglichkeiten für ihren weiteren Lebensweg zu eröffnen, ist ein wesentliches Anliegen, das die Fundación Azteca der Grupo Salinas und alle involvierten PartnerInnen, wie auch das Haus der Musik in Wien, gleichermaßen und aus tiefster Überzeugung ver- folgen. In Mexiko wird diesem Foto:casadelamusica TITELGESCHICHTE

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