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Wien Holding Geschäftsbericht 2015

13 WIEN HOLDING Compliance Unter „Compliance“ ist die Einhaltung aller Gesetze, Verord- nungen und Richtlinien sowie von vertraglichen Verpflichtun- gen und freiwillig eingegangenen Selbstverpflichtungen zu verstehen. Dementsprechend sind nicht nur Gesetzesverstö- ße, sondern auch Handlungen, die gegen selbst erlassene Vorschriften wie beispielsweise die Satzung, den Gesell- schaftsvertrag, Geschäftsordnungen, interne Richtlinien und Verhaltensvorschriften des jeweiligen Unternehmens bezie- hungsweise des Konzerns verstoßen, als compliance-rele- vant anzusehen. Rechtsverstöße können neben öffentlicher Kritik und dem damit verbundenen Imageverlust auch zu Haftungsfällen und Bußgeldzahlungen führen. Um im Vorhinein das Risiko des Eintritts von Gesetzesverstößen und internen Regelver- stößen zu verringern beziehungsweise ganz zu vermeiden, wurde in der Wien Holding der 2014 begonnene Prozess zum Aufbau und zur Implementierung eines Compliance- Management-Systems fortgeführt. So wurden die konzern- weite Verhaltensrichtlinie sowie das Compliance-Handbuch der Wien Holding fertiggestellt. Die Verhaltensrichtlinie richtet sich an alle MitarbeiterInnen des Konzerns und ver- mittelt die Grundsätze und Werte der Wien Holding. Das Compliance-Handbuch regelt die Organisation sowie die Aufgaben und Kompetenzen innerhalb des Compliance-Ma- nagement-Systems. Mit 1. Jänner 2016 ist sowohl die Verhal- tensrichtlinie als auch das Compliance-Management-System im Wien Holding-Konzern in Kraft getreten. Für 2016 gilt es nun, den Ablauf in der Praxis zu beobachten und even- tuelle Verbesserungen beziehungsweise Anpassungen vor- zunehmen. Risikomanagement und internes Kontrollsystem (IKS) Das Risikomanagementsystem der Wien Holding setzt sich strategisch mit Risiken auseinander, die sowohl in Form von tatsächlich eingetretenen Schäden als auch in Form von ent- gangenen Gewinnchancen schlagend werden können. Die Leitlinien im Umgang mit Risiken basieren auf der Risikopoli- tik, die einen wesentlichen Teil der Geschäftspolitik darstellt. Das Früherkennungssystem umfasst quantitative und quali- tative Planungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumente zur Aufdeckung bestandsgefährdender Risiken. Die Reduktion dieser Risiken erfolgt als Risikomanagement-Maßnahme und stellt als prozessbezogener Eingriff eine Verbindung zum in- ternen Kontrollsystem her. Die interne Kontrolle stellt einen in die betrieblichen Abläufe der Wien Holding eingebette- ten Prozess dar, um bestehende Prozessrisiken zu erfassen, zu steuern und zu gewährleisten, dass die Wien Holding im Rahmen der Erfüllung ihrer Aufgabenstellung ihre Ziele er- reicht. Diese umfassen insbesondere die Sicherstellung ord- nungsgemäßer, wirtschaftlicher, effizienter sowie wirksamer Abläufe, die Erfüllung der Rechenschaftspflicht, die Einhal- tung der Gesetze und Vorschriften sowie die Bewahrung der Vermögenswerte. Im Berichtsjahr wurde das bewährte Risikomanagement- Reporting weitergeführt. Quartalsweise werden die Risiken beurteilt, die entsprechenden Maßnahmen zur Verminderung beziehungsweise Vermeidung eingeleitet sowie deren Um- setzung weiterverfolgt. Auf diese Weise wird die Erreichung der geplanten Sollwerte der definierten Risiken forciert. Für das IKS gilt, dass Kontrollmaßnahmen in den wesentlichen Geschäftsprozessen vollständig und nachvollziehbar doku- mentiert sind und auch regelmäßig angepasst werden. Die IKS-Dokumentation wurde im Berichtsjahr entsprechend adaptiert und dient als Grundlage für die IKS-Prüfaktivitäten der Konzernrevision. Auf Basis der Prüfergebnisse wird die kontinuierliche Weiterentwicklung des IKS-Instrumentariums sichergestellt. Im Finanzwesen werden Risiken durch regelmäßiges inter- nes Berichtswesen und laufende Abweichungsanalysen des Finanz- und Beteiligungscontrollings abgedeckt. Darüber hinaus bewirkt das betriebliche Mahnwesen als Teil des ef- fizienten Debitorenmanagements im Rechnungswesen eine Minimierung des Ausfallsrisikos. Die Wien Holding verfügt über ein großes Beteiligungsport- folio und nimmt Aufgaben der Stadt Wien im Wirtschafts- und Dienstleistungsbereich wahr – der Bestand der Wien Holding ist entsprechend langfristig gesichert. Die Abwick- lung dieser Aufgaben erfolgt teilweise in Form von PPP-Kon- zepten. Dadurch wird die Funktion der Gesellschaft als Bin- deglied im Netzwerk von Stadt Wien, Regionen und privaten PartnerInnen optimiert. Compliance, Risikomanagement und internes Kontrollsystem IKS

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