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Still aus dem Film "Über die jüdische Perücke"

Noch bis 12. Oktober: Über die jüdische Perücke

Das Jüdische Museum Wien, ein Museum der Wien Holding, präsentiert im Project Space noch bis 12. Oktober 2026 den Film "Über die jüdische Perücke" der österreichischen Regisseurin Anja Salomonowitz.

DatumOnline seit 8. Oktober 2026

In ihrem Film nähert sich Anja Salomonowitz der Perücke als einem Objekt jüdisch-religiöser Praxis, das weit über seine äußere Erscheinung hinausweist. Orthodoxe Jüdinnen bedecken nach der Hochzeit ihre Haare in der Öffentlichkeit traditionell unter anderem mit einem Kopftuch (Tichel) oder einer Perücke, dem sogenannten Scheitel. Da diese Perücken oft kaum von natürlichem Haar zu unterscheiden sind, rufen sie häufig Neugier, aber auch Missverständnisse hervor.

Salomonowitz begegnet dem Thema mit Offenheit und Sorgfalt: In Gesprächen mit einer Wiener Perückenmacherin sowie mit Frauen, die selbst eine Perücke tragen, entstehen vielschichtige Einblicke in persönliche Beweggründe, religiöse Überzeugungen und individuelle Lebenswelten Wiener Jüdinnen – jenseits von Klischees und Vereinfachungen.

Die Präsentation im Project Space ist als raumgreifende Installation konzipiert, die eine kinematografische Atmosphäre erzeugt: Ein gestalteter Paravent gliedert den Raum, dahinter entfaltet sich eine intime Sitzsituation, die zum konzentrierten Schauen einlädt.

Das Projekt verbindet persönliche Erzählungen mit religiösen und kulturellen Kontexten und eröffnet differenzierte Perspektiven auf ein Thema, das im öffentlichen Diskurs häufig verkürzt oder stereotyp dargestellt wird.

Anja Salomonowitz lebt und arbeitet in Wien. Ihre Filme wurden international ausgezeichnet, zuletzt ihr Spielfilm Mit einem Tiger schlafen.

Nur noch bis 12. Oktober 2026!
JMW Dorotheergasse | Kuratiert von Daniela Pscheiden

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