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Wien Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer und Stadtrat Peter Hanke bei der Projektvorstellung © Eva Kelety

Wien Holding News

Do, 8. November Wien Holding

Auftakt für neue große Arena in Wien

Wien bekommt eine neue Indoor-Multifunktionsarena für Großveranstaltungen in den Bereichen Konzert, Show, Entertainment und Sport. Die neue State-of-the-Art-Arena wird für bis zu 20.000 BesucherInnen ausgelegt sein und zu den modernsten Arenen Europas zählen.

Das haben Bürgermeister Michael Ludwig und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke bereits im September 2018 offiziell bekannt gegeben.

Realisiert wird dieses Projekt von der Wien Holding. Die Vorarbeiten laufen auf Hochtouren. Die für die Realisierung notwendige Entwicklungsgesellschaft wurde bereits gegründet und die Standortevaluierung, mit der der optimale Standort für die neue Arena festgelegt werden kann, wurde bereits beauftragt.

Mit neuer Arena Wien zum führenden Entertainment-Standort in Europa machen
"Mit der neuen Multifunktionsarena stärken wir Wien konsequent als weltweit geschätzte Kultur-, Kongress- und Tourismusmetropole. Davon profitieren die Wienerinnen und Wiener durch noch mehr Events und Stars, die nach Wien kommen, aber genauso auch die Stadt als Wirtschafts- und Tourismusstandort", so Peter Hanke, Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales.

"Die neue Arena wird ein Quantensprung für die gesamte Branche in Europa. Wir wollen damit nicht nur die besten und modernsten Rahmenbedingungen für Shows, Konzerte und Großevents im Entertainment- und Sportbereich in Europa schaffen, sondern klar zur Nummer Eins unter den größten und besten europäischen Arenen werden", so Kurt Gollowitzer, Geschäftsführer der Wien Holding.

Die neue Multifunktionsarena für Wien ist eines der größten Projekte, das die Wien Holding in ihrer jüngeren Geschichte realisiert hat. Von den Dimensionen her liegt dieses Projekt in einer Größenordnung vergleichbar mit dem Neubau und der Entwicklung der Messe Wien oder der Errichtung der neuen Therme Wien in Oberlaa. Das Investitionsvolumen für eine neue Multifunktionsarena, wie sie von der Stadt Wien geplant wird, liegt für vergleichbare neu gebaute Arenen – je nach Dimension und Ausstattung – bei bis zu 220 Millionen Euro.

Projekt-Company bereits geründet
Die Wien Holding bereitet die Konzeption, die Planung, den Bau und den Betrieb der neuen Arena vor. Dazu wurde bereits eine entsprechende Trägergesellschaft – die WH-Arena Projektentwicklung GmbH – gegründet. Sie hat die Aufgabe, eine solide und fundierte Vorbereitung und Abwicklung des Projektes zu gewährleisten. In der Gesellschaft wird das Know-how interner und externer ExpertInnen aus den Bereichen Projektentwicklung, Betriebswirtschaft, Controlling, Recht und Venue-Management gebündelt.

Standortanalyse beauftragt – Ergebnis wird Ende Jänner vorliegen
Als Standort für die neue Arena wird immer wieder über unterschiedlichste Areale auf dem Wiener Stadtgebiet spekuliert. Um den optimalen Standort für die neue Arena zu finden, wurde deshalb von der Wien Holding eine Standortanalyse beauftragt. Sie wird von der UIV Urban Innovation Vienna GmbH, einem Unternehmen der Wien Holding, abgewickelt. Die UIV bedient sich dazu externer ExpertInnen aus den Bereichen Raumplanung, Verkehrsplanung, Architektur, Recht, Finanzen und Wirtschaft. Die Studie erfolgt in enger Abstimmung mit den Planungsabteilungen der Stadt.

Bis zu acht Standorte werden überprüft, ob dort eine neue Arena machbar ist und welcher Standort sich am besten dafür eignet. Ausschlaggebend für die Standortwahl ist ein ausführlicher Kriterienkatalog, anhand dessen die möglichen Standorte beurteilt werden.

Solche Kriterien sind zum Beispiel die grundsätzliche Standorteignung, die Flächenverfügbarkeit, die bestehenden Widmungen, die vorhandene technische Infrastruktur, die Verkehrsanbindung, die Möglichkeit, eine Arena in Landmark-Architektur zu errichten, die Möglichkeit für komplementäre Nutzungen und die Wirtschaftlichkeit eines solchen Projektes am jeweiligen Standort. Das Ergebnis der Standortanalyse wird bis Ende Jänner 2019 vorliegen.

Die nächsten Schritte bis Frühjahr 2019
Im nächsten Schritt werden die Anforderungen für die neue Multifunktionsarena im Detail ausgearbeitet. Dabei steht die Raumfunktionsplanung mit dem Fokus auf die operative Ausrichtung, marktgerechte Kapazitäten, Ausstattungsdetails und erste architektonische Überlegungen im Mittelpunkt. Entsprechende Benchmarks und Anforderungsprofile – auch in wirtschaftlicher Hinsicht – werden festgelegt. Diese Arbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein. Danach kann mit der Vorbereitung für die Ausschreibungen zu den Bereichen "Projektsteuerung", "Architektur" und "Bau" begonnen werden. Auch der voraussichtliche Zeitablauf vom Spatenstich bis zur Eröffnung der neuen Arena wird dann festgelegt.

Warum eine neue Arena für Wien
Die Voraussetzungen für eine neue Multifunktionsarena sind ausgezeichnet: Wien zählt für europa- und weltweit agierende VeranstalterInnen zu den attraktivsten Städten. Hier laufen so gut wie alle europäischen Tourneerouten zusammen bzw. überschneiden sich. Die Stadt Wien und ihr Umland selbst haben ein enormes Potenzial, denn das Einzugsgebiet, das eine große neue Arena abdeckt, liegt bei einem Umkreis von rund 300 Kilometern. Das Einzugsgebiet einer neuen Multifunktionshalle in Wien reicht also weit über die Stadtgrenzen und die Grenzen der Ostregion hinaus. Im Großraum Wien leben 2,8 Millionen Menschen, im Umkreis von 150 Kilometern sind es 7,5 Millionen Menschen, im Umkreis von 300 Kilometern sogar 15 Millionen.

Dank der Wiener Stadthalle – eine historische Arena, die mittlerweile ihren 60. Geburtstag gefeiert hat – ist Wien für die weltweit agierende Veranstaltungsbranche ein begehrter Standort in Europa geworden. Sie ist mit knapp 300 Veranstaltungen sowie rund einer Million BesucherInnen jährlich das größte Veranstaltungszentrum Österreichs. Seit 1958 fanden am Komplex mehr als 15.000 internationale Shows und Konzerte und mehr als 70 Welt- und Europameisterschaften statt.

Doch die Wiener Stadthalle bietet heute nicht mehr jene Rahmenbedingungen, die notwendig sind, um Wien als Top-Entertainment-Standort in Europa für die Zukunft abzusichern. In den sechs Jahrzehnten seit es die Wiener Stadthalle gibt, haben sich die Anforderungen an die Arenen sowohl in baulicher und sicherheitstechnischer als auch in veranstaltungs- und produktionstechnischer Sicht stark verändert.

Anforderungen an die Arenen steigen von Jahr zu Jahr
Die Shows heute sind aufwändiger und umfangreicher. Dieser Trend wird auch weiterhin anhalten. Bei großen Rockkonzerten rollen mehr als 30 Trucks auf das Gelände. Die Deckenlasten werden immer größer, die Bühnen immer höher und breiter. Erwartet wird auch genügend Raum für Gastronomie, Merchandising und Logen bzw. Premiumseats. Auch die Rahmenbedingungen für den An- und Abtransport des Equipments sowie die Logistik innerhalb und außerhalb der Halle entsprechen zunehmend nicht mehr jenen hohen Anforderungen, die die Branche an moderne Arenen stellt. Darüber hinaus verfügen vergleichbare Standorte in Europa über deutlich höhere Besucherkapazitäten. Sie erhalten deshalb von den KünstlerInnen und deren Managements oft den Vortritt, wenn es um die Entscheidung geht, in welcher Stadt eine Tournee Halt macht. Denn die Kapazität einer Arena ist ein entscheidendes Kriterium für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Wiens als Entertainment-Standort.

Würdiges Nachnutzungskonzept für Wiener Stadthalle
Auch nach einer mit hohem Aufwand und hohen Kosten verbundenen kompletten Generalsanierung würde die Wiener Stadthalle nur sehr bedingt mit den Möglichkeiten einer neuen, modernen Arena mithalten können. Nicht zuletzt auch, weil das Flächenangebot am Standort im 15. Bezirk begrenzt ist und die Wiener Stadthalle unter Denkmalschutz steht, der bei einer Generalsanierung ebenfalls die Sanierungs- und Umbaumöglichkeiten einschränken würde.

Bis zur Eröffnung der neuen multifunktionellen Arena geht das Konzept von einer unveränderten Nutzung der Wiener Stadthalle während der Errichtungsdauer aus. Die Wiener Stadthalle wird weiter bestehen und auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Veranstaltungs- und Eventbusiness spielen. Für diese historische Arena wird die Wien Holding ein würdiges Nachnutzungskonzept entwickeln und eine auf diese neue Nachnutzung zugeschnittene Sanierung durchführen.

Das sagen internationale Veranstalter zur neuen Multifunktionsarena in Wien
Richard Hörmann von Barracuda Music GmbH:
"Ich finde es außerordentlich positiv, dass die Stadt Wien eine neue Halle in einer internationalen Dimension bekommen wird. Auch wenn die Stadthalle nach wie vor eine hervorragende Konzertarena ist, war es doch evident, dass sie technisch bei den immer größer werdenden Produktionen in den letzten Jahren zurückgefallen ist. Für mich ist Wien einer der 'Top Five' Entertainment-Märkte in Europa, umso mehr freue ich mich, dass die Politik das erkannt hat und mit der neuen Multifunktionshalle den ersten richtigen Schritt setzt. Es wird sicher nicht der letzte sein, Live Entertainment ist eine Boom Branche, die noch weitere Locations vertragen kann."

Matthias Rotermund von Live Nation Austria: "Wien ist ein ausgezeichneter und besonders attraktiver Standort für das Entertainment- und Konzertgeschäft in Europa. Das zeigen auch die vielen Veranstaltungen in der Wiener Stadthalle in den letzten Jahrzehnten. Doch die Anforderungen an die Locations steigen enorm. Shows, Konzerte und Events werden immer aufwändiger. Eine neue Multifunktionsarena auf modernstem Standard für bis zu 20.000 Menschen ist eine wesentliche Voraussetzung, um Wien langfristig an der Spitze der Top-Entertainment-Standorte in Europa zu positionieren."

Georg Fechter, Masters of Dirt: "'Wien baut eine neue Halle für Großveranstaltungen', das war die beste Nachricht, die ich seit Langem gehört habe! Denn für Wien, eine Weltstadt mit pulsierendem Kulturleben und einer ständig wachsenden Bevölkerung, die als lebenswerteste Stadt der Welt gilt, ist eine neue Multifunktionsarena einfach notwendig. Ich weiß, wie viele Shows nicht in Wien gastieren können und ich stoße mit 'Masters of Dirt' in den letzten Jahren in der Wiener Stadthalle immer wieder an die Grenze der technischen Möglichkeiten und der Besucherkapazität. Die neue Halle wird in dieser Hinsicht sicherlich Abhilfe schaffen und Wien bereichern!"

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