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Neuer Fernbusterminal wird in der Leopoldstadt realisiert, v.l.n.r. Kurt Gollowitzer, Michael Ludwig, Peter Hanke © Eva Kelety​

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Mi, 6. März Wien Holding

Fernbusterminal kommt in die Leopoldstadt

Wien bekommt einen neuen zentralen Fernbus-Terminal. Diese Entscheidung erfolgte bei der Regierungsklausur der Wiener Stadtregierung im September 2018. Nun konnte auch der Standort fixiert werden. Der neue zentrale Fernbus-Terminal wird beim Ferry-Dusika-Stadion im zweiten Bezirk errichtet. Realisiert wird das Projekt von der Wien Holding.

Die dazu notwendige Projektgesellschaft befindet sich bereits in Gründung. Schon jetzt werden am Standort rund 20 Prozent aller An- und Abfahrten von Fernbussen in Wien registriert, 50 Prozent über den Terminal VIB in Erdberg, 20 Prozent am Hauptbahnhof, 10 Prozent über andere Standorte. Ziel ist es, künftig alle internationalen Fernbusse im neuen Terminal zu bündeln.

"Ich freue mich, dass es nun gelungen ist, im Konsens mit allen Akteurinnen und Akteuren einen ausgezeichneten Standort für den neuen Fernbus-Terminal zu finden. Denn Wien punktet international als erfolgreiche Tourismus- und Wirtschaftsmetropole – nicht zuletzt dank ihrer ausgezeichneten Erreichbarkeit. Wir haben in den letzten Jahren massiv in den Ausbau der dazu notwendigen Infrastruktur investiert, vom Ausbau des Wiener Flughafens bis zum neuen Hauptbahnhof. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter mit dem Bau eines neuen zentralen Fernbus-Terminals, um auch diese dritte wichtige Säule im Personen-Fernverkehr für die Zukunft zu stärken", so Bürgermeister Michael Ludwig.

"Wien bekommt jetzt, was viele europäische Metropolen bereits haben: Einen zentralen Fernbus-Terminal. Die intensive Diskussion der Standortfrage während der vergangenen Wochen beweist einmal mehr, dass sich Hartnäckigkeit bezahlt macht und alle davon profitieren, wenn man sich für eine weitreichende Entscheidung wie diese ein, zwei Tage länger Zeit nimmt. Wir werden nun darauf achten, dass der neue Terminal nicht nur architektonisch, sondern auch ökologisch auf höchstem Niveau gestaltet wird. Dafür werden wir Qualitätskriterien vorgeben", so Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

"Ich freue mich, dass Wien einen neuen, hochmodernen Fernbus-Terminal bekommt und bin überzeugt, dass mit dem Standort die richtige Wahl getroffen wurde. An dieser Stelle danke ich dem zweiten Bezirk, dass er hier Verantwortung übernimmt. Wien ist eine junge Weltstadt und so sind es auch ihre Besucherinnen und Besucher. Vor allem junge Menschen greifen auf diese Form der Mobilität zurück. Ich werde in Zukunft dieses Projekt Seite an Seite mit dem Bezirk und in regem Austausch mit der Bevölkerung umsetzen", so Gemeinderätin und designierte Verkehrsstadträtin Birgit Hebein.

"Mit der Errichtung eines hochmodernen Terminals schaffen wir eine leistungsfähige Infrastruktur auf Top-Niveau. Die Wien Holding ist die Garantin dafür, dass hier ein attraktives Entree für Bus-Touristinnen und -touristen entsteht. Ein Busbahnhof mit Flughafen-Feeling ist das Ziel", so Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke.

Wien Holding realisiert Fernbus-Terminal: Qualität im Vordergrund
Mit der Vorbereitung, Planung und Realisierung des neuen Fernbus-Terminals wurde die Wien Holding betraut.

"Es ist unser Job, das Projekt rasch und effizient umzusetzen. Wir wollen einen State-of-the-Art-Terminal schaffen, der nicht nur zur Visitenkarte Wiens wird, sondern auch die Infrastruktur im Umfeld aufwertet. Und wir werden einen Terminal entwickeln, der auch dem digitalen Zeitalter gerecht wird, vom Ticketing über die Fahrgastinformation bis hin zur Verschränkung mit zusätzlichen touristischen Angeboten, die digital gebucht werden können", so Wien Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer.

Als operative Grundlage für die Realisierung des Projektes befindet sich eine entsprechende Gesellschaft – die WH Fernbus-Terminal-Projektentwicklung GmbH – in Gründung. Dieses Tochterunternehmen der Wien Holding hat dafür zu sorgen, dass das Projekt solide und fundiert vorbereitet wird, sowie rasch und effizient realisiert werden kann. In der Gesellschaft wird das Know-how interner und externer Expertinnen und Experten aus den Bereichen Projektentwicklung, Verkehrsplanung, Betriebswirtschaft, Controlling, Recht und Mobilitätsmanagement gebündelt.

In der Phase der Projektentwicklung ist es auch Aufgabe der Gesellschaft, nicht nur die Projektkosten zuverlässig zu ermitteln und Finanzierungsmodelle zu erarbeiten, sondern auch einen belastbaren Business Case für die Betriebsphase aufzustellen. Denn Ziel ist es, dass zumindest die Betriebskosten des Terminals aus den Einnahmen finanziert werden können. Die Entwicklung des neuen Fernbus-Terminals wird in enger Abstimmung und unter Einbeziehung der Busdiensteanbieterinnen und -anbieter, der Wiener Wirtschaft, des Bezirkes und der Anrainerinnen und Anrainer erfolgen.

Ausgezeichneter Standort in der Leopoldstadt
Der Standort für den geplanten Fernbus-Terminal liegt in Wien Leopoldstadt am Handelskai und grenzt südöstlich unmittelbar an das Ferry-Dusika-Stadion an. Die Lage in unmittelbarer Nähe zur Donau bietet den ankommenden Passagierinnen und Passagieren den mit Wien verbundenen Fluss als bekannten Orientierungspunkt. Die Zu- und Abfahrt der Fernbusse erfolgt mit sehr kurzer Fahrtstrecke über die Anschlussstelle Handelskai der A23 und direkt vom Handelskai in den Bus-Terminal. Schon jetzt halten dort rund 20 Prozent aller Fernbusse, die über die Meiereistraße zufahren. Künftig werden diese Busse direkt vom Handelskai zu- und abfahren. Damit verbessert sich die Verkehrssituation vor Ort.

Der neue Fernbus-Terminal befindet sich in unmittelbarer Nähe der – rund vier Minuten Fußweg entfernten – U2-Station "Stadion". Somit können die Passagiere rasch auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. In sieben Minuten erreichen Touristen von dort die Wiener Innenstadt. Auch genügend Parkplätze sind im baulich verbindbaren Stadioncenter vorhanden.

Flughafen-Feeling für Busgäste
Der neue Fernbus-Terminal wird auf zwei Geschoßen angeordnet sein, einem Erdgeschoß und einem Untergeschoß. Das Abfertigungsgebäude wird im Erdgeschoß unmittelbar angrenzend an das Stadioncenter an der Engerthstraße errichtet. Möglich ist auch eine bauliche Verbindung mit dem Stadioncenter.

Im Untergeschoß erfolgt die An- und Abfahrt der Busse. Hier befinden sich die Bussteige. Der im Vergleich zum Stadioncenter etwa zwei Meter tiefer liegende Handelskai ermöglicht die Anordnung der Bussteige in einer kreuzungsfreien Rundumschleife mit mittigem Bussteig. Der neue Fernbus-Terminal soll mit bis zu 36 Haltestellen zur Abfertigung der abfahrenden und ankommenden Busse ausgestattet sein. Auf attraktive Passagierzonen mit entsprechenden Anzeigesystemen, Warteräumen, Cafés, Geschäften und Sanitäreinrichtungen wird besonders geachtet. Denn von enormer Bedeutung ist die Aufenthaltsqualität. Ein dementsprechend hoher Stellenwert wird deshalb auf die Themen Sicherheit, Sauberkeit und Belichtung gelegt. Der neue Fernbus-Terminal soll auch ein digitaler werden, vom Online-Ticketing bis hin zur digitalen Fahrgastinformation.

Darüber hinaus soll der neue zentrale Fernbus-Terminal auch als Schnittstelle zu alternativen Mobilitätsformen agieren. Bereits bestehende Konzepte und Modelle für sogenannte "Mobility-Points" sollen in die Projektentwicklung integriert werden. Car-Sharing oder Bike-Sharing, vorzugsweise mit alternativen Antrieben, sollen eine attraktive Ergänzung des konventionellen Mobilitätsspektrums bilden.

Dritte Säule der Öffis im Fernverkehr: Fernbusmarkt konsolidiert sich
Der internationale Fernbusverkehr in Wien hat in den letzten fünf Jahren kontinuierlich zugenommen. Derzeit gibt es 200.000 Ankünfte und Abfahrten von Fernbussen mit rund 5 Millionen Passagierinnen und Passagieren. Der Markt beginnt sich zu konsolidieren. Künftig geht man von moderaten Zuwachsraten aus.

Die Fernbusunternehmen haben ihr früher stark auf Südosteuropa konzentriertes Angebot auf zahlreiche Destinationen in ganz Westeuropa ausgeweitet. Mittlerweile ist nahezu jede europäische Hauptstadt von Wien aus mit Fernbussen erreichbar.

Der Fernbusverkehr hat ein sehr junges Publikum. Mit seinen im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln relativ niedrigen Ticketpreisen macht er leistbares Reisen auf internationalen Strecken vor allem für junge Menschen attraktiv. Oft ist eine Reise mit dem Bus für diese Zielgruppe aus ganz Europa die erste Möglichkeit, die Welt- und Kulturmetropole Wien kennenzulernen. Umso wichtiger ist es, ein qualitativ hochwertiges Entree in diesem Tourismussegment zu schaffen.

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