Wien Holding
v.l.n.r.: F. Hammerschmid (ÖBB-Infrastruktur), H. Jony (WienCont), M. Strebl (Wien Energie), J. Schneider (BMNT), D. Pulker-Rohrhofer (Hafen Wien), D. Rechberg-Missbichler (Wien Holding) © Barbara Nidetzky

Wien Holding News

Do, 2. August 2018 WienCont

Hafen Wien-Tochter WienCont wird Vorreiter bei Nachhaltigkeit

Die WienCont, ein Tochterunternehmen des Wien Holding-Unternehmens Hafen Wien, wird seit Anfang August 2018 mit 100 Prozent grüner Energie aus Wasserkraft versorgt und leistet somit einen positiven Beitrag in der Transportkette von maritimen sowie kontinentalen Container-Verkehren.

Die WienCont als führender trimodaler Terminal in Österreich hat sich neben einer klaren Wachstumsstrategie in neuen und bestehenden Geschäftsfeldern auch dem Thema Nachhaltigkeit am Wirtschaftsstandort Wien verschrieben. Zur Erreichung dieses Zieles wurde nun am WienCont-Betriebsstandort im Hafen Freudenau die Energieversorgung des gesamten Terminals auf Wasserkraft umgestellt. So ist die WienCont auf dem besten Weg, ein Musterbeispiel für erneuerbare Energien und Ressourcenschonung zu werden.

Um dieses Vorhaben auch in Zukunft aktiv zu betreiben, hat die WienCont eine klimaaktiv-mobil Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) abgeschlossen.

Auf dem Weg zur CO2-Neutralität
Mit der Versorgung des gesamten Terminals durch Wasserkraft ab 1. August 2018 – bei einem Jahresverbrauch von 300 Einfamilienhäusern – wird der erste Schritt zur CO2-Neutralität gesetzt. Rund 160 Tonnen CO2 pro Jahr können dadurch in Wien eingespart werden. Sowohl die Brückenkräne als auch die Züge auf Terminal 2 und 3 werden ab sofort mit 100 Prozent Wasserkraft versorgt. Aufgrund der hohen Schwungeinfahrt benötigen die Züge auf Terminal 1 gar keinen Strom. Die WienCont trägt mit der Umstellung nicht nur zu einem Mehrwert für den Standort Wien bei, sondern steigert damit auch die Attraktivität für KundInnen und PartnerInnen, stärkt so allgemein den Schienenverkehr in Europa und leistet einen wesentlichen Beitrag in Richtung "Green Logistics".

In einem nächsten Schritt wird die Energieagentur eine CO2-Bilanz des Terminals erstellen. Der folgende Step auf dem Weg zum ersten CO2-neutralen trimodalen Container-Terminal in Europa ist die Evaluierung, wie und wie viele der derzeit am Standort produzierten, vorgelagerten Emissionen sowie zusätzlich vor Ort produzierten Treibhausgase neutralisiert werden können.

Die Wien Energie GmbH unterstützt die WienCont auf ihrem Weg zum ersten CO2-freien Terminal Europas. Bereits im Vorjahr hat sie mit dem Hafen Wien ein Bürgersolarkraftwerk errichtet und erzeugt am Standort Sonnenenergie für umgerechnet 120 Wiener Haushalte. Auch die ÖBB Infrastruktur AG stellt ihre Bahnstromversorgung für sämtliche Züge auf 100 Prozent grünen Strom um und liefert den Strom für die Containerkräne, der ebenfalls zu 100 aus grünem Strom besteht.

Hafen Wien – trimodale Logistik-Drehscheibe
Im Hafen Wien als trimodaler Drehscheibe im Bereich Wasser, Schiene und Straße haben mehr als 100 Unternehmen der Speditions- und Transportbranche sowie anderer Wirtschaftszweige ihren Firmensitz. Insgesamt bietet der Standort damit mehr als 5.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Im Vorjahr wurden rund 19 Mio. Euro im gesamten Hafenareal Freudenau, Lobau und Albern investiert; doppelt so viel wie im Jahr 2016.

In diesem Jahr sind wiederum 11 Mio. Euro für Investitionen geplant.

Es ist stets ein großes Anliegen der Geschäftsführung des Hafen Wien, nachhaltige Maßnahmen bei wirtschaftlichen Überlegungen miteinzubeziehen und dabei mit einem aufmerksamen, kritischen Blick in die Zukunft, den ökologischen Fußabdruck bei allen gewinnsteigernden Maßnahmen nicht aus den Augen zu verlieren.

Weitere Informationen:
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