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Mo, 16. März 2015 Central Danube

Frühlings-Check am Handelskai

© Eva Kelety

Die beiden Twin City Liner der Central Danube Region, einem Unternehmen der Wien Holding, wurden in den letzten Wochen fit für den Frühling gemacht und auf „Herz und Nieren“ durchgecheckt.

Denn egal ob Bordelektronik, Navigationssystem, Schiffssteuerung oder Antriebstechnik, genauso wie jedes Flugzeug oder jedes Auto brauchen auch die beiden Twin City Liner ein regelmäßiges Service.

Frühlings-Check
Beim Check für den Frühling hatten die MitarbeiterInnen alle Hände voll zu tun. Bei den Arbeiten waren ElektrikerInnen, InstallateurInnen, MaschinenbauerInnen, ElektronikerInnen, AnstreicherInnen, KarosseriebauerInnen und InnenausstatterInnen beschäftigt. Bis zu zwölf Personen haben in den letzten Wochen gleichzeitig an den Schiffen gearbeitet um sie fit für die neue Saison zu machen.

Bereits im Februar waren die beiden Schnellkatamarane in der Werft in Bratislava. Aufgebockt lagen sie in der großen Halle und wurden vollständig neu lackiert. Das heißt, die beiden Twinnies erstrahlen in neuer Farbenpracht. Auch die Kevlar-Schicht, die vier Millimeter dick am Rumpf des Schiffes aufgetragen ist, wurde auf eventuelle Schäden kontrolliert. Der extrem leichte, zähe und elastische Kunststoff zeichnet sich durch besondere Widerstandfähigkeit aus und wird auch bei kugelsicheren Westen, im Flugzeugbau oder als Raketentriebwerksverkleidung verwendet. Beim Twin City Liner schützt die Kevlar-Schicht den unter Wasser befindlichen Teil der Schiffe zum Beispiel vor Treibgut, das in der Donau schwimmt. Selbst eine Vollstrandung auf Donaukies würde dank Kevlar-Schicht lediglich kleine Dellen am Rumpf verursachen.

Die letzten Arbeiten vor Saisonbeginn
Die beiden Twin City Liner erhalten nun den letzten Schliff, bevor sie am Freitag, den 27. März 2015, in die neue – zehnte – Saison starten. Bei Maschinentests werden die Motoren gecheckt und gewartet. Auch die Rettungsinsel, die sich an Bord jedes Twin City Liners befindet, wird wieder an Deck gebracht. Über den Winter war sie im Schiffsinneren gelagert. Die Insel ist ein schwimmfähiger Rahmen, an dem sich bis zu zwanzig Personen festhalten können. Auch die Rettungsringe werden wieder am Schiff befestigt und die Schwimmwesten an Bord in den dafür vorgesehenen Kisten verstaut. Darüber hinaus werden noch die fünf Positionslampen, die Begrenzungslichter des Schiffes, kontrolliert und ausgetauscht sowie die Piktogramme montiert, die den Fluchtweg kennzeichnen, auf Rauchverbote hinweisen oder den Standort von Erste-Hilfe-Kästen und Defibrillator markieren. Und natürlich werden die beiden Twinnies auch generalgereinigt und auf Hochglanz poliert.

Moderne Ausstattung an Bord
Die Twin City Liner sind vollklimatisiert, verfügen über bequeme First-Class-Bestuhlung, Info- Flatscreens, Panoramafenster, eine Captain‘s Lounge und ein Panoramadeck. Das Catering an Board bietet Kleingerichte, Snacks und Getränke. Souvenirs sind ebenfalls an Bord erhältlich. Zusätzlich zu der knallroten Bestuhlung im Inneren der Schiffe gibt es am Oberdeck auch Sitze im Freien. Speziell bei schönem, sonnigem Wetter sind diese Plätze heiß begehrt. Beide Schiffe verfügen jeweils über eine Kapazität von 126 Sitzplätzen. Allein im Jahr 2014 waren 120.000 PassagierInnen mit den Twin City Linern unterwegs.

Schiffe mit geballter Kraft und Technik
Beim Twin City Liner handelt es sich um einen Schnellkatamaran, gefertigt in Leichtbauweise aus Aluminium. Er zeichnet sich durch einen geringen Tiefgang und wenig Wellenschlag aus. Damit eignet sich das Schiff hervorragend für die Donau und den vor allem im Sommer oft sehr seichten Donaukanal. Das Herzstück des Twin City Liners sind zwei mächtige 1000-PS-Dieselmotoren und zwei Waterjets, die bei Fullspeed rund viertausend Liter Wasser pro Sekunde herausblasen und so das 34 Meter lange und acht Meter breite Schiff mit einer Maximalgeschwindigkeit von etwas über 60 Stundenkilometer unterwegs sein lassen.

Selbst in der Dämmerung und in der Nacht sind die beiden Schiffe sicher unterwegs: Dafür sorgen hochsensible, elektronischen Spezialsichtgeräte, die als Night Navigatoren bezeichnet werden. Sie arbeiten mittels Wärme-Erkennung und erhöhen die Sicht bei diffusem Licht und in der Nacht erheblich. So kann beispielsweise gefährliches Treibholz bereits in ausreichend großer Entfernung erkannt und umfahren werden. Die Night Navigatoren sind auf Temperaturunterschiede von 0,006 Grad sensibilisiert und entwerfen ein Bild, das der Real-Sicht bei klarem Licht gleichkommt. Dazu kommen zwei digitale Raster-Scan-Radaranlagen je Schiff, die alles oberhalb der Wasserfläche, von Schiffen bis zu Bojen und Uferbänken, anzeigen.

Twin City Liner Tickets
Der Twin City Liner fährt bis zu fünf Mal täglich vom Schwedenplatz in Richtung Bratislava ab. Die zehnte Saison für den Twin City Liner beginnt am 27. März 2015. Wer noch bis Ende März Tickets bucht, erhält 10 Prozent Frühbucherbonus. Besonders reizvoll sind zum Beispiel Fahrten im April, wenn die Natur entlang der Donau erwacht und die ersten Sonnenstrahlen an Board genossen werden können. Bis in den November hinein sind die Schiffe im Linienbetrieb unterwegs. Und sogar noch im Dezember kann man an den Wochenenden mit dem Twin City Liner einen Trip zum Weihnachtsmarkt in Bratislava machen.

Kartenreservierungen und Fahrplanauskünfte sind unter der Telefonnummer 58880 bzw. im Internet unter www.twincityliner.com durchführbar bzw. erhältlich. Der Twin City Liner kann auch für Sonderfahrten gebucht werden (Telefon: 727 10-216 oder 58880).
 

Weitere Informationen:
Twin City Liner
Twin City Liner Facebook Fanpage

 

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